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Marktschorgast
Bürgerversammlung

Barrierefreier Marktplatz Marktschorgast: Der nächste Schritt

Knapp 50 Bürger waren am Freitagabend zur Bürgerversammlung in den Pfarrsaal der Katholischen Kirchengemeinde gekommen, um ihre Anliegen vorzutragen.
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Der Marktschorgaster Marktplatz soll barrierefrei werden. Foto: Jürgen Gärtner
Der Marktschorgaster Marktplatz soll barrierefrei werden. Foto: Jürgen Gärtner
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Bürgermeister Hans Tischhöfer (FW) informierte umfassend über die laufenden Baumaßnahmen der Marktgemeinde, die derzeit 1 395 Einwohner mit Hauptwohnsitz zählt.

Damit ist Marktschorgast um drei Einwohner gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Das Gemeindeoberhaupt gab auch einen Überblick über die wirtschaftlichen und finanziellen Verhältnisse des Marktes, dem im laufenden Haushaltsjahr immerhin knapp zwei Millionen Euro an Steuereinnahmen zur Verfügung stehen.

Die Verschuldung beläuft sich aktuell auf 1,3 Millionen Euro , das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 918 Euro.

Bürgermeister Hans Tischhöfer zeigte zunächst die Investitionsmaßnahmen auf, die in den kommenden Jahren in der Marktgemeinde anstehen. Dabei nannte er die Umsetzungsprojekte vom Gemeindeentwicklungskonzept ISEK mit dem "Stöckleinsteich", dem Goldbergsee und einem barrierefreien Marktplatz. Maßnahmen, deren Umsetzungen eigentlich schon für dieses Jahr vorgesehen waren.

Etwas vorangekommen ist die Marktgemeinde mit dem Anwesen Bahnhofstraße 25, in dem zwei Wohnungen entstehen sollen. Bürgermeister Tischhöfer: "Die ersten Ausschreibungen sind getätigt, und in der Dezembersitzung werden die ersten Arbeiten vergeben. Die Kosten liegen bei 400 000 Euro, an Förderung erwarten wir rund 270 000 Euro."

Verzögert hat sich dagegen die Ausschreibung der Abbrucharbeiten für das Anwesen Bahnhofstraße 1. Die Maßnahme wird im Rahmen der Nord-Ostbayern-Offensive gefördert, die erforderlichen Arbeiten werden in Kürze vergeben.

Weiter teilte der Bürgermeister mit, dass die Planungen für die Barrierefreiheit im Marktplatz mit Kosten von 140 000 Euro hinterlegt wurden. Damit kann jetzt der Förderantrag für die Gewährung von Städtebaumitteln bei der Regierung von Oberfranken gestellt werden. Kurz vor dem Abschluss steht die Machbarkeitsstudie für das Bahnhofsgebäude. Hier mussten nach den Worten von Bürgermeister Hans Tischhöfer noch einige Abstimmungen mit der Regierung von Oberfranken getroffen werden.

Schließlich gebe es noch das Projekt "Entwicklungskonzept Goldbergsee", das demnächst der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll, nachdem noch einige Details einzuarbeiten sind.

Zur früheren ASV-Turnhalle, die Anfang dieses Jahres in den Besitz der Marktgemeinde überging, berichtete Bürgermeister Hans Tischhöfer, dass der ASV die vielfältigen Aufgaben, die mit dieser Immobilie anfielen, auf ehrenamtlicher Basis nicht mehr übernehmen konnte. Die Turnhalle wurde mit dem Grundstück und dem Inventar zu den vereinbarten Bedingungen übernommen. Vom Marktgemeinderat wurde eine Hallenmiete festgelegt. Die Turnhalle kann nunmehr auch von Vereinen und Privatpersonen zu den festgelegten Konditionen gemietet werden.

Weitere Themen waren die Breitbandversorgung in der Marktgemeinde mit der Erstellung eines Masterplanes, die Anlegung eines Baumkatasters und die Jakobi-Kirchweih, die auch in diesem Jahr durch die Marktgemeinde als verantwortlicher Veranstalter und mit tatkräftiger Unterstützung der Vereine über vier Tage hinweg ausgerichtet wurde. Bürgermeister Tischhöfer dankte hier besonders den Mitgliedern der Vereine und stellte fest, dass der volkstümliche Nachmittag bei den Bürgern über 70 Jahren wieder sehr gut ankam: "Für 2019 hat der Kirchweih-Ausschuss bereit wieder seine Planungen aufgenommen und wird das letzte Juli-Wochenende sicherlich wieder für alle Besucher interessant gestalten."

In der Aussprache verwies Reiner Angermann auf den schlechten Zustand der Ringstraße im Ortsteil Ziegenburg. Wolfgang Feulner regte eine Ersatzbepflanzung für die Kirschbäume in der Ziegenburger Straße an, und Edwin Schimmel wollte Auskunft darüber, wie die Barrierefreiheit im Bereich des Marktplatzes erfolgen soll.

Schließlich stellte sich noch Andrea Estorf vor, die seit 1. September 2018 über den Verein "Die Gunga" aus Helmbrechts als Jugendpflegerin mit 15 Wochenstunden für die Marktgemeinde Marktschorgast tätig ist. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, einen Jugendtreff aufzubauen und die Vereine bei ihrer Arbeit mit den Jugendlichen zu unterstützen. Die staatlich anerkannte Erzieherin ist abwechselnd in der Stadt Helmbrechts, der Marktgemeinde Stammbach und im Markt Marktschorgast tätig: "In Helmbrechts und Stammbach gibt es den Jugendtreff schon seit einigen Jahren. In Marktschorgast soll der Jugendtreff mit einer offenen Kinder- und Jugendarbeit im Katholischen Pfarrheim entstehen, dabei zweimal in der Woche, Mittwoch und Freitag."

Noch ist die Einrichtung im Anfangsstadium. In der kommenden Woche findet im Evangelischen Gemeindehaus eine Info-Veranstaltung mit den Jugendlichen von 12 bis 18 Jahren statt, bei der die ersten Ideen gesammelt werden, wie dieser Jugendtreff gestaltet werden soll. Andrea Estorf: "Die Jugendlichen werden beim Aufbau, der Gestaltung, der Ausstattung, Umsetzung und Namensfindung beteiligt. Es ist eine Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen in die Gemeinde durch Jungbürgerversammlungen und projektorientiertes Arbeiten beabsichtigt."

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