Kulmbach
Lebensqualität

Der Landkreis Kulmbach befragt seine Bürger zum Thema Gesundheit

Der Landkreis Kulmbach will sich als "GesundheitsregionPlus" etablieren. Als erster Schritt wird dafür jetzt die Bevölkerung nach ihren Wünschen befragt.
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Der Landkreis startet eine Bevölkerungsbefragung zum Thema Gesundheit. Symbolbild: Stauke/Fotolia
Der Landkreis startet eine Bevölkerungsbefragung zum Thema Gesundheit. Symbolbild: Stauke/Fotolia
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Viele Faktoren wirken auf das Wohlbefinden der Menschen ein. Lebensstil, soziales Netzwerk, Lebens-, Lern- und Arbeitsbedingungen, all das kann Einfluss auf die Gesundheit eines Menschen haben. Und deshalb sollen die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Kulmbach im Rahmen einer Bevölkerungsbefragung selbst und zu Wort kommen. Der Landkreis Kulmbach will dadurch mehr über die Lebens- und Arbeitssituation, das Wohlbefinden und den Gesundheitszustand will, erläuterte bei einem Pressegespräch stellte die Geschäftsstellenleiterin der "GesundheitsregionPlus" Kulmbach, Annekatrin Bütterich, "sodass wir als Landkreis Kulmbach in Zusammenarbeit mit unseren Kommunen künftig ein noch besseres Versorgungsangebot bereitstellen können".

Die Befragung soll in der kommenden Woche beginnen. Nach dem Zufallsprinzip werden rund 3000 Personen ausgewählt. Die Beantwortung des Fragebogens ist freiwillig und soll anonym erfolgen.

Annekatrin Bütterich erklärte die Befragung. Nach einem bestimmten Stichprobenplan werden Bürger (ab 18 Jahren) aus allen Gemeinden und der Stadt Kulmbach ausgewählt. Zusammen mit dem Fragebogen erhalten sie ein Anschreiben des Landrates sowie einen freien Rückumschlag. Der Versand der Fragebögen erfolgt am 12. und 13. Dezember. Zurückerwartet werden die Fragebögen bis zum 21. Dezember. Im Fragebogen geht es unter anderem um Fragen zur Lebenszufriedenheit und Lebensqualität im Landkreis, zur psychischen Gesundheit und sozialen Unterstützung, zum allgemeinen Gesundheitszustand, zu Bewegung, Ernährung und Entspannung und zu Gesundheitsinformationen.

Alle Ergebnisse aus den Erhebungen münden in einen Gesundheitsbericht, der eine Bestands- und Bedarfsanalyse bezüglich der medizinischen Versorgung sowie Gesundheitsförderung und Prävention im Landkreis Kulmbach darstellt. Annekatrin Bütterich: "Dieser Gesundheitsbericht wird in der ersten konstituierenden Sitzung des Gesundheitsforums, dem Netzwerk aller Akteurinnen und Akteure, thematisiert. Es werden gemeinsame Ziele formuliert und Arbeitskreise gegründet, die daran weiterarbeiten."

Landrat Klaus Peter Söllner machte deutlich, dass der Datenschutz selbstverständlich berücksichtigt wird. Er wollte die ausgewählten Bürger darauf vorbereiten, dass sie in den nächsten Tagen Post vom Landratsamt erhalten. "Meine herzliche Bitte ist es, dass sich die Bürger zahlreich an der Befragung beteiligen, da uns deren Meinung sehr wichtig ist und diese in die weiteren Zielsetzungen mit einfließen wird."

Landrat Klaus Peter Söllner verwies darauf, dass der Gründung der "GesundheitsregionPlus" ein einstimmiger Beschluss des Kreisausschusses im November 2017 vorausging. Im April wurde der Antrag beim Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gestellt. Die offizielle Bescheidübergabe durch Staatsministerin Melanie Huml erfolgte im Juli an Landrat Klaus Peter Söllner und Camelia Sancu vom Gesundheitsamt. Bereits im August wurde dann eine Geschäftsstelle am Landratsamt Kulmbach eingerichtet und mit der Leitung Annekatrin Bütterich betraut.

Wie Camelia Sancu erläuterte, geht es bei der "GesundheitsregionPlus" um eine Verbesserung der gesundheitlichen Gesamtsituation der Bürger im Landkreis. Nicht zuletzt soll auch ein Handlungsfeld im Bereich Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit (Food, Nutrition and Health) in enger Zusammenarbeit mit dem künfitgen Campus in Kumbach aufgebaut werden.



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