Kulmbach

Dekan Hans Roppelt: "Den Glauben teilen"

Domkapitular Josef Zerndl hat Dekan Hans Roppelt in sein neues Amt eingeführt. Roppelt, der 18 Jahre in Stadtsteinach gewirkt hatte, ist künftig für zwei Pfarreien in der Stadt und vier Gemeinden im Landkreis Kulmbach zuständig.
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Regionaldekan und Domkapitular Josef Zerndl aus Bayreuth (links) überreichte Dekan Hans Roppelt symbolisch den Kirchenschlüssel. Foto: Werner Reißaus
Regionaldekan und Domkapitular Josef Zerndl aus Bayreuth (links) überreichte Dekan Hans Roppelt symbolisch den Kirchenschlüssel. Foto: Werner Reißaus
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Die Kulmbacher haben ihrem "neuen" Pfarrer einen überaus herzlichen Empfang bereitet. Dekan Hans Roppelt, der künftig Seelsorger für die katholischen Stadt-Pfarreien Unsere Liebe Frau und St. Hedwig sowie für die Pfarrei St. Maternus Motschenbach und die Filialgemeinden Mainleus, Thurnau und Neudrossenfeld zuständig ist, sprach auch gleich eine Einladung aus: "Mit Ihnen zusammen möchte ich den Glauben verkünden, den Glauben teilen, den Glauben an andere weitergeben, ihn feiern und durch Nächstenliebe zeigen."

Die Amtseinführung nahm Regionaldekan und Domkapitular Josef Zerndl aus Bayreuth vor. Er auch den neuen Pater Thomas Muttem willkommen, der zuletzt in der Pfarrei Seßlach tätig war und aus Indien stammt.
Er wird im gesamten Seelsorgebereich Kulmbach Stadt und Land tätig sein.

"Nicht überall gleichzeitig"

Die Amtseinführung bezeichnete der Domkapitular als Anlass der Freude für die betroffenen Gemeinden. Die kirchlichen Gremien bat Zerndl, Verständnis zu haben, wenn Hans Roppelt in seiner Arbeit Akzente setze: "Er kann nicht überall gleichzeitig sein!" Symbolisch überreichte der Regionaldekan den Kirchenschlüssel und verband damit die Hoffnung, dass es dem Dekan auch gelingen möge, die Herzen der Gemeindemitglieder zu öffnen.

"Was ich alles tun muss und tun soll, da existiert - das sage ich Ihnen ganz ehrlich - bei mir noch kein Plan", räumte der Dekan zu Beginn seiner ersten Predigt unumwunden ein. Viele hätten ihm schon in den ersten Tagen seiner Arbeit geholfen, allen voran Kaplan Alexander Brehm. Roppelt: "Helft mir bitte auch weiter! Ich brauche das!"

Der Glaube, so Roppelt, schließe die Menschen zusammen; nicht nur über Pfarrgrenzen, sondern auch über Konfessionsgrenzen hinweg. Jeder sei dazu berufen, diesen Glauben an andere weiterzugeben. "Der Pfarrer kann das nicht allein verkünden. Helfen wir einander, dann sind wir eine lebendige Gemeinde. Wenn wir das tun, dann hat auch unsere Kirche eine gute Zukunft", sagte der Geistliche.

Die Kirche sei nicht nur ein Dienstleistungsbetrieb für besondere Feierlichkeiten, nicht nur ein Verein für folkloristische Brauchtumspflege, nicht in erster Linie Hierarchie mit Herrschern und Befehlsempfängern. "Wenn das Kirche wäre, dann sollte man sie schnell vergessen", sagte Roppelt und betonte: "Jeder und jede ist hier wichtig. Und da bin ich gerne Ihr Pfarrer." Helfen und halten wir zusammen. Wie brauchen einander."

"Lieber Hans Roppelt, dass Sie nach Kulmbach kommen, ist für uns Evangelische eine riesige Freude." Mit diesen Worten hieß Dekan Jürgen Zinck den neuen Seelsorger in Kulmbach willkommen. Für den Landkreis sprach Kreisrat Oswald Purucker einen Willkommensgruß, auch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Caritas-Kreisverbands. Purucker wünschte Roppelt die gleiche Freude bei seiner seelsorgerischen Arbeit wie bereits in den vergangenen 18 Jahren in Stadtsteinach.

Guter Rat vom OB

Auch Oberbürgermeister Henry Schramm freute sich auf eine gute Zusammenarbeit mit Hans Roppelt, dem er gleich einen persönlichen Ratschlag mit auf den Weg gab: "Wenn man sich ein wenig bemüht, kann man mit den Kulmbachern gut auskommen."

Hartmut Richter hieß Dekan Roppelt und Pater Thomas Muttam als Dekanatsratsvorsitzender in ihrem neuen Wirkungskreis willkommen, Hagen Hartmann sprach als Vorsitzender des Seelsorgebereichsrates Willkommensgrüße.
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