Buchau
Jubiläum

Der Buchauer Posaunenchor hat derzeit keine Posaunen

Vor 40 Jahren beschlossen Stammtischbrüder aus Buchau, einen eigenen Posaunenchor zu gründen.
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Werner Herold blättert in Erinnerungen. Er hat die Zeitungsausschnitte der ersten Aufführungen des Posaunenchors Buchau aufgehoben. Das Ensemble feiert am Sonntag 40-jähriges Bestehen. Foto: Katharina Müller-Sanke
Werner Herold blättert in Erinnerungen. Er hat die Zeitungsausschnitte der ersten Aufführungen des Posaunenchors Buchau aufgehoben. Das Ensemble feiert am Sonntag 40-jähriges Bestehen. Foto: Katharina Müller-Sanke
Was nicht alles aus einem Stammtisch entstehen kann. So hat sich vor 40 Jahren der Posaunenchor Buchau gegründet. Die elf Männer der ersten Stunde hatten sich bis dato regelmäßig getroffen, zum Reden oder um sich einfach auszutauschen.

Einige von ihnen hatten damals schon im Posaunenchor im nahen Peesten gespielt. Dann taten sich Robert Kolb und Hartmut Lauterbach aus Wüstendorf, Karl Herold, Werner Herold und Reinhard Gembus aus Pöhl, Ewald Heuschmann und Manfred Heuschmann aus Dörfles, Fritz Vogel aus Buchau, Ulli Herold aus Witzmannsberg und Helmut Friedlein aus Bechtelsreuth zusammen und hoben einen eigenen Posaunenchor Buchau aus der Taufe.


Auch Frauen dabei


Den Entschluss fassten sie im Januar 1977. Bereits am Sonntag nach Ostern folgte der erste öffentliche Auftritt der Blechbläser. Am 26. Mai des gleichen Jahres wurde der Chor offiziell durch den damaligen Dekan Lothar Sauer aus Thurnau gegründet. Seit dieser Zeit spielt das Ensemble bei vielen kirchlichen und weltlichen Anlässen.

Inzwischen sind natürlich auch Frauen mit dabei. Posaunen gibt es derzeit im Posaunenchor übrigens keine - Trompeten und Tenorhörner sehr wohl. Leiter Werner Herold steht dem Chor bis heute vor. Der Posaunenchor ist für ihn eine wichtige Einrichtung. Er hofft darauf, wieder mehr Nachwuchs zu generieren. Denn gemeinsam Musik zu machen, das bedeutet ihm und seinen Kollegen wahnsinnig viel - und der Aufwand ist überschaubar. Vor allem heute, wo es Bläserklassen in den Schulen gibt, würde er sich mehr Zustrom wünschen.


Der Aufwand ist überschaubar


"Es ist nicht so viel Aufwand wie zum Beispiel in einem Musikverein. Viele von uns üben nur einmal in der Woche zusammen," betont Herold. Gleichzeitig ist die Palette eines solchen Chores sehr groß: klassische und volkstümliche Stücke werden ebenso dargeboten wie Choräle.

Der 68-Jährige spielt bereits seit 50 Jahren Trompete. Er und viele seiner Kollegen geben ihr Wissen und ihr Können gerne weiter. Und um miteinander zu spielen, einen vollen Klang zu erzeugen und zu Gottesdiensten und Festen gemeinsam aufzutreten, ist so ein Posaunenchor einfach immer wieder eine willkommene Wahl.

Und so wird der Posaunenchor Buchau am Sonntag um 9 Uhr den Gottesdienst in der Buchauer Kirche umrahmen damit auch offiziell sein 40-jähriges Bestehen feiern.
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