Untersteinach
Auskunft

Bundesverkehrsministerium: Nachträgliche Elektrifizierung bei Untersteinach machbar

Die nachträgliche Elektrifizierung der Bahnstrecke bei Untersteinach wird nicht an nicht ausreichend hohen Brücken scheitern, so das Verkehrsministerium.
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Eine Tieferlegung der Gleise  bei Untersteinach ist bei Bedarf technisch machbar.Archiv/Peter Müller
Eine Tieferlegung der Gleise bei Untersteinach ist bei Bedarf technisch machbar.Archiv/Peter Müller
Die Problematik hinsichtlich der Berücksichtigung einer eventuellen späteren Elektrifizierung bei der Planung von Kreuzungsbauwerken mit nicht elektrifizierten Eisenbahnstrecken Bamberg - Hof/Bayreuth wurde in jüngster Zeit vor allem mit Blick auf die Überführung der Bundesstraße B289 im Zuge der Ortsumgehung Kauerndorf und Untersteinach diskutiert.

Hierzu hat sich OB Henry Schramm (CSU) bereits im vergangenen Jahr an das zuständige Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gewandet und den Sachverhalt umfassend und mit Nachdruck thematisiert, wie aus einer Pressemitteilung der Stadt Kulmbach hervorgeht.

Eine schriftliche Antwort des damals geschäftsführenden, inzwischen ausgeschiedenen Bundesminister Christian Schmidt ist nun bei der Stadt eingegangen.

In dem Schreiben wird die bekannte Tatsache wiederholt, dass es die Deutsche Bahn AG abgelehnt habe, die Mehrkosten zu zahlen, die entstanden wären, wenn die Brückenbauwerke in genügender Höhe gebaut worden wären. Dies wäre notwendig gewesen, weil eine Elektrifizierung der Strecke im Bundesverkehrswegeplan nicht im vordringlichen stand.

Nachdem diese Problematik im vergangenen Jahr diskutiert worden war, hatte die bayerische Straßenbauverwaltung zu prüfen, wie nachträglich eine ausreichende lichte Höhe bei den Brücken herzustellen sei, so das Bundesverkehrsministerium. Hier habe sich ergeben, dass die Bahnstrecke später problemlos tiefer gelegt werden könnte, ohne dass sich dies auf die Standsicherheit der Bauwerke auswirke.

Auf Bitten Schramms wird nun im Bundesverkehrsministerium geprüft, wie künftig solche Vorsorgemaßnahmen finanziert werden könnten, die verhindern, dass fertiggestellte Bauwerke die Realisierung anderer Projekte erschweren oder verhindern.

Das Bundesverkehrsministerium weist auch darauf hin, dass die lichte Mindesthöhe für die Elektrifizierung von Schienenwegen, die mit bis zu Tempo 160 Stundenkilometer befahren werden, bei 5,70 Metern liege. In der Diskussion war auch schon von 6,90 Metern Höhe die Rede - dies sei aber falsch und ein Schreibfehler in den Planunterlagen gewesen.

Oberbürgermeister Henry Schramm zeigte sich zufrieden über den Inhalt des Schreibens: "Der Bundesminister hat einen gangbaren Weg eröffnet und aufgezeigt, dass eine nachträglich Elektrifizierung der Bahnlinie umsetzbar wäre. Das ist eine gute Nachricht und ein Schritt in die richtige Richtung, um unsere Verkehrsinfrastruktur wirtschaftlich und nachhaltig auszubauen und eine umweltfreundliche Mobilität zu fördern."
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