Bayreuth
KinderUni

Bayreuther KinderUni: Von Stechmücken und Computerspielen

Im Juli startet die mittlerweile 13. Auflage der KinderUniversität Bayreuth. Sie findet im Audimax statt, dem größten Hörsaal der Uni.
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Inken, Emma, Leander und Professor Gutheprivat
Inken, Emma, Leander und Professor Gutheprivat

In insgesamt vier Vorträgen mit Bildern und Experimenten erleben Kinder, was die Wissenschaft aus verschiedenen fachlichen Blickwinkeln zu verschiedenen Themen herausgefunden hat. Professorinnen und Professoren geben spannende Antworten auf scheinbar einfache Fragen.

Die KinderUni für Schülerinnen und Schüler der 2. bis 6. Jahrgangsstufen aller Schularten will die Neugierde von Kindern aufgreifen und ihnen Wissen auf hohem Niveau mit Freude vermitteln, die Begeisterung der Kinder für wissenschaftliche Fragestellungen wecken, einen neuen Bildungsort für Kinder in der Region erschließen, Kindern Anregungen zum Weiterdenken und -fragen geben und allen Kindern Zugang zu außerschulischer Bildung ermöglichen.

Gleich beim ersten Besuch bekommt jedes Kind ein persönliches Studienbuch. Darin wird jede Teilnahme an einer Vorlesung durch einen Stempel mit dem Motiv eines Raben bestätigt. Der Rabe als Sinnbild für Intelligenz und Lernvermögen ist das Maskottchen der KinderUni Bayreuth. Wer mindestens drei Vorlesungen besucht hat, kann an einer Verlosung von Buch- und Sachpreisen teilnehmen. Die Teilnahme an der KinderUniversität ist kostenlos; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Auch für die Begleitpersonen gibt es unterhaltsame Angebote: Professoren referieren im benachbarten NW I-Gebäude. Es gibt die Möglichkeit für einen Besuch bei den Spinnen (3.7.), bei den Aquarien (10.7.) und bei den Glasbläsern (17.7.) sowie eine Führung durch den Ökologisch-Botanischen Garten (24.7.). Für Besucher sind auch der "Frischraum" (bis 20 Uhr) und die Cafeteria (bis 18 Uhr) geöffnet.

Folgende Vorträge können besucht werden: Mittwoch, 3. Juli, 17.15 Uhr: Professor Dr. Michael Guthe, Angewandte Informatik V - Graphische Datenverarbeitung: Computerspiele - Wie funktionieren die

eigentlich?

Hinter vielen Computerspielen steckt eine unglaubliche Menge an fortschrittlichen Technologien, die auch für viele andere tägliche Anwendungen eingesetzt werden. In dem Vortrag soll die Technologie

hinter einem Computerspiel angeschaut werden. Dabei wird zu sehen sein, wie "intelligent" Computer und Computerspiele heute wirklich sind.

Mittwoch, 10. Juli, 17.15 Uhr: Juniorprofessor Dr. Georg Herink, Experimentalphysik VIII - Ultraschnelle Dynamik: Echte Laserschwerter - jetzt wird´s gefährlich!

Gibt"s das Laserschwert wirklich? Was ist eigentlich ein Laser? Und wie hört er sich an? Wieso ist er gefährlich? Wie benutzt man ihn als Werkzeug oder im OP? Mit Experimenten werden diese und weitere Fragen "beleuchtet".

Mittwoch, 17. Juli, 17.15 Uhr: Juniorprofessorin Dr. Ulrike Beisel, Kultur und Technik in Afrika: Das gefährlichste Tier der Welt

Stechmücken sind mit dem bloßen Auge leicht zu übersehen, allerdings in einem ruhigen nächtlichen

Schlafzimmer oft nicht zu überhören. In der Tat gehören Stechmücken zu den gefährlichsten Tieren

der Welt, geschätzt eine Million Menschen sterben jährlich an tropischen Krankheiten, die von Stechmücken übertragen werden. In diesem Vortrag lernen die Kinder Stechmücken etwas näher kennen und erfahren, was wir Menschen dafür tun, um ihnen ihr mörderisches Handwerk zu legen.

