Melkendorf

Auf der Ortsumgehung von Melkendorf heißt es ab Dienstag: Freie Fahrt

Jahrelang ist an der Ortsumgehung von Melkendorf gebaut worden. Nun steht die offizielle Freigabe unmittelbar bevor.
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Ein zentrales Teilstück: Die Trasse, die vom Kulmbacher Industriegebiet auf die neue Melkendorfer Ortsumgehung führt (links). Rechts ist der Kreisverkehr zu sehen. Foto: Katrin Geyer
Ein zentrales Teilstück: Die Trasse, die vom Kulmbacher Industriegebiet auf die neue Melkendorfer Ortsumgehung führt (links). Rechts ist der Kreisverkehr zu sehen. Foto: Katrin Geyer
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Noch sind zwischen Kulmbach und Melkendorf Bauarbeiter am Werk. Einzelne Abschnitte der neuen Ortsumgehung Melkendorf erhalten den letzten Schliff. Aber schon bald heißt es auf der 2,8 Kilometer langen Trasse: Freie Fahrt! Am Dienstag soll die Umgehung offiziell für den Verkehr freigegeben werden.

Der Tag markiert das Ende eines Mega-Bauprojektes, das, wenn man es genau nimmt, seine Anfänge schon in den frühen neunziger Jahren hatte. Seit Fertigstellung der Autobahnanschluss-Stelle bei Schirradorf hatte der Verkehr merklich zugenommen. Neben Pkws rollten zunehmend auch Lastwagen durch den Ort, und bald klagten Anwohner der Hauptstraße darüber, dass man tagsüber kaum mehr ein Fenster öffnen könne.

1999 wurde von der obersten Baubehörde in München ein erster Planungsentwurf genehmigt. Gegen den formierte sich Widerstand. Unter anderem klagte der Bund Naturschutz gegen das Projekt - erfolglos.

Bis der Bau der Ortsumgehung tatsächlich begann, dauerte es freilich noch geraume Zeit. Erst 2014 begann man mit der Verlegung des Proßer Baches und dem Neubau des Straßenabschnittes zwischen Katschenreuth und der Brücke über den Roten Main mit den Arbeiten.

Mehr als vier Jahre wurde nun gebaut - die Arbeiten waren oft belastend für Anwohner und Pendler, die darauf angewiesen waren, zügig von ihrem Zuhause im Umland zum Arbeitsplatz in Kulmbach zu kommen. In Teilstücken wurde an der Umgehungsstraße gebaut. Zwischenzeitlich gab es immer wieder Sperrungen, großräumige Umleitungen oder Verzögerungen durch lange Wartezeiten an der Baustellenampel.

Das alles soll bald der Vergangenheit angehören. Großräumig wird künftig der Durchgangsverkehr um Melkendorf herumgeführt. Vom der Theodor-Heuss-Allee im Kulmbacher Industriegebiet geht es direkt auf die neue Trasse, die südlich von Melkendorf verläuft und erst in Höhe der Mainbrücke wieder auf die "alte" Staatsstraße 2190 geführt wird.

Wer in den Ort will, wird von der Theodor-Heuss-Allee zum Kreisverkehr geführt und erreicht Melkendorf dann auf einer Brücke über die Umgehungsstraße.

Die Freigabe wird am Dienstag im Rahmen eines kleinen Festaktes erfolgen.

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