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Finanzen

Bürgerstiftungen im Landkreis warten noch auf Stifter

Die Sparkasse hat 2015 in Ködnitz, Wonsees, Kasendorf und Thurnau Stiftungen ins Leben gerufen. Doch die großen Gelder blieben bislang aus.
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Bürgermeister Andreas Pöhner hofft, dass die 2015 ins Leben gerufene Bürgerstiftung Wonsees noch ein bisschen bekannter wird. Bislang sind 5000 Euro Spenden für die Stiftung eingegangen. Diese Spenden werden für Kinderspielplätze verwendet. Foto: Sonny Adam
Bürgermeister Andreas Pöhner hofft, dass die 2015 ins Leben gerufene Bürgerstiftung Wonsees noch ein bisschen bekannter wird. Bislang sind 5000 Euro Spenden für die Stiftung eingegangen. Diese Spenden werden für Kinderspielplätze verwendet. Foto: Sonny Adam

Es klang so schön, als die Sparkasse Kulmbach-Kronach vor fünf Jahren für die Einrichtung von Stiftungen warb: Mit solch einer Stiftung hätten alleinstehende Menschen endlich eine Möglichkeit, ihr Vermögen im Ort zu belassen und zu Lebzeiten oder nach dem Tod Gutes zu tun. Ab 25 000 Euro können persönliche Namensstiftungen eingerichtet werden. Ansonsten können sich alle Menschen, die etwas für ihre Heimat tun wollen, an der Bürgerstiftung beteiligen.

"Wir haben uns damals beteiligt. Der Markt hat 5000 Euro eingebracht, die Sparkasse hat dann noch weitere 5000 Euro draufgelegt. Das ist das Stiftungsvermögen", zieht der Wonseeser Bürgermeister Andreas Pöhner Bilanz.

Genau so funktionieren auch all die anderen Stiftungen. Nach diesem Modell wurden auch in Kasendorf und in Ködnitz Stiftungen ins Leben gerufen. Im Landkreis Kronach wurden in Tettau, Küps, Steinwiesen und Weißenbrunn solche Stiftungsmodelle realisiert.

Doch wie ist die Situation nach fünf Jahren? Die Stiftung "Unser Kasendorf" hat jetzt die erste Ausschüttung beschlossen: 211,10 Euro wurden an die Jugendfeuerwehren Peesten und Kasendorf ausbezahlt. Dies beschlossen die Gemeinderäte Ende vergangenen Jahres einhellig. Und noch etwas hat sich in der Kasendorfer Bürgerstiftung verändert: Im vergangenen Jahr wurde eine Unterstiftung CVJM ins Leben gerufen. Doch Namensstiftungen, Zustiftungen oder Spenden gingen bei der Stiftung in Kasendorf bislang nicht ein.

Etwas anders sieht die Situation in Wonsees aus. "Wir haben zwar auch noch ein Stiftungsvermögen von 10 000 Euro, aber wir haben immerhin schon 5000 Euro an Spenden bekommen", zieht Bürgermeister Andreas Pöhner Bilanz. "Wir haben für die Stiftung jetzt noch nicht so viel Werbung gemacht. Ich hoffe, dass sich die Stiftung noch entwickelt - so etwas ist ja auf lange Zeit angelegt", so Pöhner. Die Spenden, die der Stiftung zugeführt worden sind, wurden bislang zur Ertüchtigung des Spielplatzes in Schirradorf verwendet. "Jetzt wollen wir auf dem Spielplatz in der Siedlung Geräte austauschen."

Der Markt Wonsees unterhält acht Spielplätze. Gemäß des Einwohnerschlüssels würden 1,2 Spielplätze ausreichen. "Aber wir wollen die Spielplätze in den Ortsteilen erhalten", so Pöhner. Der Wonseeser Bürgermeister wirbt für Spenden aller Art. Auch Spenden ab 5 Euro sind möglich. "Aber natürlich richtet sich so eine Stiftung auch an all diejenigen, die keine Verwandten haben", so Pöhner. Der Wonseeser Bürgermeister ist überzeugt, dass es richtig war, solch eine Stiftung ins Leben zu rufen. "So eine Stiftung ist auf die Ewigkeit angelegt", sagt Pöhner.

Die Stiftung in Thurnau ist dem Diakonieverein Thurnau-Hutschdorf angegliedert. Mit den Zuwendungen werden gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im Markt Thurnau zur Förderung des Gemeinwohls unterstützt - auch die konkrete Angabe der Verwendung, wie Diakonieverein, Kindertagesstätte und Kinderkrippe sind möglich. Ebenso kann jeder Verein im Markt Thurnau, der gemeinnützig anerkannt ist, benannt werden. Beträge über 200 Euro, soweit sie nicht als Spende gekennzeichnet wurden, werden dem Stiftungsvermögen zugeführt.

Derzeit befindet sich die Sparkasse Kulmbach-Kronach mit zwei weiteren Kommunen im Gespräch - möglicherweise entstehen weitere Stiftungen. "Die ausschüttungsfähigen Mittel aus Stiftungserträgen und direkten Zuwendungen zur Ausschüttung beliefen sich auf rund 30 000 Euro. Hiermit konnten 25 Empfänger ihre gemeinnützige Arbeit mit dieser zweckgebundenen Ausschüttung unterstützend finanzieren - ein wirklich gutes Ergebnis", erklärt der Stiftungsbeauftragte der Sparkasse, Andreas Schröer. "Viele Menschen haben erkannt, wie bedeutsam es in unserer Gesellschaft geworden ist, den Blick nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf andere zu richten", sagt Schröer.

Die Stiftungen im Landkreis Kulmbach

Bürger-Sozialstiftung des Diakonievereins Thurnau-Hutschdorf Leitwort: "Die Zeit vergeht, die Hilfe bleibt!" Bürgerstiftung "Unser Kasendorf" Ziel der Bürgerstiftung ist die Verwirklichung von gemeinnützigen und mildtätigen Maßnahmen und Projekten. Damit das gewünschte Bürgerengagement auch in vielfältiger Weise möglich wird, wurde der Stiftungszweck breit angelegt und reicht von der Jugendförderung über die Altenhilfe bis hin zur Natur, Kultur und zum Sport. Bürgerstiftung "Unser Wonsees und seiner Ortsteile" Das Stiftungsvermögen beträgt- wie schon am Anfang 10 000 Euro; Zustiftungen und Namensstiftungen erfolgten nicht. Bürgerstiftung "Unser Ködnitz" Die Stiftung unterstützt gemeinnützige und mildtätige Projekte in der Gemeinde.Erstmalig wurden jetzt 500 Euro an den Tierschutzverein Kulmbach für ein neues Auto ausgezahlt.

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