Wirsberg
Städtebau

Baustelle in Wirsberg gleicht einem Bienenstock

Der barrierefreie Umbau des Wirsberger Ärztehauses in der Herbert-Kneitz-Straße geht seinem Ende entgegen.
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Zurzeit geht es auf der Wirsberger Ärztehaus-Baustelle zu wie in einem Bienenstock. Foto: Werner Reißaus
Zurzeit geht es auf der Wirsberger Ärztehaus-Baustelle zu wie in einem Bienenstock. Foto: Werner Reißaus
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"Barrierefreiheit hat ihren Preis!" Der Wirsberger Bürgermeister Hermann Anselstetter (SPD) weiß, was er sagt. Der Umbau am Ärztehaus in der Herbert-Kneitz-Straße ist finanziell fraglos eine Herausforderung für die Marktgemeinde. Hinzu kommt der Spagat, dass die Arbeiten zum Teil während des Betriebes zweier florierender Arztpraxen vorgenommen werden müssen.

Derzeit gleicht die Baustelle einem Bienenstock. " Alles läuft auf Hochtouren", sagte Anselstetter bei einem Ortstermin mit Architekt Hans-Hermann Drenske und seiner Mitarbeiterin Vanessa Dumproff. Es sei ein Glücksfall, dass man auf einheimische Firmen wie Müller-Bau, Elektro-Wanderer und Gebhardt zurückgreifen könne.

Scheunen sind abgebrannt

Die Umbaukosten beziffern sich laut Bürgermeister auf rund 460 000 Euro, aus dem Städtebauförderungsprogramm erhalte die Gemeinde einen Zuschuss von 146 000 Euro.

Anselstetter verwies darauf, dass ursprünglich auf dem Grundstück an der Herbert-Kneitz-Straße mehrere Bauernscheunen standen, die bei einem Großbrand in Schutt und Asche gelegt wurden.

1951 habe der Markt Wirsberg dort ein Acht-Familienwohnhaus mit dem Postamt und einer Zahnarztpraxis errichtet, das bereits mehrmals modernisiert worden sei. "Das aktuelle Projekt erfordere aber schon besonders viel Energie und Einsatz von allen Beteiligten."

Großer zeitlicher Druck

Ziel des sehr ehrgeizigen Projekts sei die Barrierefreiheit für die Gemeindebücherei, ein Heimatarchiv, die Allgemeinarztpraxis und die Zahnarztpraxis. Die Behinderten- und Seniorenfreundlichkeit stehe im Vordergrund, die baulichen Eingriffe seien erheblich.

Zudem stünden die Handwerksfirmen und das Planungsbüro unter einem großen zeitlichen Druck, sagte Bürgermeister Hermann Anselstetter.

Er dankte allen Beteiligten. Nicht weniger als 14 Handwerksbetriebe seien auf der Baustelle tätig oder tätig gewesen, davon allein elf aus dem Landkreis Kulmbach.



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