Mittwoch. 24. Juli, 17.15 Uhr: Professorin Dr. Ruth Janal, Zivilrecht VIII - Bürgerliches Recht, Immaterialgüterrecht und Wirtschaftsrecht: Apps und Recht - Welche Regeln gelten für WhatsApp,

Youtube, Clash of Clans, usw.?

Wir klicken gerne auf die bunten Bilder auf Handy oder Tablet, um Spaß zu haben. Aber welche Regeln

gelten eigentlich für Computerspiele, Messenger und Videoportale? Dürfen Kinder bei Clash of Clans Juwelen kaufen? Was passiert, wenn man über WhatsApp beschimpft wird? Darfst Du auf YouTube Dein Lieblingslied hochladen? Darüber wollen wir gemeinsam sprechen!

Im Vorfeld der ersten Veranstaltung, in der es um Computerspiele geht, haben drei Kinder ein kleines Interview mit Professor Guthe geführt:

Leander: Welches sind die bekanntesten Computerspiele?

Professor Guthe: Das hat tatsächlich in letzter Zeit niemand untersucht.

Emma: Welches Computerspiel ist am beliebtesten?

Professor Guthe: Das ist je nach Alter und bei Jungs und Mädchen unterschiedlich. Insgesamt teilen sich Minecraft und FIFA den ersten Platz.

Inken: Welches Spiel hat am meisten Geld eingespielt?

Professor Guthe: Das Spiel, das am meisten Geld eingespielt hat, ist "World of Warcraft" mit etwa neun Milliarden Euro.

Leander: Sammeln Computerspiele Daten über mich?

Professor Guthe: Einige Spiele tun das, das steht dann immer in der "Lizenzvereinbarung" drin. Die ist aber meistens so lang, dass man sie gar nicht liest.

Emma: Woran merkt man, dass man spielsüchtig ist?

Professor Guthe: Das merkt man, wenn man anfängt, andere Sachen zu vernachlässigen, um zu spielen. Das können die Freunde, Familie oder auch die Schule sein. Besonders bei der Schule merkt man es, wenn die Noten plötzlich schlechter werden.

Inken: Braucht man bestimmte Geräte, um ein Computerspiel zu entwickeln?

Professor Guthe: Nein, dazu reicht ein ganz normaler Computer aus.

Leander: Sind Computerspiele intelligent?

Professor Guthe: Das hängt davon ab, wie man Intelligenz genau versteht. In den meisten Spielen gibt es Computergegner oder computergesteuerte Mitspieler, die mehr oder weniger intelligent handeln.

Emma: Gibt es Computerspiele, die für alle Altersgruppen geeignet sind?

Professor Guthe: Ja, da gibt es sogar sehr viele. Erkennen kann man sie an der USK-Kennzeichnung, da steht dann "ab 0 freigegeben".

Inken: Können Kinder auch selbst Computerspiele entwickeln?

Professor Guthe: Ja, zum Beispiel mit "Scratch". Da schreibt man keinen Text als Programm, sondern fügt Regeln über grafische Elemente zu einem Spiel zusammen.

Leander: Kann in einem Computerspiel etwas passieren, was der Programmierer nicht will?

Professor Guthe: Ja, das kommt sogar ziemlich oft vor. Meistens ist dann beim Programmieren ein Fehler passiert, der nicht sofort aufgefallen ist. Der wird dann durch einen sogenannten Patch behoben, den man sich runterladen muss.

Emma: Sind Computerspiele gefährlich?

Professor Guthe: Da würde ich Computerspiele mit Filmen vergleichen. Auch von denen kann man Albträume kriegen.

Inken: Haben Sie Kinder?

Professor Guthe: Ja, ich habe eine Tochter.

Leander: Freuen Sie sich schon auf die KinderUni?

Professor Guthe: Ja, ich freue mich darauf und bin schon sehr gespannt, wie es ist, eine Vorlesung mit so vielen Kindern zu machen.

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