Kulmbach
Feuer

Brand im Asylheim Kulmbach: Großeinsatz in der Nacht

Ein Brand in der Flüchtlingsunterkunft in Kulmbach sorgte in der Nacht für einen Großeinsatz der Rettungskräfte. Nach ersten Erkenntnissen war das Feuer wohl ohne äußere Einwirkung ausgebrochen. Die Kripo ermittelt.
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Die Bewohner wurden evakuiert. Foto: Jürgen Gärtner
Die Bewohner wurden evakuiert. Foto: Jürgen Gärtner
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Der Kellerraum, der als Abstellraum diente, brannte kurz nach Mitternacht lichterloh. Beißender Rauch zog ins Treppenhaus.

Weil die Bewohner - überwiegend Familien aus Syrien - bei der Flucht Türen offen stehen ließen, wurden Zimmer verraucht, ansonsten aber wohl nicht weiter beschädigt.

In dem Gebäude befanden sich 27 Bewohner. 20 von ihnen wurden noch in der Nacht ins Schülerwohnheim (ehemaliges Hansa-Hotel) gebracht, sieben können im Hundsanger bleiben. Bis auf eine Frau, die Rauch eingeatmet hatte, gab es keine Verletzten. Acht Personen mussten mit Leitern von einem Balkon gerettet werden.

Die Feuerwehren (Einsatzleitung Michael Weich) waren mit einem Großaufgebot ausgerückt: Die Feuerwehr Kulmbach war mit zwölf Fahrzeugen inklusive der Drehleiter und 45 Mann angerückt, die Feuerwehr Höferänger war mit sechs Mann im Einsatz, die Feuerwehr Mainleus mit 12 Mann.

Fotostrecke - Brand im Asylheim Kulmbach: Großeinsatz

Acht Atemschutztrupps wurden eingesetzt, die restlichen Feuerwehrleute kümmerten sich um die Betreuung der Bewohner. Die Wasserversorgung erfolgte über umliegende Hydranten.

Auch Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) war vor Ort: "Gott sei Dank konnten sich alle retten. Ich bin unglaublich dankbar, dass nichts weiter passiert ist", sagte er sichtlich erleichtert. Nach den Worten des OB soll die Unterkunft so schnell wie möglich wieder bewohnbar gemacht werden. "Zur Not können die Menschen ein paar Tage im ehemaligen Hansa-Hotel bleiben."

Erleichterung auch bei Kreisbrandrat Stefan Härtlein: "Alles ist gut gelaufen", sagte er.

Oberbürgermeister Schramm zeigte sich dankbar "für das große Helferpotenzial", das nun innerhalb von zwei Tagen bei Großeinsätzen gefordert gewesen sei.

Auch das BRK (Leitung Maximilian Türk) und das THW waren vor Ort.

An äußeren Schäden war nicht viel zu erkennen, lediglich beim Kellerfenster war die Fassade vom Ruß schwarz.

Über die Schadenshöhe waren in der Nacht noch keine Schätzungen möglich.
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