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Thurnau
Ausstellung

Coronavirus: Lenzrosenmarkt in Thurnau abgesagt

Die für Ende März geplante Veranstaltung im Thurnauer Schloss wurde wegen der Corona-Gefahr vorsorglich abgesagt.
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Der Lenzrosen- und Ostermarkt (hier eine Aufnahme von 2019) findet nicht statt.Archiv/Katharina Müller-Sanke
Der Lenzrosen- und Ostermarkt (hier eine Aufnahme von 2019) findet nicht statt.Archiv/Katharina Müller-Sanke

Der Lenzrosen- und Ostermarkt, der am 28. und 29. März zum fünften Mal im Thurnauer Schloss ausgerichtet werden sollte, findet nicht statt. Es ist nach unserem Kenntnisstand die erste große Veranstaltung im Landkreis Kulmbach, die im Zuge der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden ist.

Am Dienstagvormittag hatte die bayerische Staatsregierung wegen der Ausbreitung der Infektionskrankheit Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen zunächst bis einschließlich 19. April untersagt. Für Veranstaltungen mit 500 bis 1000 Personen sollen die Behörden eine Risikobewertung vornehmen. "Im Zweifel lieber absagen", hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärt. Bis zum 19. April sind auch alle staatlichen Theater, Konzertsäle und Opernhäuser geschlossen.

Der Lenzrosen- und Ostermarkt gehört zu den Veranstaltungen im Landkreis Kulmbach, die im Frühjahr die Massen locken. "Da wären sicherlich wieder weit über 1000 Besucher gekommen", sagt der Thurnauer Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU), der die Vorgabe aus München für richtig hält, um die Ausbreitung des Virus zumindest zu verlangsamen. In Absprache mit Veranstalterin Stefanie Kober habe man den Markt nach Bekanntwerden der staatlichen Vorgabe deshalb gleich abgesagt, so Bernreuther.

Der Ostermarkt hatte 2019 rund 5000 Besucher in die Schlosshöfe und rund um das Schloss gelockt. Für die diesjährige Ausgabe hatte Stefanie Kober 110 Aussteller gewinnen können.

Verständnis für Anordnung

Die Anordnung kam für Stefanie Kober letztlich nicht überraschend. "Wir standen in den vergangenen Tagen in engem Kontakt mit der Gemeinde und haben uns schließlich dem allgemeinen Wunsch nach verantwortlichem Handeln angeschlossen. Ich persönlich bedauere zwar die Absage, denn es war alles vorbereitet und wir hätten direkt loslegen können. Aber natürlich habe in Verständnis für die getroffene Entscheidung und stelle mich hinter den Bürgermeister."

Nichtsdestotrotz sind Stefanie Kober in der langen Vorbereitungszeit bereits Kosten entstanden. "Ich hoffe, dass ich meine Aussteller entsprechend abfinden kann, etwa durch Gutschriften für die bereits geleisteten Standmieten." Gleiches gelte für die im Vorverkauf veräußerten Karten. Die 500 Freikarten, die im Vorfeld an Thurnauer Bürger verteilt wurden, können zum Ausgleich für die Ausstellungen in Königsberg (Mitte Juni) oder Kronach (September) verwendet werden. "Ich hoffe inständig, dass es bis dahin in Sachen Virus Entwarnung gibt."

Martin Bernreuther wünscht sich, dass mit Blick darauf, gesunde Menschen möglichst zu schützen, auch Veranstaltungen mit weniger als 1000 Besuchern vorsorglich nicht durchgeführt werden. Er, so Bernreuther, werde in den nächsten Tagen deshalb Kontakt mit den verschiedensten Organisatoren aufnehmen, die in Thurnau beispielsweise Vorträge in einem größerem Rahmen planen. "Ich würde es begrüßen, wenn größere Veranstaltungen in der augenblicklichen Lage abgesagt oder zumindest auf einen späteren Termin verschoben werden."

Auch Multivisionsshow abgesagt

Eine Empfehlung, der ein Thurnauer schon gefolgt ist: Günter Karittke wollte am kommenden Sonntag um 19.30 Uhr im Kutschenhaus des Schlosses seine Multivisionsshow "Schloss meets castles II" präsentieren, wird diese auf Wunsch der Gemeindeverwaltung nun aber nicht durchführen. Karittke hatte mit über 150 Besuchern gerechnet. "Ich werde sie zu einem späteren Zeitpunkt nachholen", teilt der Thurnauer mit.

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