Blaich
Jubiläum

Das Bayerische Brauereimuseum in Kulmbach ist ein Juwel im Genuss-Mekka

Auf dem Kulmbacher Mönchshofgelände wurde am Freitag das 25-jährige Bestehen des Bayerischen Brauereimuseums gefeiert.
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Die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber im Gespräch mit Ehrenbürger Hans Albert Ruckdeschel. Foto: Sonny Adam
Die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber im Gespräch mit Ehrenbürger Hans Albert Ruckdeschel. Foto: Sonny Adam
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Vor 25 Jahren wurde das Bayerische Brauereimuseum eingeweiht: Zur großen Jubiläumsfeier kam am Donnerstag die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber nach Kulmbach. Sie bezeichnete das Museum auf dem Mönchshofgelände als "Juwel mit Modellcharakter".

"Kein Tod-Ansager"

Wenn ein Museum entsteht, habe dies meist den Hintergrund, dass eine Kultur sich verändere, dass etwas auf der Strecke bleibe. Doch genau das sei bei den Museen auf dem Mönchshofgelände nicht der Fall. Das machte Bezirksheimatpfleger Professor Günter Dippold klar. "Das Bayerische Brauereimuseum ist kein Tod-Ansager!", stellte Dippold klar.

Vielmehr habe das Museum in den vergangenen 25 Jahren alle Erwartungen übertroffen. "Es hat inzwischen prächtige Geschwister bekommen - das Bäckereimuseum und das Gewürzmuseum. Nicht zu vergessen das elegante und sehr gut funktionierende museumspädagogische Zentrum", so Dippold. Die ehemalige Industriebrache sei zu einer touristischen Attraktion geworden.

"Kulinarische Schatzkiste"

Auch die Landwirtschaftsministerin zeigte sich begeistert von der Museumsvielfalt. "Oberfranken ist nicht nur die Heimat von rund eintausend verschiedenen Biersorten, mit über 260 Brauereien findet sich hier auch die höchste Brauereidichte der Welt. Und welcher Ort würde sich in Oberfranken besser für ein Bayerisches Brauereimuseum eigenen als der Genussort Kulmbach?"

Michaela Kaniber zeigte sich von der Kompetenz für Ernährungshandwerk und Ernährungswirtschaft beeindruckt und betonte, dass Kulmbach "eine kulinarische Schatzkiste" sei: "Kulmbach hat sich rund ums Bier zu einem wahren Genuss-Mekka entwickelt", so Kaniber. Besonders imponiert habe sie die Tatsache, dass auf dem Kulmbacher Mönchshof die Bierkultur in einzigartiger Weise erleb- und erfahrbar gemacht wird. 4,3 Millionen Euro - nur aus Fördermitteln des europäischen Leader-Programms - sind in die Blaich geflossen. In Zukunft werde es in Kulmbach eine Ausbildung zum Bier-Sommelier geben. "Sie haben ein Juwel geschaffen, das in vielerlei Hinsicht Vorbildfunktion und Modellcharakter weit über Bayern hinaus hat", betonte die Landwirtschaftsministerin.

"Bierige" Reise um die Welt

Stefan Soiné, der Vorsitzende des Vorstands der Museen im Kulmbacher Mönchshof, betonte jedoch, dass nicht nur die Rückschau wichtig sei, sondern auch die Zukunft. Das Museum bringe den Besuchern Bierkultur im Wandel der Zeit nahe, zeige eine "bierige" Reise durch die Welt und präsentiere Werbung, Architektur und viele weitere interessante Aspekte.

Bei der Feierstunde würdigte Soiné - gemeinsam mit Markus Stoden und Helga Metzel - die beiden Mitarbeiter Anneliese Zapf und Martin Ständner. Beide sind von Anfang an dabei. Außerdem wurden die "Eltern" des Brauereimuseums, Sigrid Daum und Bernd Sauermann, gewürdigt.

"Das Bayerische Brauereimuseum ist eine Erfolgsgeschichte in der so vielfältigen Museumslandschaft Oberfrankens und ein Besuchermagnet in unserer Bier- und Genussregion", sagte Oberbürgermeister Henry Schramm.

Tanz, Musik und gutes Essen

Auch Landrat Klaus Peter Söllner gratulierte: "Bier und Oberfranken gehören seit Jahrtausenden zusammen."

Die Kulmbacher Büttner hießen die Ehrengäste aus nah und fern willkommen. Für eine schmissige und ur-fränkische musikalische Umrahmung sorgte die Band "Boxgalopp".

Nach den Reden tischte die Frankenfarm ein Brotzeit-Büffet auf. Das Bier stammte natürlich aus der Museumsbrauerei.

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