Kulmbach
Erneuerung

Das neue Jugendzentrum in Kulmbach ist fertig umgebaut

Die Bauarbeiten in den Räumen, in die das Jugendzentrum ziehen soll, sind so weit abgeschlossen. Nun kann auch der Umzug beginnen.
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Die Umbaumaßnahmen befinden sich in den letzten Zügen. OB Henry Schramm besuchte deshalb gemeinsam mit Matthias Schmidt, Uwe Angermann und Simon Ries, ebenfalls von der Stadt, das sanierte "Bockela".Ulrike Braun
Die Umbaumaßnahmen befinden sich in den letzten Zügen. OB Henry Schramm besuchte deshalb gemeinsam mit Matthias Schmidt, Uwe Angermann und Simon Ries, ebenfalls von der Stadt, das sanierte "Bockela".Ulrike Braun
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Auf die Frage, wie der Umzug des Jugendzentrums vorangeht, antwortet der Leiter der Einrichtung, Stefan Lehner, scherzend mit: "Schleppend". Doch es bleibt beim reinen Wortwitz, denn insgesamt laufe es gut. "Von unserer Seite aus gab es keine großen Verzögerungen", so Stefan Lehner.

Das Jugendzentrum wird aufgrund von Umbaumaßnahmen aus dem bisherigen Standort in der "Alten Spinnerei" in die ehemalige Bahnhofskneipe "Bockela" umziehen. Dafür musste eine Reihe baulicher Veränderungen vorgenommen werden, die in den Händen der Stadt lagen. Nun sei das neue Juz aber baulich so weit fertiggestellt, teilte der Pressesprecher der Stadt, Simon Ries, Anfang der Woche mit.

Erst Mitte Januar habe die Stadt dafür die Schlüssel von der Bahn erhalten. Heimische Baufirmen hatten seitdem in weniger als drei Monaten unter Hochdruck daran gearbeitet, das "Bockela" in kurzer Zeit bezugsfertig zu machen.

Die Vertragsverhandlungen laufen noch

"Jetzt wurde auch der Landkreis informiert", so Simon Ries weiter. In den nächsten Tagen werde der Schlüssel dem Kreisjugendring übergeben. Das weitere Vorgehen liege nun an der Planung des Kreisjugendrings, denn das Juz wird gemeinsam von der Stadt, dem Landkreis und dem Kreisjugendring betrieben. Ein Vertrag der drei Parteien werde aktuell noch im Landratsamt ausgearbeitet. "Wir werden weiterhin eine gute Vereinbarung finden", stellte Simon Ries zuversichtlich in Aussicht.

Stefan Lehner war selbst noch nicht in den fertig restaurierten Räumlichkeiten. Gegenwärtig gibt es in der "Alten Spinnerei" auch noch genug zu tun. "Wir sind immer noch dabei, die Dinge so zu verpacken, zu sortieren und zu beschriften, dass der Umzug schnell und einfach verläuft", sagt er. Vieles sei bereits aussortiert worden, einiges verkauft, denn im "Bockela" wird weniger Platz dafür sein, die über die Jahre angesammelte Ausstattung unterzubringen. Das Büro wird dabei als letztes umziehen. Trotzdem ist die "Alte Spinnerei" inzwischen nicht mehr über das Telefon zu erreichen, da der Anschluss schon ins "Bockela" übergewandert sei.

Einige Schritte sind noch erforderlich

Jürgen Ziegler, Kreisjugendpfleger und Geschäftsführer des Kreisjugendrings, wartet noch auf die Übergabe. Erst wenn das Gebäude offiziell übergeben wurde und die vertragliche Grundlage geschaffen sei, könne der Kreisjugendring die Bestellung von erforderlichem Inventar vornehmen. "Parallel hierzu müssen die technischen Voraussetzungen, beispielsweise für Licht, die Disco, Internet oder das Tonstudio, für eine Betriebsaufnahme geschaffen werden. Wenn dann die Lieferzeiten überschaubar sind, kann mit dem Einbau des Materials, danach mit dem Umzug begonnen werden", zählt er die noch erforderlichen Schritte auf. Ein fester Umzugstag stehe deshalb nach wie vor nicht fest. "Kurzum: Es wird noch einige Tage dauern."

Kleinere Umzugsteile wollen die Mitarbeiter dabei selbst bewegen, für die großen hat das THW seine Hilfe zugesagt, wie Stefan Lehner bestätigt. Dieses sei vor allem für die technische, logistische und personelle Unterstützung notwendig, denn die Jugendlichen sollen erst nach dem Umzug wieder miteinbezogen werden, so der Leiter.

"Tag der offenen Tür" geplant

150.000 Euro kostete der Umbau insgesamt. Im "Bockela" mussten dabei vor allem die alten Böden weichen und Elektroinstallationen neu angebracht werden. Außerdem haben die Baufirmen sogar Grundrisse verändert und die Toiletten vollständig saniert, so Pressesprecher Simon Ries.

Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU), der das neue Jugendzentrum in der finalen Umbauphase besucht hat, plant einen "Tag der offenen Tür", wenn der Umzug stattgefunden hat. "Damit jeder sich ein Bild von den neuen Räumen machen kann", begründet er.

Die Aufgabe von der pädagogischen Seite aus wird es laut Stefan Lehner nun sein, nicht alles bereits einzuräumen und den Jugendlichen einen fertigen Raum zu präsentieren. Vielmehr sei es wichtig, einen Rahmen zu schaffen, um den Ort gemeinsam mit den Jugendlichen zu gestalten und zu beleben.

Denn manchen von ihnen falle es schwieriger als anderen, sich vom Gewohnten zu trennen. "Das Schlimmste wäre ein fertiges JUZ", meint Stefan Lehner in Bezug auf die Umgewöhnung. "Es wird aber ein schönes, gemütliches Haus werden."

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