Es ist ein Projekt, das die Gemüter erregt. Bei der Frage, ob es den knapp eine Million Euro teuren Geh- und Radweg entlang der B 303 zwischen Wirsberg und Himmelkron braucht, scheiden sich die Geister. Die Befürworter halten die Trasse mit Blick auf den Anschluss an das überörtliche Radwegenetz und die Sicherheit der Radler für unerlässlich, die Kritiker sprechen von purer Steuergeldverschwendung und einem völlig überdimensionierten Eingriff in die Natur.

"Das ist irre"


Einer, der die Baumaßnahme auf der 2,4 Kilometer langen Strecke von Anfang an verteufelt hat, ist Peter Frankmölle. Er ist der Sprecher der rund ein Dutzend Anwohner am Hopfengarten in Wirsberg, die durch den Geh- und Radweg und die damit einhergehende Rodung des natürlichen Schutzwalles vor ihren Anwesen ihre Lebensqualität beeinträchtigt sehen. Viele hundert Festmeter Holz seien entlang der Bundesstraße gefällt worden. "Das ist einfach irre. Das Projekt ist wider der Natur", sagt Frankmölle, der sich gewünscht hätte, dass statt viel Geld zu verbraten kostengünstig vorhandene Radwege ausgebaut und vernetzt werden. So hält er die ebenfalls geplante Trasse, die über Schlömen zur Baille-Maille-Allee nach Himmelkron führt, für viel attraktiver.

Für die Sicherheit


Auch der Bund Naturschutz und der Verkehrsclub Deutschland sieht das Projekt durchaus kritisch, das die Bürgermeister Gerhard Schneider (Himmelkron) und Hermann Anselstetter (Wirsberg) begrüßen. Schneider hält den Radweg "vom Grundsatz her für wichtig". Weil er die Anbindung der Gemeinde an das Radwegenetz des Landkreises darstellt, "die wir händeringend suchen", und weil er die Sicherheit der Radler erhöhe. "Ich habe neulich einen Vater mit seinen Kindern gesehen, der auf der B 303 unterwegs war. Auf der Straße möchte ich nicht mit Kindern fahren. Das ist ein Wahnsinn, wenn die Brummis vorbei donnern."

Mehr über das Radwegprojekt lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Bayerischen Rundschau.