Kulmbach
Personalien

Die Genussregion wird professionell

Die Initiative will sich nicht auf ihren Erfolgen ausruhen: Norbert Heimbeck als hauptamtlicher Geschäftsführer soll die Kräfte bündeln.
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Die Genussregion Oberfranken hat jetzt einen hauptamtlichen Geschäftsführer. Im Bild von links Guido Winter, Landrat Klaus Peter Söllner, Norbert Heimbeck, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Christian Herpich von der HWK und Stephan Ertl vom Hotel- und Gaststättenverband. Werner Reißaus
Die Genussregion Oberfranken hat jetzt einen hauptamtlichen Geschäftsführer. Im Bild von links Guido Winter, Landrat Klaus Peter Söllner, Norbert Heimbeck, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, Christian Herpich von der HWK und Stephan Ertl vom Hotel- und Gaststättenverband. Werner Reißaus
Die Genussregion Oberfranken will in Zukunft professioneller arbeiten. Sicherstellen soll dies ein hauptamtlicher Geschäftsführer, der seinen Arbeitsplatz im Landratsamt Kulmbach hat. Mit dem früheren Redakteur Norbert Heimbeck wurde ein gebürtiger Mittelfranke mit diese Position betraut und jetzt von Landrat Klaus Peter Söllner, dem Vorsitzenden der Genussregion, offiziell vorgestellt. Damit will die Genussregion ihre Ressourcen und Trümpfe in Zukunft noch besser nutzen als bisher.

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz stellte die große Gemeinsamkeit in Oberfranken heraus: "Wir arbeiten alle an dem gleichen Ziel und es gibt auch bereits eine oberfränkische Antwort auf Fast Food, nämlich den Oberfranken-Burger. Auch das ist eine schöne Geschichte, wenn alle Bestandteile aus Oberfranken kommen."


Ansprechpartner nach außen

Gemessen an der Zahl seiner Einwohner hat Oberfranken die meisten Brauereien, die meisten Bäckereien und Konditoreien sowie die meisten Metzgereien weltweit. In Oberfranken kann man über 300 verschiedene regionale Spezialitäten und Gerichte genießen. Außerdem gibt es über 200 besondere Orte, an denen die Genussregion Oberfranken auch selbst erlebt werden kann.

Um diesen kulinarischen Reichtum zu bewerben und Oberfranken als Genussregion künftig noch bekannter zu machen, wurde 2007 der Verein Genussregion Oberfranken mit Landrat Klaus Peter Söllner als Vorsitzenden gegründet. Aufgabe von Geschäftsführer Norbert Heimbeck wird es sein, das Netzwerk der Produzenten, Experten und Institutionen aus allen Lebensmittelbereichen noch besser zu verbinden und die Genussregion auch nach außen als ständiger Ansprechpartner zu vertreten. Heimbeck soll zusammen mit den über 80 ausgebildeten Genussbotschaftern Gästen und Einheimischen die Spezialitäten der Region professioneller als bisher vermitteln.


Die Oberfrankenstiftung zahlt

Landrat Söllner machte deutlich, dass die Einstellung von Heimbecks maßgeblich mit der Oberfrankenstiftung zu tun hat: sie trägt die Personalkosten. Söllner freute sich besonders darüber, dass vor allem die jungen Landräte Oberfrankens im Einsatz eines hauptamtlichen Geschäftsführers eine Chance sehen.

Landrat Söllner erinnerte an viele Gespräche, unter anderem auch mit HWK-Präsident Thomas Zimmer und Geschäftsführer Bernd Sauer bei Staatsministerin Melanie Huml: "Wir hatten damals nicht gewusst, wie wir das auf die Reihe bekommen sollen. Auch Oberfranken Offensiv hat uns dabei immer unterstützt, aber entscheidend waren dann die Bemühungen der Regierung von Oberfranken mit Präsidentin Heidrun Piwernetz an der Spitze, ein Projekt für die Oberfrankenstiftung zu inszenieren." Heimbeck sei jetzt Ansprechpartner für alle Akteure und dann, wenn es um neue Ideen und das Kreieren neuer Events geht."

Regierungspräsidentin Piwernetz verwies auf die bisherigen Aktivitäten der Genussregion, die weit über Oberfranken hinaus agierte, unter anderem auch auf der "Grünen Woche" in Berlin: "Wir Oberfranken schätzen uns sehr glücklich, dass wir sowohl als Wirtschaftsstandort mit der Arbeitsqualität als auch bei der Lebensqualität sehr, sehr viel zu bieten haben. (...) Das sieht man zum Beispiel an den Erfolgen, die Oberfranken bei den Auftritten der Grünen Woche im Januar hatte."


Zertifizierung wird verstärkt

Piwernetz ließ nicht unerwähnt, dass die Genussregion bislang sehr stark über das Engagement von Landrat Söllner und der Handwerkskammer Oberfranken mit Präsident Zimmer entwickelt worden sei. Jetzt aber sei man an einem Punkt, sich stärker zu strukturieren und die Initiativen zu bündeln. "Wir liegen hier sehr weit vorn, auch auf Bayern bezogen, denn bei der Auszeichnung der 100 Genussorte Bayerns liegen 23 in Oberfranken. Damit unsere Erfolge auch bleiben und wir uns jetzt nicht auf unseren Lorbeeeren ausruhen, war es nötig, sich eine Struktur zu geben. Dazu gehört auch, dass wir die Zertifizierung der Genussbotschafter wieder stärker in den Vordergrund bekommen."

Bei dem Pressegespräch waren auch Hofs Kreishandwerksmeister Christian Herpich als stellvertretender Präsident von der Handwerkskammer Oberfranken, Stephan Ertl vom Hotel- und Gaststättenverband Kulmbach sowie Guido Winter vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten dabei, die Norbert Heimbeck bei seiner künftigen Arbeit ihrer Unterstützung zusagten.
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