Laden...
Lindau
Dorfweihnacht

Beim Lindauer Krippenspiel folgen drei Waisen dem funkelnden Stern

Rechtzeitig vor Beginn der Lindauer Dorfweihnacht hatte Frau Holle noch einmal ihre Betten aufgeschüttelt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bei den drei Waisenkindern (Marion Dippold, Thorsten Eichner und Christina Taylor) ist der Eilbote (Werner Eichner) gestürzt und hat einen Brief verloren. Dieter Hübner
Bei den drei Waisenkindern (Marion Dippold, Thorsten Eichner und Christina Taylor) ist der Eilbote (Werner Eichner) gestürzt und hat einen Brief verloren. Dieter Hübner
+3 Bilder

Ein herrlicher Duft stieg den vielen Besuchern dieser Traditionsveranstaltung ohnehin schon von Weitem in die Nase, denn der Basar verbreitete allerlei verlockende und verführerische Gerüche, angefangen von der Bratwurstbude, über geräucherte und gebackene fränkische Schmankerl bis zum Glühwein im sehr gut frequentierten neuen Feststadel.

Chöre sangen

Nach einer Einstimmung durch die Chorgemeinschaft Feuln-Waizendorf-Lindau unter dem Dirigat von Christian Knörrer und dem Trebgaster Posaunenchor unter der Leitung von Karin Schulz sowie der Begrüßung durch den Sprecher der Ortsvereine, Christian Potzel, warteten vor allem die vielen Kinder gespannt und ungeduldig auf das Krippenspiel.

Zum 25. Mal Regie geführt

Jürgen Peter, der zum 25. Mal Regie führte, hatte sich dazu eine etwas andere Geschichte einfallen lassen, bei der dieses Mal drei Waisenkinder und ein Eilbote im Mittelpunkt standen und eine Märchenerzählerin die verbindenden Texte las.

Schon erschien ein etwas schusseliger Postbote. Der hatte an diesem Tag sichtlich Stress, denn er musste 1000 Eilsendungen zustellen. "Wie soll ich des denn schaffen. Do werd ich doch nie fertig", zauderte er. Prompt verlor er einen Brief.

Aufbruch in ein Abenteuer

Das Schreiben war an alle Weisen und Gelehrten gerichtet. Drei nicht sehr belesene Waisenkinder fanden den Eilbrief, in dem von einem neuen Stern berichtet wird. Sie waren sicher, dass sie mit den "Weisen" gemeint waren. Damit begann für sie ein Abenteuer, das sie sich nicht erträumt hatten.

Sie waren neugierig, was sich hinter diesem Stern verbarg, der in der Nacht so hell und in bunten Farben funkelte, und sie folgten ihm. Auf ihrem Weg über Hügel, durch Wüsten und dunkle Täler teilten sie ihr Essen mit hungernden Kindern und fielen Räubern in die Hände, die ihnen ihre wenigen Habseligkeiten abnahmen.

Erst Enttäuschung, dann große Freude

Trotzdem gaben sie nicht auf und folgten weiter dem Stern, der schließlich über einem ärmlichen Stall stehen blieb, in dem sie den neuen König der Welt in einer Krippe liegend fanden, in Windeln gewickelt und auf Stroh gebettet. Enttäuscht, weil sie ja einen prunkvollen Palast erwartet hatten, fühlten sie sich zuerst veralbert, bis ihnen Josef und Maria erzählten, was geschehen war.

Das Glück war vollkommen, als später noch in prachtvollen Gewändern die "drei Weisen" im Stall eintrafen.

Nach dem Happy End verteilte der Nikolaus noch Geschenke aus seinem Sack.

Verwandte Artikel