Lanzendorf
Zwischenbilanz

Bauarbeiten an der Lanzendorfer Talbrücke sind voll im Zeitplan

Die Erneuerungsarbeiten der Talbrücke bei Lanzendorf über die Autobahn A 9 kommt gut voran. Nach Aussagen des Leiters der Autobahndirektion Nordbayern, Thomas Pfeifer, liegt das Projekt aktuell voll im Zeitplan. Wir beantworten die wichtigsten Fragen dazu.
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Die Talbrücke bei Lanzendorf ist eines der großen Bauprojekte im Landkreis. Foto: Werner Reißaus
Die Talbrücke bei Lanzendorf ist eines der großen Bauprojekte im Landkreis. Foto: Werner Reißaus

Warum wird dort gebaut?

Durch die starke Beanspruchung der Brücke in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten hatten sich erhebliche Schäden gezeigt - etwa eine starke Spurrillenbildung im Fahrbahnbereich. Bauartbedingt waren die Fahrbahnübergänge beim Überfahren auch sehr laut und - zum Ärger von in der Nähe lebenden Anwohnern - weithin hörbar.

Welchen zeitlichen Rahmen gibt es?

Bis Ende des Jahres soll das Vorhaben abgeschlossen werden. Seit Mitte/Ende Juli wird die Fahrbahn Richtung Berlin saniert.

Ist das realistisch?

Der Leiter der Autobahndirektion Nordbayern, Thomas Pfeifer, sagt Ja. Aktuell habe man die Abdichtung fertigstellen können, der leuchtend rote Belag sei neu, ebenso die Kappen. Wichtige Arbeiten könne man nur bei größtmöglicher Trockenheit, die derzeit gegeben sei, erfolgreich durchführen. Was ihn vor allem zuversichtlich stimmt ist die Zuverlässigkeit des Personals vor Ort. "Das ist heute ja nicht mehr selbstverständlich", sagt er. Immerhin sei dies eine der größten Autobahnbrücken in Nordbayern. "Da haben wir viel Manpower und Maschinen im Einsatz."

Wie läuft aktuell der Verkehr an der Baustelle?

Nicht immer war vor allem am Anfang der Bauphase alles so organisiert, dass der Verkehr störungsfrei laufen konnte, die Straßenbauer mussten hier auch erst Erfahrung gewinnen. So reagierte die Autobahndirektion auf Protesten aus Himmelkron wegen der Sperrung der Anschlussstelle und reduzierte sie auf eine Teilsperrung in Fahrtrichtung Nürnberg zwischen Montag, 4 Uhr, und Mittwoch, 10 Uhr, die aktuell auch noch gilt. Im April wurden aus fünf Spuren vier, weil sich auf Grund der geringen Breite der Fahrspuren immer wieder Staus gebildet hatten. Aktuell, sagt Thomas Pfeifer, sei der Verkehrsablauf "entspannt", nicht zuletzt auf Grund der bayerischen Ferien. "Übers Jahr gesehen sind die Ferien immer verkehrsärmer - Maximalbelastungen haben wir im April und Ende September/Oktober". Die Umleitung für Fahrer, die auf der A 70 von Bamberg kommend in Richtung Berlin fahren wollen über die Anschlussstelle Bayreuth Nord wird nach Beobachtungen der Autobahndirektion "überwiegend beachtet".

Wie geht es weiter?

Bereits im September werden die Arbeiten für das nächste Teilstück vergeben. Saniert wird dann nächstes Jahr die Richtungsfahrbahn Nürnberg der A9 ab der Anschlussstelle Marktschorgast bis zur dann fertiggestellten Talbrücke Lanzendorf. Im April 2020 wollen die Straßenbauer mit den Vorarbeiten beginnen. Dann soll zunächst die Richtungsfahrbahn Berlin ertüchtigt werden, weil der gesamte Verkehr später ja über sie abgewickelt wird.

Werden sich die Arbeiten weiter auf die Anschlussstelle Himmelkron auswirken?

Ja, nach Auskunft Pfeifers wird es auch dann eine Limitierung der Anschlussstelle geben. Man werde hier zuvor mit Simulationen arbeiten, um genau Rahmendaten festzulegen. Allerdings habe es noch keine Verkehrsbesprechung gegeben, die endgültig entscheiden wird.

Und 2021?

Da wird dann die Fahrbahn von der Talbrücke Lanzendorf bis zur Anschlussstelle Marktschorgast erneuert. In diesen zwei Jahren werden also auf einer Gesamtlänge von 16 Kilometern auch Unterführungen, Lärmschutzwände und Straßenausstattung instandgesetzt oder auf den neuesten Stand gebracht.

Das Projekt Talbrücke Lanzendorf

Länge 1093 Meter

Fläche 39500 Quadratmeter

Überbauhöhe 3,75

Größe Höhe über Tal 36 Meter

Kosten 20 Millionen Euro

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