Kulmbach
KJR-Vollversammlung

Bald geht es los mit dem Juz im Bahnhof

Das Ausweichquartier für das Jugendzentrum "Alte Spinnerei" nimmt in Kürze seinen Betrieb auf. Auf der Wunschliste steht eine zweite pädagogische Kraft.
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Die Sanierung der Räume im Kulmbacher Bahnhof, in die das Juz einzieht, ist fast abgeschlossen.Alexander Hartmann
Die Sanierung der Räume im Kulmbacher Bahnhof, in die das Juz einzieht, ist fast abgeschlossen.Alexander Hartmann
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Wie KJR-Vorsitzende Sabine Knobloch bei der Frühjahrsvollversammlung des Kreisjugendrings im Jugendhaus Weihermühle erklärte, wird es weiterhin das Ziel des Kreisjugendrings sein, möglichst viele Angebote in gewohnter und benötigter Quantität und Qualität im "Bahnhof" anbieten zu können. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, war und ist die enge Zusammenarbeit von Landkreisjugendarbeit, Kinder- und Jugendkulturzentrum "Alte Spinnerei" und Kreisjugendring umso mehr unerlässlich.

Sabine Knobloch: "Wir freuen uns sehr, dass es bald losgehen kann. Unser neuer Standort wird sehr schön werden, aber wir brauchen aber noch ein wenig Zeit. Die zweite pädagogische Kraft wäre uns aber auch wichtig, damit wir möglichst ab Mitte des Jahres voll durchstarten können." Der Name "Alte Spinnerei" soll beibehalten werden, aber eben in neuen Räumen im wenige Meter entfernten Bahnhofsgebäude.

Letztlich spiegelt der vorgelegte Jahresbericht die sehr erfolgreiche und harmonische Kooperation der beteiligten Partner wider. Ziel war es immer, so Sabine Knobloch, zum einen Veranstaltungen und Angebote für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien und zum anderen Service- und Unterstützungsleistungen für Vereine und Gemeinden bereitzustellen.

Vor allem mit dem Projekt "Zukunftswerkstatt - Jugend im Landkreis Kulmbach", das seit 2013 mit großem Erfolg läuft, können neue Akzente, sowohl in der Jugendarbeit als auch in den einzelnen Gemeinden gesetzt werden. Sabine Knobloch: "Mit diesem Projekt wurde die Zusammenarbeit mit den beteiligten Kommunen intensiviert. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass vor wenigen Wochen als Ergebnis unserer Zukunftswerkstatt ein beispielgebendes Leuchtturmprojekt im Markt Marktschorgast gestartet werden konnte." Das Projekt "Zukunftswerkstatt" hat inzwischen sehr große regionale und auch überregionale Wertschätzung erfahren und es gibt immer mehr Nachahmer.

Um die Kinder- und Jugendarbeit auch künftig auf bewährtem Niveau gestalten zu können, bedarf es jedoch nach den Worten von Sabine Knobloch und KJR-Geschäftsführer Jürgen Ziegler unterschiedlicher Voraussetzungen. Unter anderem ehrenamtliche Betreuer, die trotz zunehmender schulischer und ausbildungsbedingter Inanspruchnahme bei der Umsetzung des Jahresprogramms unterstützend tätig werden können. Dazu personelle und finanzielle Ressourcen und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich immer wieder durch neue Ideen und großes Engagement einbringen. Über allem steht aber eine funktionierende Zusammenarbeit mit verschiedenen Trägern, Organisationen, Institutionen und Gemeinden. Sabine Knobloch: "Durch eine überdurchschnittliche Zusammenarbeit wird der Landkreis Kulmbach in vielen Bereichen lebenswerter gestaltet."

Aus dem Bericht des Kinder- und Jugendkulturzentrums "Alte Spinnerei" von Stefan Lehner wurde deutlich, dass 2018 ein besonderes und emotionales Jahr war: "Zum Bierfest erhielten wir die Nachricht, dass nach 19 Jahren die Zeit als Kinder- und Jugendzentrum in der ,Alten Spinnerei' zum Jahresende erst einmal vorbei sein wird." Daraus entstand aber eine große Motivation, die letzten Tage für alle Besucher und Nutzer bestmöglich zu gestalten, um den Abschied bewusst zu erleben. "Bonsai" Lehner weiter: "Und es folgte die Neugierde und Spannung, welche Möglichkeiten sich an einem neuen Ort für die Kinder- und Jugendarbeit ergeben werden. Wir machen das Beste daraus."

Geschäftsführer Jürgen Ziegler erstattete den Jahresbericht des Kreisjugendrings und stellte fest, dass der Haushalt 2018 zielgenau eingehalten werden konnte und nahezu 10 000 Euro erwirtschaftet wurden. Derzeit verfüge der Kreisjugendring über eine Rücklage von rund 60 000 Euro.

Oberbürgermeister Henry Schramm lobte auch im Namen von Landrat Klaus Peter Söllner das große Engagement in der Landkreisjugendarbeit und im Jugendzentrum. Diese Arbeit werde auch von der Stadt, dem Landkreis und dem Bezirk finanziell unterstützt. Allein die Stadt Kulmbach habe über 185 200 Euro aufgewendet, damit die Arbeit beim Kreisjugendring und im Juz gut gemacht werden konnte.

Die jetzige Fläche von 400 Quadratmetern im Bahnhof könne sich sehen lassen. Damit werde Kulmbach auch weiterhin ein Aushängeschild für die Jugendarbeit bleiben, betonte Schramm.

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