Am 14. Oktober wird die neue Bayerische Weißwurstkönigin gewählt. Bereits zum fünften Mal in Folge findet der Wettbewerb statt. Im Finale dieses Jahr steht - als einzige Fränkin - Daniela Weiß aus Mainleus.
Die 25-jährige Betriebswirtschaftsstudentin arbeitet bereits seit Klein auf in der Metzgerei ihres Onkels. Deshalb weiß sie auch, wie schwierig es ist, einen Betrieb aufrecht zu erhalten. Die letzten drei Jahre half sie viel im Büro aus, aber am liebsten steht sie nach wie vor hinter der Verkaufstheke: "Ich unterhalte mich gerne mit den Leuten", erklärt die Finalistin. "Das macht mir an der Arbeit am meisten Spaß. Im Grunde kann ich mir ein Leben ohne den Familienbetrieb nicht vorstellen. Schließlich bin ich hier aufgewachsen."

Auf die Königinnen-Wahl ist sie eher zufällig gestoßen. "Ich habe den Artikel zur Wahl der Bayerischen Weißwurstkönigin bereits letztes Jahr in der ,Allgemeinen Fleischer Zeitung' gelesen. Dann habe ich im Internet recherchiert und einfach mal spontan eine Bewerbung geschickt. Voraussetzungen für die Teilnahme gibt es im Grunde keine. Man kann aus einer Metzgerei kommen, muss man aber nicht. Allerdings sollte man natürlich eine Verbindung zum Metzgerhandwerk haben, sonst macht das alles keinen Sinn", erzählt Daniela Weiß.


Verbindung zum Metzgerhandwerk

Um ins Finale zu kommen, hat die 25-Jährige nur eine einzige Bewerbung ausgefüllt. Aus allen 27 Bewerbungen wurden anschließend sieben Stück ausgewählt, die einen besonderen Eindruck hinterlassen haben. "Ich musste Fragen dazu beantworten, warum ich Königin werden möchte, was meine Hobbys sind und was mich aus macht. Und auch zu meiner Verbindung zum Metzgerhandwerk musste ich Angaben machen. Die Fragen habe ich recht spontan beantwortet und mich nicht verstellt. Es bringt doch nichts, wenn ich einfach irgendetwas hinschreibe, nur um gut anzukommen."

Nur beim Bewerbungsfoto habe sich Weiß im Vorfeld einige Gedanken gemacht. Mit Tracht oder ohne? Sollen Weißwürste auf das Bild? Und wo bietet sich der passende Hintergrund? Letztendlich habe sie sich von den Sieger-Fotos der letzten Jahre inspirieren lassen, gesteht die Finalistin. "Ich dachte mir, die sind immerhin schon einmal gut angekommen, also mache ich das auch so."


Designer-Dirndl für Finalisten

Das extra geschneiderte Designer-Dirndl von Astrid Söll haben die sieben Thronanwärterinnen bereits bekommen. Das werden sie am 14. Oktober zur Krönung in Bodenmais tragen.
Anreisen wird die Thronanwärterin in einem Kleinbus, denn selbstverständlich möchte ihre ganze Familie an so einem bedeutenden Tag an ihrer Seite sein.

Sollte Daniela Weiß tatsächlich gewinnen, kommen ganz neue Verpflichtungen auf sie zu: Interviews bei Radiosendern, Oktoberfestbesuche, und auch auf Weinfesten und Messen hat die Weißwurstkönigin eine repräsentative Rolle. Die Bayerische Weißwurstkönigin ist nämlich die Repräsentantin für das bayerische Metzgerhandwerk und wird bei ihren Terminen und Empfängen viele bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Film kennenlernen.

Ihre Weißwurst isst die Mainleuserin übrigens ganz gesittet ohne Haut und mit Messer und Gabel. "Ich bin definitiv kein Zutschler", erklärt sie lachend.