Kulmbach
Burggeflüster

Das Sorgenkind der Stadt

Der Kulmbacher Bahnhof ist das Sorgenkind der Stadt. Keine Förderung passt für ihn. Damit wenigstens etwas passiert, hat die Bahn nun etwas eröffnet.
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Das Sorgenkind in Kulmbach: der BahnhofFoto: Stephan Tiroch
Das Sorgenkind in Kulmbach: der BahnhofFoto: Stephan Tiroch

Der Kulmbacher Bahnhof ist und bleibt das Sorgenkind der Stadt: dreckig, uneinladend und von Barrierefreiheit kann man auch nur träumen. Auch einen Ticketschalter, bei dem man vor Ort Fahrkarten kaufen oder sich beraten lassen kann, gibt es nicht mehr.

Gründe dafür, kann man bei der Bahn suchen. Bei den Förderprogrammen lässt sich der Bahnhof in keine der Gruppen einordnen. Für die Förderungen der kleinen Bahnhöfe ist er mit 1800 Zustiegen pro Tag zu groß, und für die großen Bahnhöfe mit ICE-Halt ist er dann aber auch wieder zu klein.

Was macht man dann mit so einem Bahnhof, der so ein Mittelding ist?

Die Bahn hat sich für ein neues Hilfsmittel entschieden: das Video-Reisezentrum.

Seit fünf Jahren werden an vielen kleinen Bahnhöfen diese Kabinen eingerichtet, damit dort weiterhin für jeden Bürger eine Beratungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Und das an 70 Stunden pro Woche.

Die Kulmbacher zeigen sich am Anfang zurückhaltend, doch diese Kabine lässt den Bahnhof ein kleines bisschen besser werden, als er davor war. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung ist damit getan. Aber es ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, der das wahre Sorgenkind der Stadt trotzdem kalt lässt.

Es wird noch Zeit vergehen, bis das Sorgenkind kein Sorgenkind mehr sein wird und die wirklichen Probleme angegangen werden.



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