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Thurnau
Premiere

Am Schlosstheater Thurnau erfährt man, was Frau so denkt ...

Zum Weltfrauentag wurde am Schlosstheater Thurnau das passende Stück "Frauenquote" gezeigt.
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Christa Schmiedel gastiert mit dem Ein-Frau-Stück "Frauenquote" im Schlosstheater. Foto: Katharina Müller-Sanke
Christa Schmiedel gastiert mit dem Ein-Frau-Stück "Frauenquote" im Schlosstheater. Foto: Katharina Müller-Sanke

Passend zum Weltfrauentag am 8. März hat das Schlosstheater Thurnau sein neuestes Stück "Frauenquote" präsentiert. Die Münchnerin Christina Schmiedel legt bei dieser Ein-Frau-Show den Finger in die Wunden der Gesellschaft.

Die ungleiche Bezahlung zwischen den Geschlechtern, die niedrige Anerkennung sozialer Berufe, die geringe Wertschätzung von Müttern und vieles mehr werden dabei thematisiert. Schmiedel nimmt die Rolle von Marianne Hofbrecher ein.

Voller Tatendrang

Die mitteljunge Mutter ist sehr engagiert und voller Tatendrang. Und dann sitzt sie bei der Arbeitsagentur fest. Und mit ihr zusammen das Publikum.

Hofbrecher kommt ins Erzählen. Sie berichtet vom harten Wiedereinstieg nach der Babypause, von Bewerbungsgesprächen und darüber, warum sie nach mehreren kleinen Jobs nun wieder hier sitzt. Auch viele andere Themen werden angerissen: die Diskussionen zu Hause über die Frauenquote zum Beispiel.

Publikum muss mitmachen

Und Hofbrecher schildert weitere typische Probleme zwischen Männern und Frauen. Immer wieder bezieht sie dabei das Publikum mit ein. Als sie darüber spricht, dass einfach kein Mann so rede, wie es ihr Lieblings-Liebesroman suggeriere, lässt sie kurzerhand einen der anwesenden Herren aus dem Buch vorlesen.

Hofbrecher erzählt von schnarchenden Männern und sportelnden Frauen und bringt das Publikum damit immer wieder zum Lachen. Sie spricht ernst, lustig und vor allem authentisch aus dem Leben einer ganz normalen Frau um die 40. Bemerkenswert ist der Inhalt des Stückes besonders deshalb, weil ihn die allermeisten Frauen eben nachvollziehen können und nicht selten aus eigener Erfahrung allzu gut kennen.

Es ist die Wahrheit, die Autorin Petra Wintersteller hier auf die Bühne bringt. Nicht mehr und nicht weniger. Ein Stück, das den Inhalt des Weltfrauentags noch weiter in den Alltag transportiert und vielleicht zum Nachdenken anregt. Wie die Schauspielerin selbst im Stück sagt: "Das ist ja eigentlich alles jedem bekannt. Aber irgendwie ändert sich trotzdem nichts."

Weitere Aufführungen

Das Stück wird noch am Samstag, 14. März, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 22. März, um 17 Uhr gezeigt. Infos und Karten unter www.schlosstheater-thurnau.de.

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