Kulmbach

Ansturm auf Gebrauchtes

Wer sich im Frühjahr für wenig Geld ein gutes Fahrrad kaufen möchte, für den ist der Second-Hand-Markt des RSC Leuchau perfekt. Die Auswahl war riesig.
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Das herrliche Frühlingswetter lockte viele Radbegeisterte am Sonntagmorgen zurFahrradbörse nach Leuchau. Fotos: Sonny Adam
Das herrliche Frühlingswetter lockte viele Radbegeisterte am Sonntagmorgen zurFahrradbörse nach Leuchau. Fotos: Sonny Adam
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Die Fahrradbörse Leuchau ist ein Paradies für Radelfans. 421 Artikel hatte der RSC im Hof der Familie Ramming aufgestellt. Das Gros waren Fahrräder. Schon für zehn Euro gab es ältere Exemplare. Echte Schnäppchenpreise. Das teuerste Rad war ein hochwertiges Tourenrad für 2000 Euro.

Bei bestem Frühlingswetter stürmten die Kunden das Gelände regelrecht. Die Ersten fanden sich schon um kurz nach 9 Uhr ein und warteten geduldig, bis aufgesperrt wurde. Und als um 10 Uhr dann die Tür aufging, wussten die Schnäppchenexperten schon, wohin ihr Weg führte.

Ganz vorne im Hof gab es E-Bikes zu günstigen Preisen. "Wir haben sieben E-Bikes im Angebot", so Ferdinand Gräf vom RSC Leuchau. Außerdem gab es einen elektrischen City-Scooter mit einer Reichweite von 20 Kilometern.

Die meisten Interessierten, die zur Fahrradbörse gekommen waren, suchten einen neuen fahrbaren Untersatz für den Nachwuchs. 106 Kinderfahrräder hatte der RSC Leuchau angeliefert bekommen. "Wir haben in diesem Jahr sehr hochwertige Räder. Manche sind wirklich noch wie neu", erklärte Roland Gräf vom RSC.

Paul Grieshammer (7) suchte ein "cooles" Bike. Und er wurde schnell fündig. Seine Wahl fiel auf ein neon-gelbes Bullsrad. Mit einem Preis von unter 200 Euro waren auch die Eltern einverstanden. "Das war genau das, was ich wollte. Damit kann ich zu meinem Freund fahren - er hat noch ein Laufrad", tönte der Siebenjährige stolz.

Auch für die kleine Isabella Schmidt (4) gab es etwas Passendes: "Das Angebot ist wirklich riesig", sagte Mama Katja Schmidt. Sie hat für die Tochter ein lilafarbenes Rad entdeckt, das auf Anhieb gefiel.

Der Kunde, der wohl die weiteste Anreise hatte, war Hubert Demuht. Er kommt aus Recklinghausen. Auf der Fahrradböse fand er ein Polizeifahrrad. "Das ist für meinen Enkel. Mein Sohn wohnt mit seiner Familie hier in der Region", sagte der stolze Opa. Ebenfalls ohne Nachwuchs war Tobias Spindler (35) aus Reichenbach in Leuchau. "Ich suchte ein Rad für meine Tochter. Und ich habe etwas Schönes gefunden", zeigte der Papa: ein Minnie-Fahrrad. Das Rad soll, wie es in Oberfranken Tradition ist, der Osterhase bringen. "Der Preis passt auch", so Spindler.

Doch nicht nur der Nachwuchs kam auf seine Kosten, sondern auch die Erwachsenen. Gerlinde Rosa (52) hatte kein Fahrrad mehr, weil es ihr geklaut worden war. "Ich habe wieder ein Citybike für die Stadt gesucht. Für 80 Euro fand sie das Gesuchte.

Doch nicht nur gebrauchte Fahrräder, auch Inlineskater, Roller, Kettcars und Dreiräder gab es auf dem Hof der Familie Ramming zu kaufen. Übrigens fanden nicht nur die wie neu aussehenden Exemplare Absatz. Mancher suchte bewusst ein "altes" Rad, um es in Großstädten auch mal abstellen zu können - ohne Angst vor Dieben.

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