Wirsberg
Gemeinderat

Baukosten für die Kita Wirsberg steigen um 25 Prozent

Die notwendige Erweiterung der Herbert-Kneitz-Kindertagestätte ist mittlerweile mit 2,2 Millionen Euro veranschlagt. Im nächsten Jahr soll Start sein.
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Architekt Hans-Hermann Drenske, Kulmbach, hatte dazu in der Sitzung des Marktgemeinderates am Dienstagabend auch die aktuelle Planung und Kostenschätzung vorgelegt. Während die Planung auf ungeteilte Zustimmung im Gremium stieß, zeigte Bürgermeister Hermann Anselstetter (SPD) kein Verständnis dafür, dass die baulichen Veränderungen im bestehenden Gebäude, die allein Kosten von 300 000 bis 400 000 Euro verursachen wird, nur relativ gering gefördert wird: "Wir sind von 80 Prozent ausgegangen, und das werden wir nicht akzeptieren!" Die Kosten belaufen sich insgesamt auf 2 206 750 Euro auch aktualisiert.

Zwischenzeitlich wurde auch eine weitere, längerfristige Bedarfserhebung vorgenommen, die als Ergebnis brachte, dass die Geburtenzahlen im Gemeindebereich Wirsberg seit dem Jahr 2010 nach oben gingen und durchschnittlich bei 19 Kindern im Jahr liegen. Derzeit werde die Kindertagesstätte von 124 Kindern besucht, wobei von den 83 Krippen- und Kindergartenkindern 25 aus anderen Gemeinden die Einrichtung besuchen. Bei den 41 Hortkindern kommen dagegen nur sieben Kinder von auswärts. Die Gründe dafür, dass Kinder von Nachbargemeinden die Einrichtung in Wirsberg besuchen, sind nach den Worten von Bürgermeister Hermann Anselstetter unterschiedlich. Ein Grund sei das Projekt "Kita plus", das den Eltern erweiterte Öffnungszeiten anbietet.

Mit der aktuellen Planung werde vor allem die räumliche Zuordnung der Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze verbessert, die aber einen größeren Eingriff als ursprünglich geplant in den Altbau notwendig machen. Und gerade diese Maßnahmen, die zur Verbesserung des täglichen Ablaufes beitragen werden, sollen nunmehr nicht in dem Maße gefördert werden wie der Neubau.

Für Bürgermeister Hermann Anselstetter gab es deshalb nur eine Entscheidung: "Entweder wir gehen wieder zurück auf unsere alte Planung oder wir erhalten für die Planungsänderung die gleiche Förderung. Dass wir den Wunsch der Regierung erfüllt haben, dafür sollen wir jetzt bestraft werden, das ist in keiner Weise verständlich. Die jetzige Lösung ist sehr abgerundet und durchdacht. Wir hoffen, dass hier die Vernunft siegt."

Architekt Hans-Hermann Drenske stellte fest, dass die inzwischen vorgenommenen Planungsänderungen auch Sinn machen. Für zweiten Bürgermeister Karl Heinz Opel stellt die Steigerung der Baukosten mit rund 25 Prozent keine "Kleinigkeit" dar: "Man kann von uns nicht verlangen, dass wir die Kosten für den Eingriff in den Altbau selber schultern."

In der weiteren Aussprache wurde die aktuelle Planung für sinnvoll und wünschenswert angesehen, doch es müsse alles daran gesetzt werden, dass der Marktgemeinde für die Erweiterung der Kindertagestätte eine höchstmögliche staatliche Förderung gewährt wird. Unter dieser Voraussetzung stimmte der Marktgemeinderat auch der vorgelegten Planung und damit auch dem Raumprogramm einstimmig zu. Noch vor Weihnachten soll es einen Termin bei der Regierung von Oberfranken geben. Bürgermeister Anselstetter: "Wir müssen die Regierung bitten, dass wir schnellstmöglich unseren Zuwendungsantrag mit einer Höchstförderung genehmigt bekommen, denn es geht um wahnsinnig viel Geld."

Zustimmung fand die alternative Wegeführung für den Hegnichweg zwischen der Buchleithe und dem Hegnichweg. Damit wird die vorhandene Wegeführung entschärft, der Marktgemeinde entstehen hier Kosten von rund 6000 Euro. Bürgermeister Hermann Anselstetter dankte hier den Grundstückseigentümern, die sich aufgeschlossen und verständnisvoll zeigten. Die für das Haushaltsjahr 2018 eingeplante WC-Sanierung im Erdgeschoss des Rathauses wird erst im kommenden Jahr umgesetzt. Hier muss mit Kosten von rund 14 000 Euro gerechnet werden.

Zuschüsse und Tempo 30

Dem TSV Wirsberg wird für seine Sanierungsmaßnahmen am Sportheim ein Zuschuss von 1000 Euro gewährt. Für kurzfristig durchgeführte Sanierungen an fünf Kanalschächten muss der Markt Wirsberg mit Kosten von rund 4000 Euro rechnen. Befristete Verkehrsberuhigungsmaßnahmen mit Tempo 30 sollen an der Kreisstraße im Bereich der Kindertagesstätte und der Klinik "Adlerhütte" angeordnet werden.

Gemeinderätin Iris Blätterlein (SPD) bat um eine Entschärfung der Parksituation im Einmündungsbereich Vogtsgarten/ Kosertal. Und Gemeinderätin Sabine Leuschner (FW) erkundigte sich nach dem Stand der Ansiedlung des Norma-Marktes. Bürgermeister Anselstetter ließ wissen, dass die Norma derzeit viele Projekte in der Umsetzung habe, doch sobald der Generalunternehmer feststeht, werde mit den Arbeiten begonnen.



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