Rugendorf

Der "RugenDorfladen" nimmt Formen an

Der Ausbau der ehemaligen Raiffeisen-Lagerhalle läuft auf Hochtouren. Auch ein Bistro wird es bald in Rugendorf geben.
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Paul Spindler von der gleichnamigen Maler- und Stukkateurfirma in Stadtsteinach bereitet die Verlegung des Estrichs vor, den Planer Hans Spindler für den "RugenDorfladen" vorgesehen hat. Foto: M. Beetz
Paul Spindler von der gleichnamigen Maler- und Stukkateurfirma in Stadtsteinach bereitet die Verlegung des Estrichs vor, den Planer Hans Spindler für den "RugenDorfladen" vorgesehen hat. Foto: M. Beetz
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Lange haben die Bürger diskutiert, beraten und geplant - jetzt nimmt der "RugenDorfladen" Gestalt an. Seit Mitte März wird in der ehemaligen Raiffeisenlagerhalle am Langenbühl gebaut. Fast 60.000 Euro Eigenleistung wollen die Rugendorfer einbringen, bevor das Geschäft Ende September öffnet.

Ein beachtlicher Betrag, der die Gesamtkosten des Projekts auf etwa 275.000 Euro drückt. Dazu zählen unter anderem die ehrenamtlichen Abrissarbeiten im Gebäude, die Elektroinstallation durch Harald Hohner und weitere Freiwillige sowie die Spende von Fenstern und Türen durch die Schreinerei Schnaubelt.

160 Quadratmeter Ladenfläche

In der ehemaligen Halle werden rund 200 Quadratmeter Fläche nutzbar gemacht, knapp 160 Quadratmeter davon entfallen auf den eigentlichen Laden, wie der Stadtsteinacher Ingenieur Hans Spindler erläutert.
Der Ladenzugang und die Toiletten werden behindertengerecht angelegt. Entstehen wird auch ein Bistrobereich. Das Lebensmittelgeschäft, das zusätzlich einen separaten Bereich der Bäckerei Dumler und für Metzgereiprodukte haben wird, bekommt ferner eine Lotto- und eine Paket-Annahmestelle.

Bei der Heizung der Räume haben sich die Dorfladen-Macher für einen Mix entschieden, in den die Ölheizung der benachbarten Kulmbacher Bank einbezogen ist. Hinzu kommen Deckenheizgeräte über eine Wärmepumpe, die zugleich für die Kühlung sorgt ("Damit die Schokolade im Sommer nicht schmilzt"). Der Warmwasserbedarf wird über Durchlauferhitzer gedeckt, die Lüftungsanlage ist mit einer Wärmerückgewinnung kombiniert. Licht gibt es über stromsparende LED-Leuchten.

Auch was die Einrichtung des Ladens angeht, zeigen die Rugendorfer Kostenbewusstsein und greifen beispielsweise für die Thekenanlage auf ein gebrauchtes Exemplar zurück, wie Genossenschaftsvorsitzender Matthias Rödel erläutert. Er hat die Einrichtung mit seinem gleichberechtigten Vorstandskollegen Günther Kraus persönlich in Oberwildflecken abgeholt. Die ebenfalls gebrauchten Regale kommen aus Wilhelmshaven.

Jeder Helfer ist willkommen

Während Baumeister Thomas Rösch aus Poppenholz derzeit am Ladenzugang arbeitet, bereitet Paul Spindler von der gleichnamigen Maler- und Stukkateurfirma in Stadtsteinach die Verlegung des Estrichs im Inneren vor, so dass ab nächster Woche der Ausbau beginnen kann. Auch der Rugendorfer Bauhof mit Vorarbeiter Helmut Wunder an der Spitze ist an dem Projekt beteiligt. "Rugendorfer, die beim Bau mithelfen wollen, sind jederzeit willkommen", betont Matthias Rödel, der natürlich auch gerne neue Mitglieder in die Genossenschaft als Anteilseigner aufnimmt.

Bis Ende September, so sagt Ingenieur Hans Spindler, soll der "RugenDorfladen" fertig sein für die Eröffnung.
"Es gibt viel zu tun. Und die Baustelle läuft gut", kommentiert Bürgermeister Ralf Holzmann das geschäftige Treiben am Langenbühl. Die Rugendorfer seien mit einem gewissen Stolz dabei, das Projekt umzusetzen. "Ich bin mir sicher, dass das mit dem Engagement der Bürger ein Erfolg wird - hinsichtlich der Kosteneinsparung, der optimalen Versorgung der Bevölkerung und der Akzeptanz durch die Kunden."

Vorerst vier neue Arbeitsplätze

Was auch Matthias Rödel so sieht. "Wir machen den Laden ja nicht auf Profit-Basis, sondern für das Rugendorfer Gemeinwohl. Eine schwarze Null muss natürlich sein", sagt er und kündigt sogar eine Internetpräsenz zur Baustelle und später zum Warensortiment an. In diesen Tagen rechnen die Dorfladen-Macher mit der Eintragung ins Genossenschaftsregister, wie Günther Kraus unterstreicht. Dann kann auch in die Personaldiskussion eingestiegen werden. "Der Dorfladen benötigt einen Geschäftsführer sowie vorerst drei Teilzeitkräfte."
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