Kulmbach
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Blaualgen: Wieder Badeverbot an der Kieswäsch

Im Badesee in der Mainaue sind wieder Blaualgen festgestellt worden. Die Stadt hat deshalb ein Badeverbot verhängt.
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An der Kieswäsch darf bis auf weiteres nicht gebadet werden.Foto: Katrin Geyer
An der Kieswäsch darf bis auf weiteres nicht gebadet werden.Foto: Katrin Geyer

An der KIeswäsch in Kulmbach herrscht ab sofort Badeverbot. Das hat die Stadt Kulmbach mitgeteilt. Der Grund: Blaualgen.

Das Problem ist nicht neu. Seit Jahren ist es in heißen Sommern immer wieder zu einer starken Vermehrung von Blaualgen gekommen und auch Badeverbote hat es in der Mainaue schon wiederholt gegeben.

Mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket sagen Stadt und Gesundheitsamt Kulmbach seit einigen Jahren den Blaualgen an der "Kieswäsch" den Kampf an. Durch regelmäßige Kontrollen sowie Reinigungs- und Beseitigungsaktionen konnte das Algenwachstum immer wieder eingedämmt werden. "Leider zeigen sich jetzt jedoch die Auswirkungen des extrem heißen und sehr trockenen Frühsommers" heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Die langanhaltende Hitzeperiode sowie die fehlenden Niederschläge im Mai, Juni und Juli hätten die Wassertemperatur dauerhaft stark ansteigen lassen. Nun hätten sich die Blaualgen zwischenzeitlich so sehr ausgebreitet, dass man auf Empfehlung des Gesundheitsamtes ein Badeverbot aussprechen müsse. "Diese Konsequenz ergibt sich aus der Sichttiefeprüfung sowie der kürzlich durchgeführten Beprobung des Wassers durch das Gesundheitsamt."

Die Blaualgen gehören zu den Cyanobakterien, die Stoffe entwickeln können, die bei dem festgestellten Größenaufkommen bei Hautkontakt oder Verschlucken des algenhaltigen Wassers Gesundheitsbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautausschläge oder Bindehautentzündungen hervorrufen können. Die Stadt Kulmbach bedauere es sehr, dass die umfangreichen Vorkehrungsmaßnahmen eine Ausbreitung der Algen nicht gänzlich verhindern konnten. "Während bei einer Reihe von anderen Gewässern in ganz Bayern und Oberfranken (z.B.: Waldbad Selb, Naturbadesee Frensdorf bei Bamberg, uvm.) aufgrund des Blaualgenbefalls bereits Badeverbote ausgesprochen werden mussten, konnte dies durch die stetigen städtischen Maßnahmen bis heute vermieden werden. Gemeinsam mit den Fachbehörden wird die Situation vor Ort weiterhin intensiv überwacht und regelmäßig geprüft."

Sobald sich die Rahmenbedingungen gebessert und die Werte den unbedenklichen Bereich erreicht haben, soll das Badeverbot wieder aufgehoben werden.

Auf die Empfehlung des staatlichen Gesundheitsamtes hat die Stadt Kulmbach mit entsprechender Beschilderung (Piktogramm und dazugehörige Erklärung) vor Ort hingewiesen. Die Stadt Kulmbach bittet die Badegäste um Verständnis und zum eigenen Schutz um Beachtung der Hinweisschilder.

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