"Es ist nicht einfach, die verschiedenen Beteiligungsmöglichkeiten zu rechnen", gibt der Pressecker Bürgermeister Siegfried Beyer (CSU) zu. Es werden Modelle mit einem höherem Einstiegskapital und einem sehr günstigen Energiepreis gerechnet. Es gibt auch Varianten, die von einem niedrigen Einstiegskapital und einem etwas höheren Energiepreis ausgehen. Ähnlich wie bei Auto-Finanzierungs- oder Leasingkonzepten.

Der Bürgermeister wünscht sich, dass noch fünf bis zehn Heinersreuther Nägel mit Köpfen machen - und auch Initiator Ludwig Freiherr von Lerchenfeld wäre das am allerliebsten. Dann könnte die "große" Lösung realisiert werden. Die bindet nicht nur den Heinersreuther Ortskern rund ums Schloss, sondern auch die Siedlung mit ein. "Was wir jetzt machen, ist, die Kosten noch einmal genau aufzuschlüsseln, damit jeder nachvollziehen kann, was er spart", sagt Lerchenfeld. Denn für jeden Übergabepunkt - sprich jedes angeschlossene Haus - gibt es Förderungen in Höhe von 1800 Euro. "Ich selbst habe durch die Lieferung von Hackschnitzeln an die Anlage keinen Vorteil, denn ich könnte die auch sonst verkaufen", betont Lerchenfeld und möchte damit Kritikern entgegentreten.


Schon 20 Haushalte dabei



Lerchenfeld ist von der Projektidee überzeugt: Gebaut wird auf jeden Fall - auch privat. Derzeit wird das Heinersreuther Schloss mit Öl und Holz geheizt. "Ich hätte schon vor Jahren eine Hack schnitzelhei zung bauen sollen und wollen. Aber dann kam die Idee, das gesamte Dorf einzubinden. Der ganze Ort kann davon profitieren", sagt Lerchenfeld. "Das Interesse war von Anfang an groß. Wir haben jetzt schon definitiv mehr als zwanzig Haushalte, die anschließen möchten." Damit ist zumindest die "kleine" Lösung in trockenen Tüchern.

Die sieht so aus, dass die Anlage gebaut werden kann und dass der Ortskern - also das alte Dorf - versorgt ist. Die Technik kommt wohl in die alte Scheune der Lerchenfelds. Dort sei eine Art Silo vorhanden, das vielleicht als Hackschnitzellager verwendet werden könnte. "Natürlich muss die Scheune umgebaut werden, der Kessel muss rein und die Technik", sagt Lerchenfeld. Doch ein Problem sei das nicht. Denn so spare man die Baukosten, die ohnehin nicht förderfähig sind. Und auch von der Lage her sei die Scheune ideal. "Ich will aber das Dorf nicht teilen. Deshalb hoffe ich, dass die große Lösung sich verwirklichen lässt", betont Lerchenfeld. Wenn der Anteil bei über 50 Prozent liegen würde, wäre das natürlich sehr schön."