Kulmbach

Das war schon schön, damals...

Menschen verändern sich, Traditionen und Fest auch. Das ist nichts Schlechtes. Und trotzdem: Beim Altstadtfest denkt unsere Autorin gerne an alte Zeiten.
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Bis spät in die Nacht wird beim Kulmbacher Altstadtfest gefeiert.BR-Archiv/Monika Limmer
Bis spät in die Nacht wird beim Kulmbacher Altstadtfest gefeiert.BR-Archiv/Monika Limmer

Als 1980 das erste Kulmbacher Altstadtfest gefeiert wurde, war ich zwölf Jahre alt - und die ganze Familie hat sich auf das Ereignis gefreut. Den ganzen Tag war in der gesamten Innenstadt der Teufel los. Menschenmassen schoben sich durch die Langgasse, an jeder Ecke spielte Musik, und es gab unglaublich viele gute Sachen zu essen. Altstadtfestkrapfen und Spritzkuchen bei der damaligen Bäckerei Herold zum Beispiel. Frisch rausgebacken vor der Ladentür.

Ob Haushalts- oder Spielwarenladen, Sparkasse oder Buchhändler - alle hatten Aktionen vorbereitet. So blieb es viele Jahre.

Dann verlagerte sich das Fest zunehmend auf den Abend. Essen, Trinken, Musik gibt es immer noch reichlich und für fast jeden Geschmack. Die Partymeile ist kleiner und konzentrierter geworden. Nachts steppt der Bär, tagsüber ist Ruhe. Das Altstadtfest ist immer noch ein großes Fest, das die Massen lockt. Es ist halt anders, kommerzieller, nicht mehr so vielfältig.

Früher war alles besser? Nein, das will ich nun nicht behaupten. Aber das Altstadtfest hat mir besser gefallen. Ich vermisse die Rund-um-die Uhr-Feststimmung mit Mini-Biergärten und Live-Musik an jeder Ecke, vielen Freunden aus den Partnerstädten, die privat in Gastfamilien untergebracht waren und mit denen wir stundenlang durch die Stadt gezogen sind.

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