Kulmbach
Nahverkehr

Busse in der Kulmbacher Innenstadt fahren im 30-Minuten-Takt

Ab Dezember gibt es "spürbare Verbesserungen" im Kulmbacher Stadtverkehr. Die Plassenburg wird künftig direkt angebunden.
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Volker Griesbach (links) erläutert OB Henry Schramm (Mitte) und Michael Beck vom Landratsamt Kulmbach das  neue Liniennetz für den Stadtbus. Foto: Werner Reißaus
Volker Griesbach (links) erläutert OB Henry Schramm (Mitte) und Michael Beck vom Landratsamt Kulmbach das neue Liniennetz für den Stadtbus. Foto: Werner Reißaus

Einige "spürbare Verbesserungen" im Stadtbusverkehr wird es ab Dezember geben. Die künftige Konzeption der Linien 1 bis 5 wurde gestern im Rathaus vorgestellt. Das Fahrplanheft ist das Ergebnis einer umfassenden Planung und Neuordnung des Stadtbusverkehrs.

Einfacher und attraktiver

Wie Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) betonte, sei es Aufgabe des Verkehrsplaners Volker Griesbach gewesen, "den öffentlichen Personennahverkehr im Stadtgebiet einfacher und attraktiver für die Fahrgäste zu gestalten".

So gibt es künftig erstmals einen echten 30-Minuten-Takt für die Innenstadt. Auch der Wunsch vieler Fahrgäste, die Stadthalle alle halbe Stunde mit dem Zentralen Omnibusbahnhof (Zob) zu verbinden, konnte erfüllt werden. Darüber hinaus hat die Stadt weitere Haltestellen errichtet, eine Einkaufslinie geschaffen und eine neue Stadtbuslinie installiert, die auch die Obere Stadt und die Plassenburg anbindet. Schließlich ist es gelungen, die Fahrdauer durch eine Minimierung der Umsteigezeiten zu verkürzen. Dazu trägt auch eine Bevorrechtigung für Stadtbusse an den innerstädtischen Ampeln bei. Diese wurde mit einem hohen Kostenaufwand geschaffen.

Nachhaltigkeit im Blick

Aber auch die Nachhaltigkeit unter dem Gesichtspunkt der Verringerung des CO2-Ausstoßes hatte die Stadt im Blick. Schramm: "In bester Zusammenarbeit mit dem Landkreis konnten Synergieeffekte genutzt werden und die bisherigen Stadtbuslinien 5 und 6 in den ÖPNV des Landkreises integriert werden."

Die Bewohner der Außenorte profitieren hiervon mit einer deutlichen Verdichtung des bedarfsgesteuerten Variobus-Angebotes des Landkreises im Stadtgebiet. Stadt und Landkreis hätten hierfür eine Zweckvereinbarung abgeschlossen, die die Kostenbeteiligung regelt.

Tarife bleiben unverändert

Träger ist wie bisher die Firma Stadtbus Kulmbach GmbH. Das Unternehmen wurde über ein europarechtliches Vergabeverfahren zum 1. Dezember 2019 erneut mit der Beförderung betraut. Für die Variobuslinien des Landkreises wird der Kreisausschuss heute die Vergabebeschlüsse fassen.

Erfreulich, dass sich sämtliche Neuerungen im vorgegebenen Budget hielten. Dadurch müssen die Stadtbustarife nicht angehoben werden. "Die Stadt hat mit ihren grundlegenden Verbesserungen eine Grundlage dafür geschaffen, dass die Zahl der Fahrgäste weiter steigen kann", freute sich OB Henry Schramm.

Auch Michael Beck vom Landratsamt Kulmbach zeigte sich angetan von dem "einfacheren System", das auch Teile des "Goldenen Feldes" und das Neubaugebiet in Forstlahm erschließe. Der ÖPNV werde in den nächsten Jahren ein Schwerpunkt der Arbeit sein.

Die neue Linie 5, eine Kombination aus "Plassenburg-Express" und ehemaliger Linie 4, erschließt künftig den Bereich Plassenburg und Wolfskehle. Damit ist das Wahrzeichen der Stadt jetzt auch mit dem Stadtverkehrstarif erreichbar.

Hohes Defizit

Wie OB Henry Schramm noch bekanntgab, sind 2020 für den Bereich ÖPNV einschließlich Reinigung und Unterhaltung insgesamt 933 000 Euro eingeplant. Der Anteil der Firma Schütz liegt bei 867 000 Euro, vom Landkreis fließen 212 000 Euro als Zuschuss.

Das Defizit liegt bei 720 500 Euro. Im Jahr 2017 hatte die Stadt Kulmbach noch 295 000 Euro für die öffentlichen Nahverkehr ausgegeben.

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