Kulmbach
Einkaufszentrum

Das Kulmbacher Fritz verliert ein weiteres Zugpferd

Nach Kaufland und dem Modemarkt Adler verlässt ein weiteres Zugpferd das Kulmbacher Einkaufszentrum Fritz.
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Das Fritz verliert Ankermieter.  Foto: Alexander Hartmann
Das Fritz verliert Ankermieter. Foto: Alexander Hartmann
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Es ist der nächste schwere Schlag für das Kulmbacher Einkaufszentrum: Nach dem Modemarkt Adler und dem Kaufland, das für 2019 die Schließung angekündigt hat, verlässt zum 1. Februar nun auch die Depot-Filiale das Fritz. Mit der Kette, die Wohnaccessoires anbietet, geht ein weiteres Zugpferd verloren.

Die Neuen

Die Geschäfte-Fluktuation im Fritz ist groß. "Das ist für ein Einkaufszentrum aber nicht ungewöhnlich", sagt Maarten Koorn von der Futura Vermögensverwaltungsgesellschaft, dem Eigentümer der Immobilie. Koorn bedauert den Rückzug namhafter Mieter. Doch biete sich mit jeder Schließung auch eine neue Chance. Im Fritz würden ja auch immer wieder Neueröffnungen gefeiert, so der Unternehmenssprecher. Tedi habe eine Filiale eröffnet, das Küche & Co-Studio sei ebenso neuer Mieter wie INSO-Fashion, ein Laden, der Marken-Mode und Schuhe aus Boutique-Insolvenzen und Geschäftsauflösungen verkauft.

"Backhäusla" ist sehr zufrieden

Nicht ein, sondern umgezogen ist "Kreuzer's Backhäusla". Aus einer 30 Quadratmeter kleinen Verkaufsfläche ist eine 280 Quadratmeter große Filiale an der Seite zur Fritz-Hornschuch-Straße geworden. Die Betreiber sind sehr zufrieden. "Bei uns läuft es seit der Eröffnung im September gut. Es war von Anfang an viel los", sagt Geschäftsführerin Gaby Kreuzer. Für Maarten Koorn ist das ein Beispiel dafür, dass Geschäfte im Fritz erfolgreich sein können.

Doch auch er weiß, dass es etliche Baustellen zu beheben gibt. Für den Modemarkt Adler wird noch ein Nachfolger gesucht. In einer Übergangslösung sollen auf den Adler-Flächen im ersten Stock Trödel- und Flohmärkte veranstaltet werden. Für die Räume im zweiten Fritz-Obergeschoss ist eine neue Nutzung vorgesehen. "Dort werden Büroflächen geschaffen. Damit entstehen auch neue Arbeitsplätze", sagt Maarten Koorn.

Eine neue Rolltreppe

Der Fritz-Eigentümer malt nicht schwarz, sondern blickt nach vorn und investiert kräftig in das Einkaufszentrum. Wie Koorn mitteilt, soll schon nach dem Auszug der Kaufland-Filiale 2019 mit einem millionenschweren Umbau begonnen werden. Eine über 6500 Quadratmeter große Fläche werde modernisiert, in mehrere Teilbereiche untergliedert. Eine neue Rolltreppe soll dann für eine direkte Verbindung des Parkhauses mit seinen über 900 Stellflächen zu den Geschäften im Erdgeschoss sorgen.

Mit einigen potenziellen Mietern sei man im Gespräch, so der Unternehmenssprecher. Auch mit einem Lebensmittelmarkt, der zwar nicht auf der gesamten Kaufland-Fläche, aber in einen Teilbereich einziehen könnte. "Das wäre für die ganze Kulmbacher Innenstadt wichtig, gerade auch mit Blick auf die Universität, die ja in direkter Nachbarschaft entsteht."

Einen Schub durch die Uni erhoffen sich neben Maarten Korn auch viele Geschäftsleute. Gerade auch die im Fritz. "Mit den Studenten kann in der Stadt schon was vorwärts gehen", sagt Gaby Kreuzer von "Kreuzer's Backhäusla", die sich vorstellen kann, dass die Uni das eine oder andere neue Geschäft nach Kulmbach locken wird.

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