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Kulmbach
AfD-Politiker

"Dann sind wir nicht zu stoppen": So war der Auftritt von Björn Höcke in Kulmbach

Der Auftritt von Björn Höcke, des umstrittenen Thüringer Landesvorsitzenden der AfD, sorgt für eine volle Dr.-Stammberger-Halle in Kulmbach. So war Höckes Auftritt.
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Björn Höcke bei seinem Auftritt in Kulmbach  Foto: Monika Limmer
Björn Höcke bei seinem Auftritt in Kulmbach Foto: Monika Limmer

20.55 Uhr: Unter tosendem Beifall und "Björn, Björn"-Rufen zieht er in die Dr.-Stammberger-Halle ein: Björn Höcke - der umstrittene Landesvorsitzende der AfD Thüringen. Zum Wohl einzigen Wahlkampfauftritt in Bayern.

Mit "liebe Landsleute, liebe Patrioten" begrüßt er die Besucher im Saal. "Wenn Hundertschaften Polizei zusammengezogen werden müssen. Wenn Hunderte hysterisch schreiender Opfer der deutschen Bildungskatastrophe vor einer Halle auflaufen und versuchen, Demokratie zu verhindern und dazu noch die Kirchenglocken läuten, dann wisst ihr, dass eine Wahlkampfveranstaltung der einzig patriotischen Partei in Deutschland stattfinden soll."

"Politik für Kulmbach, für Franken" steht auf den Aufstellern auf der Bühne. Und: "Mut zur Wahrheit". Höckes Rednerpult ist mit einer Deutschlandfahne geschmückt. Er ist gekommen, um Hagen Hartmann bei dessen OB-Kandidatur zu unterstützen. Die Menschen müssten merken, dass "wir ganz normale Leute sind, die sich Sorgen um die Zukunft dieses Landes machen. Dann sind wir nicht zu stoppen", sagt er.

Höckes Auftritt bildet den Abschluss der AfD-Veranstaltung, die kurz nach 19 Uhr beginnt. Um 18.30 Uhr ist die Halle bereits gut gefüllt. Birgit Bessin, Gastrednerin und AfD-Landtagsabgeordnete aus Brandenburg, ist da. Zusammen mit OB-Kandidat Hagen Hartmann bummelt sie durch den Saal.

Um 18.50 Uhr ist die zulässige Kapazitätsgrenze der Halle erreicht, die 338 Plätze sind besetzt. Besucher werden nicht mehr eingelassen. Viele warten aber ohnehin nicht mehr vor den Toren der Halle, die von der Security geschlossen werden.

Gegen 19.15 Uhr begrüßt Hock, der sich selbst als AfD-Urgestein bezeichnet, die Besucher. Er richtet einen Gruß auch an die Demonstranten draußen, "die hoffentlich frieren". Er wisse um die Öffentlichkeitswirkung der Veranstaltung mit Höcke, sagt er.

Und weiß die Aufmerksamkeit zu nutzen, schimpft über die Grundstücksaffäre von OB Schramm. "Man macht als Oberbürgermeister keine Geschäfte mit seiner Stadt. Das ist zutiefst unmoralisch."

OB-Kandidat Hagen Hartmann hält sich zunächst zurück in Sachen Lokalpolitik und wettert über die Asylpolitik, als es zu einem Zwischenfall kommt. Eine junge Frau ruft dazwischen und wird des Saals verwiesen. Und ihr Begleiter gleich mit. Kreisvorsitzender Hock warnt: "Wer dazwischenruft, dem wird gnadenlos Hausverbot erteilt." Den AfD-Sympathisanten rät er dagegen: "Lassen Sie sich nicht provozieren."

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