Kulmbach

Da fährt was falsch

Wir Deutschen regeln uns zu Tode. Wir haben so manche Vorschrift, die man mit dem normalen Menschenverstand nicht verstehen muss.
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Das begleitete Fahren ab 17  hat sich bewährt. Was uns verwundert:  Ein Fahrlehrer,  der das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, darf nicht auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Symbolbild: Allianz/dpp
Das begleitete Fahren ab 17 hat sich bewährt. Was uns verwundert: Ein Fahrlehrer, der das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, darf nicht auf dem Beifahrersitz Platz nehmen. Symbolbild: Allianz/dpp

Wir Deutschen regeln uns zu Tode. Wir haben so manche Vorschrift, die man mit dem normalen Menschenverstand nicht verstehen muss. Schauen wir uns beispielsweise mal das begleitete Fahren ab 17 Jahren an, das Fahranfängern ja die Möglichkeit bieten soll, Erfahrung im Straßenverkehr zu sammeln. Wie der Name schon sagt, dürfen diejenigen, die die Prüfungsbescheinigung in den Händen halten, Auto fahren, wenn auf dem Beifahrersitz ein Begleiter sitzt. Das kann der 40-Jährige sein, der sein eigenes Auto längst abgemeldet hat, weil er nur noch Bus und Bahn fährt, ebenso aber die 80-jährige Oma, deren Vertrauen in die eigene Fahrtüchtigkeit längst nicht mehr das größte ist.

Nicht als Begleiter taugt aber, so sagt es das Gesetz, ein Fahrlehrer, der das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Hört sich unglaublich an, ist aber Fakt: Derjenige, der tagein tagaus jungen Leuten das Autofahren beibringt, gilt als ungeeignet. Die Altersvorgabe - Begleiter darf man erst mit 30 sein - macht auch vor der dafür besonders geeigneten Berufsgruppe nicht Halt.

Als ich das gehört habe, habe ich meinen Ohren nicht getraut. Und weiter gestaunt: Denn wer, was schätzen Sie, darf die Einweisungen der Begleiter vornehmen, die in vielen Bundesländern empfohlen wird? Sie ahnen es: Der für das begleitende Fahren nicht geeignete Lehrer - auch wenn er noch keine 30 ist.

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