Kulmbach
Burggeflüster

Das kommt mir nicht in die Tüte

Beim Essen bin ich Purist. Und beim Eisessen bin ich erzkonservativ.
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Symbolbild: Alexander Heinl/dpa
Symbolbild: Alexander Heinl/dpa
Je weniger Zutaten eine Mahlzeit hat, um so besser schmeckt sie, habe ich in jahrzehntelangen Studien am eigenen Gaumen für mich herausgefunden. Und auch wenn ich natürlich immer wieder gerne Neues (aus-)probiere und meine Geschmacksknospen ab und an mal überrasche, sind es doch meist die Klassiker auf dem Teller, von denen ich nicht genug kriegen kann.
Fast schon kompromisslos konservativ bin ich allerdings beim Eis. Will heißen: mit Geschmacksrichtungen wie Avocado-Limette, Amaretto- Mohn oder Erdbeer-Balsamico kann man mich nicht locken. Ich schlecke lieber Althergebrachtes wie Vanille und Co.
Dabei kann mir niemand vorwerfen, nicht experimentierfreudig zu sein. Immerhin habe ich vor einigen Jahren sogar mal Parmesan-Eis probiert, von einem hochdekorierten Koch noch dazu. Was soll ich sagen - es war ... interessant. Dennoch bevorzuge ich meinen Parmesan gehobelt über leckerer Pasta oder geschmolzen im Risotto.
Basierend auf dieser Erfahrung werde ich getrost darauf verzichten, das Schäufele-Eis in Nürnberg zu probieren. Und auch die grau(selig)e Sorte "Beton & Asphalt", die ein Eisdielen-Besitzer inspiriert von einer Baustelle vor seiner Tür kreiert hat (Vanille mit Speisekohle) kommt mir nicht in die Tüte!


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