Kulmbach
Ausbildungsmesse

Ausbildungsmesse in Kulmbach hilft bei der Orientierung

Die 23. Kulmbacher Ausbildungsmesse brachte Betriebe mit den Fachkräften von morgen zusammen. Am Samstag wurde das berufliche Schulzentrum zu einem Marktplatz der Möglichkeiten, auf dem sich 104 Aussteller präsentierten und jungen Leuten eine große Vielfalt an Berufen vorstellten.
Artikel drucken Artikel einbetten
Janik Hain (links) lernt von Johannes Friedlein, wie man perfekt lötet. Foto: Barbara Herbst
Janik Hain (links) lernt von Johannes Friedlein, wie man perfekt lötet. Foto: Barbara Herbst
+43 Bilder
Sebastian Tripke ist am Ziel seiner Wünsche: Der Kulmbacher Schüler bekommt einen Ausbildungsvertrag als Anlagenmechaniker bei der Firma Meile-Technik in Kulmbach. Darum hat sich der Neuntklässler an der Max-Hundt-Schule fleißig bemüht: Ein Jahr lang hat er jede Woche einen Nachmittag pro Woche Praktikum im Betrieb geleistet und gezeigt, dass er ins Team passt. Chef Alexander Meile ist zufrieden und freut sich auf den neuen Auszubildenden. Der hat zwar seine Lehrstelle gefunden, nutzte am Samstag aber dennoch die Kulmbacher Ausbildungsmesse, um möglichst viel über seinen künftigen Beruf zu erfahren.

Zum 23. Mal luden der Landkreis und der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft ins Berufliche Schulzentrum ein. 104 Unternehmen, Organisationen, Fach- und Hochschulen präsentierten ihre Angebote und warben um die Fachkräfte von morgen. Personalverantwortliche und viele Auszubildende aus den Betrieben beantworteten bereitwillig die zahllosen Fragen der Schüler.

Dominik Eichner aus Peesten möchte gerne Technischer Systemplaner werden. "Das Zeichnen am Computer macht mir viel Spaß", sagt der 15-Jährige, der derzeit die 9. Klasse des Realschulzweigs an der Gesamtschule Hollfeld besucht. Am Infostand der Firma Stahlbau Dörnhöfer lässt er sich von Auszubildendem Marcel Fichter, erklären, worauf es ankommt. Andrea und Klaus Eichner begleiten ihren Sohn. "Dominik soll selbst entscheiden, welcher Beruf zu ihm passt, aber wir wollen ihn unterstützen, diesen Beruf zu finden."

Nicht nur Informationen gibt es bei der Messe, sondern auch viele verschiedene Workshops, bei denen die jungen Leute ihr Talent erproben können. Sebastian Tripke formt ein Herz aus einem Kupferrohr, Janik Hain lässt sich von FOS-Schüler Johannes Friedlein zeigen, was man mit der fachpraktischen Ausbildung im Bereich Elektronik anfangen kann: Gemeinsam löten sie ein Blinklicht mit einem LED-Smiley, das der 14-Jährige mit nach Hause nehmen darf.

Wettbewerb für Kreative

Mit einem Kreativwettbewerb hat die Schreinerinnung die Ausbildungsmesse verknüpft. Stellvertretender Innungsobermeister Jürgen Bodenschlägel freut sich über die positive Resonanz. 58 Schüler haben im Vorfeld Werkstücke eingereicht, die sie aus den zur Verfügung gestellten Materialien gefertigt haben. Im zweiten Durchgang ging es darum, einen Kerzenständer nach Bauplan zu produzieren.

Begeistert von der Vielfalt der Angebote zeigte sich Landrat Klaus Peter Söllner: "Wir können es uns nicht leisten, auch nur einen jungen Menschen zu verlieren. Wir brauchen jeden, um das hohe Niveau unserer Wirtschaft halten zu können." Regierungspräsident Wilhelm Wenning bezeichnete die Kulmbacher Initiative als vorbildlich: "Ihre Idee war vor 23 Jahren einzigartig in Oberfranken und hat viele Nachahmer gefunden. "Damit ist Ihnen ein großer Wurf gelungen."

Informations-Plattform

Der Landkreis Kulmbach macht es jungen Leuten leicht, Informationen über ihre beruflichen Möglichkeiten zu finden. Auf der Webseite des Landkreises Kulmbach finden Interessierte eine umfangreiche aktuelle Datenbank mit Links zu den Web-Auftritten der Firmen und zu den beruflichen Info-Seiten der Arbeitsagentur.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren