Trebgast
Gemeinderat

Am Trebgaster Bahnhof tut sich etwas

Anfang April beginnt in Trebgast der Bau eines Senioren-Begegnungszentrums. Die Vorarbeiten laufen bereits.
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Auf dem Gelände des künftigen Senioren-Begegnungszentrums mit Tagespflegestätte der Awo mussten jetzt zwei große Ahornbäume gefällt werden. Die Standfestigkeit der bis weit über das Dach des Bahnhofs hinausragenden Stämme war nicht mehr gewährleistet.Dieter
Auf dem Gelände des künftigen Senioren-Begegnungszentrums mit Tagespflegestätte der Awo mussten jetzt zwei große Ahornbäume gefällt werden. Die Standfestigkeit der bis weit über das Dach des Bahnhofs hinausragenden Stämme war nicht mehr gewährleistet.Dieter
Das Projekt "Bahnhofumbau" nimmt jetzt Fahrt auf. Eine Stunde brauchte der Gemeinderat, um 17 Gewerke zum Gesamtbetrag von 1,131 Millionen Euro zu vergeben.
Architekt Hans-Hermann Drenske gab detaillierte Erläuterungen zu den einzelnen Positionen und zum Bauzeitenplan. Danach sollten die Arbeiten Anfang April starten. Ab diesem Zeitpunkt fallen die Parkplätze am Bahnhof weg. Ein Schild wird die Bahnpendler auf die am Steinhauerplatz zur Verfügung stehende Parkfläche hinweisen.
Drenske rechnet mit einem Zeitfenster von einem Jahr. "Im April 2019 sollte die Einrichtung in Betrieb gehen können", gab er die Richtung vor.


Aufträge vergeben

Der Gemeinderat vergab daraufhin folgende Aufträge (Bruttobeträge): Rohbauarbeiten: Firma Lupert, Oelsnitz, 266 433 Euro; Innenputz/-dämmung: Firma Zeuß Gäßlein, Küps, 78 947 Euro; Gerüstbau: Kellner & Bär, Stadtsteinach, 6481 Euro; Wärmedämmverbundsystem: Näther, Thurnau, 25 464 Euro; Flachdacharbeiten: Holger Sack, Kulmbach, 23 525 Euro; Dachdeckerarbeiten: Kolb Bedachung, Bayreuth, 29 218 Euro; Klempnerarbeiten: J. Bär, Kulmbach, 8963 Euro; Kunststofffenster: Kotschenreuther, Steinwiesen, 65 279 Euro; Sonnenschutz: Faltenbacher, Erbendorf, 7363 Euro; Trockenbau: Ebbinghaus, Bayreuth, 79 571 Euro; Schreiner/Innentüren: Meier, Bischofsgrün, 37 262 Euro; Heiz-Estrich: Pürner & Brandl, Hersbruck, 13 679 Euro; Zimmererarbeiten: Fred Röder, Neuenmarkt, 16 777 Euro; Aufzug: Schmitt & Sohn, Nürnberg, 45 577 Euro; Heizung/Sanitär: Knoll, Stadtsteinach, 191 639 Euro; Lüftungsinstallation: Karl Hopf, Bayreuth, 105 734 Euro; Elektroarbeiten: Schneider, Neuenmarkt, 129 011 Euro.


Hort braucht mehr Platz

Vordringender Handlungsbedarf besteht beim Hort an der Grundschule. Er stand eigentlich nicht auf der Agenda, rückte aber aufgrund der aktuellen demografischen Entwicklung ganz schnell in den Blickpunkt. Die Einrichtung ist an ihrer Aufnahmegrenze angelangt und kann die Nachfrage der neuen Schulanfänger im kommenden Herbst nicht mehr abdecken.
Bürgermeister Werner Diersch (SPD/WG) stellte klar: "Die Konzentration auf den Schulstandort hat oberste Priorität. Als Wohngemeinde sind wir dabei auf den Hort angewiesen. Der Bedarf ist mittelfristig da, zumal die Schule in den nächsten Jahren bereits mit einer zweizügigen ersten Klasse rechnet." Nach Diskussionen mit der Schul- und Kita-Leitung, sowie einem Architekturbüro wird ein Anbau von zwei Klassenzimmern und zwei Behinderten-WCs an der Westseite der Schule in Höhe der dort angebrachten Fluchttreppe favorisiert. Dadurch könnte im Untergeschoss Platz für den Hort frei werden. Mit Hilfe einer Rampe könnte das 60 Jahre alte Gebäude barrierefrei gestaltet werden.
"Alle Klassenzimmer und die Verwaltung wären im Erdgeschoss auf einer Ebene. Im Untergeschoss könnte dadurch Platz für den Hort frei, und das bisher wunderbar funktionierende Gesamtkonzept der unmittelbaren Nähe von Krippe, Kindergarten, Schule und Hort langfristig gesichert werden", schildert der Bürgermeister die Vorzüge dieser Lösung.
Falls das Landratsamt diesen Überlegungen zustimmt, wird sich die Gemeinde um Fördermittel im Rahmen des Kommunalinvestitionsprogramm Schulen bewerben. Zweiter Bürgermeister Albert Kolb (SPD/WG) dazu: "Ohne Förderung ist das von uns nicht zu schultern. Wir sind bei anderen Förderprogrammen schon des Öfteren nicht berücksichtigt worden und haben trotzdem immer wieder mit eigenen Mitteln in die Schule investiert. Eigentlich sind wir jetzt auch mal dran."


Brücke wird ausgeschrieben

Bei allen sieben Brücken im Gemeindebereich besteht Sanierungsbedarf, am dringendsten im Weiherweg. Die dortige Brücke über die Trebgast - für die Bevölkerung eine wichtige Verbindung - musste im Dezember gesperrt werden und wurde im Januar provisorisch wieder geöffnet. Aus zwei Entwürfen eines Planungsbüros entschied sich das Gremium für die Ausschreibung einer beschichteten Stahlkonstruktion.
Parallel dazu soll die Beleuchtung des Fuß- und Radwegs vom Bahnhof bis zur Turnhalle verbessert werden. Nach Zustimmung durch das Wasserwirtschaftsamt sollen bei der Regierung Mittel aus der Städtebauförderung und der vorzeitige Maßnahmenbeginn für das Aufstellen von acht Leuchten beantragt werden.
Das Landratsamt informiert, dass für den Weißen Main von der Fischtreppe bei der Eichmühle bis zur Sandsteinbrücke in Waizendorf ein Vorentwurf für eine sogenannte Fischschonbezirksverordnung erstellt werden soll. Danach wird in bestimmten Zeiträumen untersagt, Barbe, Elritze, Esche und Nase zu fangen. Außerdem ist dann das Aufstauen und Ablassen der Wassermenge verboten.
Die Deutsche Bahn plant die Erneuerung des Durchlasses beim Spielplatz neben dem Tennisheim. Helmut Küfner (SPD/WG) bat darum, bei der Genehmigung der planerischen Umsetzung darauf hinzuweisen, dass das Wasser ohne Rückstau in die Trebgast abfließen kann, um eine Flutung des Spielplatzes zu verhindern.
Das Grasaufnahmegerät am Badesee ist kaputt. Der Bürgermeister wurde ermächtigt, mit den Bauhofmitarbeitern ein geeignetes neues Gerät zu beschaffen.
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