Mainleus
Infrastruktur

Der Wohnungsbau in Mainleus boomt

Die Nachfrage ist da: Jetzt werden in der Hauptstraße 84 weitere Appartements geschaffen.
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Das Kellergeschoss wird mit Fertigteilen errichtet. Foto: Jürgen Gärtner
Das Kellergeschoss wird mit Fertigteilen errichtet. Foto: Jürgen Gärtner
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Von oben sieht die Baustelle ein bisschen aus wie ein Baukasten-Puzzle: Das vorerst letzte große Wohnungsbauprojekt in Mainleus hat begonnen. An der Hauptstraße 84 errichten Heidi Herrmann und André Heinz ein Mehrfamilienwohnhaus mit Stellflächen und Garagen. "Wir denken, dass in Mainleus etwas vorwärtsgeht", erklärt André Heinz den Hintergrund der Investition. Da passe das Projekt dazu. Und Heidi Herrmann ergänzt: "Ich finde, Mainleus ist lebenswert."

Bei dem Bau - der Mitte 2020 fertiggestellt sein soll - handelt es sich um eine Millionen-Ausgabe: Insgesamt zehn Wohnungen entstehen. Die Größen sind ganz unterschiedlich: Es gibt vier 43 Quadratmeter große Einheiten, zwei mit 80 Quadratmetern, drei mit 100 und eine mit 150 Quadratmetern. Viele davon sind schon verkauft.

Kein Wunder: "Es gibt in Mainleus keinen besseren Standort", ist Heinz von dem Vorhaben überzeugt. Helmut Herrmann - der Mann von Bauherrin Heidi Herrmann - verweist auf die unmittelbare Nähe zu wichtigen Infrastruktureinrichtungen wie Ärzten, Apotheke, Kindergarten, Einkaufsmärkten, Bahnhof . Die 43-Quadratmeter-Wohnungen seien ideal für Studenten, die mit dem Rad oder der Bahn schnell in Kulmbach seien.

Wert wird bei dem Vorhaben nicht nur auf eine energieeffiziente Bauweise (KFW 55) gelegt. Auch eine E-Tankstelle ist vorgesehen. Barrierefreiheit sei sehr wichtig. Das hat seinen Grund: "Wir haben uns überlegt, dass wir vielleicht mal was fürs Alter brauchen", sagt Helmut Herrmann und erhält ein zustimmendes Nicken von seiner Frau: "Was machen wir im Alter, wenn wir unser Haus nicht mehr bewältigen können?" Deshalb können sich die beiden, 63 und 57 Jahre alt, vorstellen, auch einmal in die Hauptstraße zu ziehen. Im Ortszentrum, so sagen sie, gebe es sonst weiter nichts Seniorengerechtes.

Das 2000-Quadratmeter-Grundstück, auf dem das neue Haus entsteht, gehörte übrigens dem Onkel von André Heinz. Das ältere landwirtschaftliche Anwesen, das dort zum Verkauf stand, wurde abgerissen.

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Projekt in der Hauptstraße um das letzte, derzeit geplante, größere Wohnungsbauvorhaben in Mainleus. In unmittelbarer Nachbarschaft in der Hauptstraße 68 baut Unternehmer Arno Friedrichs bereits zwölf neue Wohnungen für seine Mitarbeiter.

Und auch die Gemeinde ist aktiv. Derzeit läuft nicht nur die Sanierung des Spinnstubenareals, in dem 24 Wohnungen samt integrativer Gaststätte, Sozialstation, Jugendraum, Museum und Mehrgenerationenspielplatz entstehen.

Im Hans-Grimm-Weg war Mitte April Spatenstich mit Bauminister Hans Reichardt für den Bau von zwei Mehrfamilienwohnhäusern. Insgesamt zwölf Wohnungen in zwei Mehrfamilienwohnhäusern sind dort vorgesehen. Der Markt baut dort mit großzügiger Unterstützung des Freistaats.

Bürgermeister Robert Bosch (CSU) weiß, dass die Nachfrage nach Wohnraum in Mainleus groß ist. "Das merken wir als Vermieter auch." Der Markt selbst stellt über 100 Wohnungen zum Vermieten zur Verfügung.

"Dass es jetzt auch noch private Initiativen gibt, die ebenfalls Wohnraum schaffen, ist ein weiteres Zeichen, dass Bedarf vorhanden ist und es sich lohnt, hier zu investieren", erklärt Bosch. "Und dass die Gemeindeentwicklung positiv gesehen wird." Was ihn natürlich besonders freut.

Schön sei zudem, dass mit den Bauvorhaben Herrmann/Heinz und Friedrichs zwei Baulücken im Ort geschlossen werden. "Damit werden Leerstände beendet und mit Leben erfüllt, und so wird auch zur städtebaulichen Entwicklung beigetragen."

Hinzu komme, dass ein weiteres Baugebiet - die Rothe Kelter III - in Planung sei.

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