Trebgast

"Beispiele für gelebtes Engagement": Bayerische Rundschau übergab ihre Bürgerpreise

Zum achten Mal verlieh die Bayerische Rundschau den Bürgerpreis. 2019 ging er an Elfriede Höhn, Christopher Konrad und Martina Pöhlmann.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Bürgerpreis 2019 ging an (vorne, von links) Elfriede Höhn, Martina Pöhlmann sowie Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani, die stellvertretend die Auszeichnung für den beruflich verhinderten  Christopher Konrad entgegennahm. Zu  den Gratulanten gehörten (hinten, von links) Peter Zilles ("Tafel"-Landesverband Bayern),  Verlagskoordinator Bernd Seidel, Landrat Klaus Peter Söllner, MGO-Chefredakteur Boris Hächler, BR-Redaktionsleiter Alexander Müller und Jörg Scholl (Wasserwacht).Nützel
Der Bürgerpreis 2019 ging an (vorne, von links) Elfriede Höhn, Martina Pöhlmann sowie Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani, die stellvertretend die Auszeichnung für den beruflich verhinderten Christopher Konrad entgegennahm. Zu den Gratulanten gehörten (hinten, von links) Peter Zilles ("Tafel"-Landesverband Bayern), Verlagskoordinator Bernd Seidel, Landrat Klaus Peter Söllner, MGO-Chefredakteur Boris Hächler, BR-Redaktionsleiter Alexander Müller und Jörg Scholl (Wasserwacht).Nützel
+11 Bilder

Zum achten Mal verlieh die Bayerische Rundschau den Bürgerpreis an verdiente Personen in den Kategorien Zivilcourage, Soziales und Jugendförderung. Redaktionsleiter Alexander Müller übergab die Ehrungen bei einer Feierstunde am Mittwochabend im Restaurant "Theatergarten" in Trebgast.

"Wenn wir heute wieder drei ,stille Helden' mit unserem Bürgerpreis auszeichnen, tun wir das aus der Überzeugung heraus, dass viele Menschen in unserem Landkreis Gutes tun - und wir darüber reden sollten", sagte Müller. Es gehöre auch zu den Aufgabe eines Mediums wie der BR, "einmal die in den Mittelpunkt zu rücken, die sonst nicht so sehr im Mittelpunkt stehen, vor allem weil sie sich selbst nicht dort sehen, sondern das, was sie tun, aus tiefster Überzeugung und ganz selbstverständlich tun. Sie als Leistungsträger unserer Gesellschaft und Ihr Engagement sind heute notwendiger denn je - und genau Ihr Beispiel ist es, das andere überzeugen kann und sollte, Ihnen nachzueifern."

Ludwigschorgasts Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani (CSU) nahm stellvertretend den Zivilcourage-Preis für Christopher Konrad entgegen, der beruflich verhindert war. "Es ist typisch für ihn, dass er kein großes Aufhebens um seine Person macht", sagte Leithner-Bisani und lobte den jungen Mann nicht nur für seinen Mut bei einem vereitelten Einbruch, sondern allgemein für seine Bereitschaft, sich in der Ortsgemeinschaft einzubringen und da zu sein, wann immer er gebraucht wird.

Peter Zilles, Landesvorsitzender der "Tafeln" in Bayern, würdigte als Laudator Elfriede Höhn, Leiterin der Kulmbacher Einrichtung und zugleich Zilles' Vorstandskollegin, als Frau mit viel Herzblut. "Sie lebt und liebt die Tafelarbeit mit allen Herausforderungen und hat diese Würdigung überaus verdient."

Es habe sich viel im Alltagsgeschäft der "Tafeln" verändert, machte Zilles deutlich: die Zahl und Art der Kunden, aber auch die zunehmende Bürokratie und geänderte gesetzliche Vorgaben - das alles gelte es zu bewältigen. Eine Tafel sei vergleichbar mit einem mittelständischen Unternehmen mit ausgeklügelter Logistik und einem breiten Aufgabenspektrum für die Vorsitzende. "Tafelarbeit ist aber in erster Linie Teamarbeit. Nur wo sich sich viele Menschen engagieren, können die immensen Lebensmittelmengen - bundesweit 264 000 Tonnen - an Mitbürger, denen es nicht so gut geht, weitergegeben werden."

"Die Wasserwacht freut sich, dass sie in der Person von Martina Pöhlmann für ihre Arbeit gewürdigt wird", sagte Jörg Scholl, Vorsitzender der BRK-Wasserwacht Mainleus. Die Geehrte habe sich bei der Vermittlung der Schwimmfähigkeit über Jahrzehnte verdient gemacht. "Sie kann natürlich nicht den ganzen Landkreis abdecken, aber viele konnte sie schon ausbilden." Die Rede ist von rund 1000 Mädchen und Jungen. Insofern wünschte Scholl der Preisträgerin alles Gute "für die nächsten 1000".

Landrat Klaus Peter Söllner (FW) nahm sich trotz seines vollen Terminkalenders Zeit, die Geehrten bei der Preisverleihung persönlich zu beglückwünschen. "Die Auserwählten sind hervorragende Repräsentanten unserer Bürgergesellschaft, wie man sie sich im besten Sinne vorstellt. Es ist wichtig, dass wir in unserer Gemeinschaft solche Beispiele für Zivilcourage, soziales Engagement und Jugendförderung nach außen tragen."

Es könne nicht genug herausgestellt werden, dass ein Gemeinwesen nur funktioniert, wenn Menschen hinschauen und sich mit einem gerüttelt Maß an sozialer Verantwortung für den Nächsten einsetzen. Der Landkreis Kulmbach sei mit seiner überragenden Ehrenamtsquote von rund 50 Prozent ein Beleg dafür - eine der höchsten Quoten in ganz Bayern.

Die gelungene musikalische Umrahmung des Abends übernahm das "Duo ThomKa" mit Thomas Eschenbacher und Katharina Hargens.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren