Das Bundesverkehrsministerium hat einige Bahnprojekte in Bayern im Bundesverkehrswegeplan hochgestuft und damit in den vordringlichen Bedarf genommen - allerdings gilt das nicht für die Oberfranken-Achse von Schnabelwaid über Bayreuth und Neuenmarkt-Wirsberg bis nach Hof. Zur Begründung hieß es, es gebe für diese Strecke "kein auskömmliches Nutzen-Kosten-Verhältnis". Das Ministerium rechnet für den Abschnitt Nürnberg-Bayreuth-Hof mit Gesamtkosten von 371 Millionen Euro und Erweiterungsinvestitionen von 248 Millionen Euro.

Diese Entwicklung sieht die CSU-Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Aufnahme in den vordringlichen Bereich sei das erklärte Ziel gewesen. "Dafür aber, auch dank des CSU-Verkehrsministers Andreas Scheuer, wird es als mögliche Maßnahme für das neue Elektrifizierungsprogramm gelistet." Das Ministerium erkenne somit die Notwendigkeit einer Elektrifizierung der Oberfrankenachse an, schreibt die Abgeordnete.

Bei einem weiteren Gespräch in Berlin im Dezember werde ausgelotet, ob es denkbar sei, beispielsweise eine Elektrifizierung von Teilstrecken anzustoßen und diese dann mit Batterie-Hybridfahrzeugen zu befahren. Firmen wie Siemens stellten solche Schienenfahrzeuge bereits serienmäßig her.

Landrat Klaus Peter Söllner, zugleich Sprecher der 2017 gegründeten Interessengemeinschaft Elektrifizierung (IGE) Oberfranken-Achse, bekundet: Die Ziele der IGE und des Landkreises Kulmbach für eine langfristige Sicherung, Verbesserung und Zukunftsfähigkeit der Schiene seien dank der neuen Kategorisierung des Ministeriums ebenfalls, eventuell sogar schneller und effektiver, zu erreichen.

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