Marienweiher
Kirche

Basilika Marienweiher erhält ein neues Papst-Wappen

Vor 20 Jahren wurde die Wallfahrtskirche Marienweiher zur päpstlichen Basilika erhoben. Jetzt erhält sie zum dritten Mal ein Schild, das ihren besonderen Status auch nach außen hin dokumentiert. Das Wappen Benedikts XVI. wird gegen das seines Nachfolgers Franziskus ausgetauscht.
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Ebenfalls neu in Marienweiher: Die offizielle Vatikanfahne, die Pilgerbüro-Leiter Jörg Schmidt und Pfarrer Alard Maliszewski präsentieren und die künftig vor der Basilika wehen wird. Fotos: Matthias Beetz
Ebenfalls neu in Marienweiher: Die offizielle Vatikanfahne, die Pilgerbüro-Leiter Jörg Schmidt und Pfarrer Alard Maliszewski präsentieren und die künftig vor der Basilika wehen wird. Fotos: Matthias Beetz
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Noch hängt das Wappen von Papst Benedikt XVI. über dem Eingang der Wallfahrtsbasilika Marienweiher. Doch die Vorbereitungen für den Austausch der Darstellung sind nach seinem Rücktritt und der Wahl von Franziskus zum Nachfolger schon getroffen.

"Wir sind verpflichtet, das Wappen an einer zentralen Stelle aufzuhängen, weil damit ausgedrückt wird, dass der Papst eine besondere Beziehung zu dieser Kirche hat", erklärt Pilgerbüro-Leiter Jörg Schmidt zu der Gepflogenheit, die seit 1993 mit Gewissenhaftigkeit ausgeführt wird.

Jörg Schmidt, Leiter des Pilgerbüros by Infranken.de

Papst Johannes Paul II. war es vor 20 Jahren, der die Wallfahrtskirche mit dem Ehrentitel Basilika ausstattete und damit der Tatsache Ausdruck verlieh, dass das Gotteshaus von überörtlicher Bedeutung ist. "Das ist auch das entscheidende Kriterium für die Erhebung", erklärt Schmidt und verweist darauf, dass deswegen die meisten Wallfahrtskirchen diesen Ehrentitel tragen.

"Natürlich sind wir stolz auf diese Ehrenbezeichnung, und das umso mehr, als es in ganz Oberfranken nur drei weitere Basiliken gibt - den Dom in Bamberg und die Kirchen in Vierzehnheiligen und Gößweinstein."

Erhebung an Himmelfahrt
Mit Wirkung zum 15. August - also zu Mariä Himmelfahrt - hatte Johannes Paul II. 1993 Marienweiher zur Basilika ernannt, wenige Wochen später kam der damalige Bamberger Erzbischof Elmar Maria Kredel in den Wallfahrtsort, um in einem feierlichen Gottesdienst das päpstliche Dokument zu verlesen. Später fand das Schreiben aus Rom einen Ehrenplatz im Altarraum. Nur wenige Schritte von der Stelle entfernt, wo seit 2005 auch das Wappen von Johannes Paul II. nach dessen Tod hängt.

Max Scherer hatte damals das Wappen von Bendikt XVI. geschnitzt, so dass es über dem Kircheneingang angebracht werden konnte.

Jetzt, acht Jahre später, ist Scherer wieder gefordert, damit das neue päpstliche Wappen die Wallfahrtsbasilika zieren kann.

Vatikanfahne zum Jubiläum
Passend zum Jubiläum "20 Jahre Wallfahrtsbasilika Marienweiher" wird heuer auch erstmals neben der gelb-weißen Kirchenfahne und der Fahne mit den fränkischen Farben Rot und Weiß die offizielle Vatikanfahne wehen, wie Pfarrer Alard Maliszewski erklärt.

Dass das erstmals nach der Wahl von Papst Franziskus möglich wurde, freut den Franziskanerpater natürlich besonders. "Es ist eine große Freude, dass nach 800 Jahren die Ideale des Heiligen Franziskus so lebendig sind", sagt er und sieht die Namensgebung durchaus als "prophetisches Zeichen, dass wir auf etwas Neues warten und etwas Neues bauen dürfen". Immerhin sei der Heilige Franziskus von Gott mit der Aufforderung berufen worden "Bau meine Kirche wieder auf."



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