Kulmbach
Interkulturelle Woche

Deutsch-syrische Kochaktion in Kumbach: Wenn Bratwurst auf Falafel trifft

Im Rahmen der Interkulturellen Woche trafen sich in Kulmbach Menschen aus Syrien und Deutschland zum gemeinsamen Kochen.
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Rindsbratwurst mit Sauerkraut und Kartoffelpüree, Falafel mit Humus und Tabouleh: Das steht auf dem Speisezettel wenn Menschen aus Syrien und Deutschland miteinander kochen. Foto: Katrin Geyer
Rindsbratwurst mit Sauerkraut und Kartoffelpüree, Falafel mit Humus und Tabouleh: Das steht auf dem Speisezettel wenn Menschen aus Syrien und Deutschland miteinander kochen. Foto: Katrin Geyer
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Wenn sich auf einem Teller Bratwurst, Kartoffelstampf und Sauerkraut harmonisch vereinen mit Falafel, Hummus und Tabouleh, dann kann das nur eines bedeuten: Es ist Interkulturelle Woche in Kulmbach und im Mupäz wird gekocht.

Das gemeinsame Kochen hat einen festen Platz im Programm der Aktionswoche. Und es hat natürlich einen tieferen Sinn, wie Elsbeth Oberhammer, Leiterin des Familientreffs der Geschwister-Gummi-Stiftung, die den Abend in diesem Jahr zu ersten Mal organisiert hatte, betonte: "Wenn man etwas zusammen macht, wenn man zusammen kocht und zusammen isst, kommt man ins Gespräch und lernt sich besser kennen."

Rund 40 Männer und Frauen waren der Einladung zum Kochabend gefolgt, viele von ihnen aus Syrien. Und so standen traditionelle syrische Gerichte auf dem Speisezettel: Das Kichererbsenpüree Hummus und Tabouleh, ein erfrischender Salat aus Bulgur und Petersilie als Vorspeise, sowie als Hauptspeise Kabseh, ein Eintopf aus Gemüse, Reis und Hähnchenfleisch. Den fränkischen Kontrapunkt setzten eine Kürbissuppe sowie (Rinds-)Bratwürste, Sauerkraut und Kartoffelstampf.

Ganz hinten in der großen Küche des Museumspädagogischen Zentrums im Mönchshof wurden auf einem stets dicht umlagerten Herd Falafel (Bällchen aus Kichererbsenteig) frittiert. Und das war ganz augenscheinlich die Domäne der Männer. Die, was viele der deutschen Teilnehmer mit Verwunderung zur Kenntnis nahmen, in Syrien ganz selbstverständlich auch am Herd stehen und auch Haushaltspflichten übernehmen.

Manchmal haperte es mit dem schnellen Kennenlernen, weil die Sprachkenntnisse des einen oder anderen noch dürftig sind. Dem Spaß am gemeinsamen Schnippeln und Rühren tat das keinen Abbruch. Wo es aber klappte mit dem Gespräch, gab es viel zu erzählen: Von den Kindern, vom Zuhause - aber auch von berührenden Schicksalen.

Bei der Organisation war Elsbeth Oberhammer von Marina Lohfink und Verena Distler aus der "Menüfaktur" unterstützt worden.

Auf dem Programm der Interkulturellen Woche stehen noch einige Veranstaltungen. Eine Übersicht gibt es hier.



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