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Kulmbach
Glosse

Bei eingeschränkter Sicht: Nebelkerzen an!

Dieser Text richtet sich an alle, die immer noch dem Irrglauben anhängen, Autofahren mit Licht am Tag sei verboten. Ist es niiiicht!
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Symbolbild: Uwe Zucchi/dpa (Archiv)
Symbolbild: Uwe Zucchi/dpa (Archiv)
Angeblich haben ältere Semester in der Fahrschule noch gelernt, dass erst bei einbrechender Dunkelheit die Front-Illumination des Vehikels gezündet werden darf. Autofahren aber hat nicht nur was mit Selber-Sehen zu tun, sondern auch mit Gesehen-Werden. Wenn, wie derzeit bei diesiger Witterung und Schnee-Gekreusel, selbst mittags die Sichtweite keine 50 Meter beträgt, ist man für jedes Anhaltskomma dankbar, um das rechtzeitig als Fahrzeug auszumachen, was da in der Suppe vor einem kreucht oder aus derselbigen entgegenkommt.

Und lasst Euch gesagt sein: Das milchige Undurchdringliche über dem Asphalt ist Nebel - auch wenn es dazu am Straßenrand weiter keine schriftliche Einlassung in Tafelform und mit blinkenden LED-Leuchtbuchstaben gibt (ich weiß, ich weiß, der Deutsche hat es gern schriftlich, sonst glaubt er's nicht). Ich schließe mich Kabarettist Volker Pispers an, der zu Nebelwarnschildern einst trefflich bemerkte: "Entweder es ist Nebel - oder ich kann das Schild lesen!"
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