Stadtsteinach
Stadtentwicklung

Am Mühlbach in Stadtsteinach soll ein Badebereich entstehen

Nach dem Abriss der Anwesen 18 und 20 soll am Mühlbach ein Badebereich mit Grünfläche entstehen.
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Auf dem Gelände der ehemaligen Anwesen Mühlbach 18 und 20 soll eine Grünfläche mit Badebereich und Sandufer entstehen. Die Planungen hat das Architektenbüro Kestel weiterentwickelt und dem Stadtrat nun vorgestellt. Plan: Architekturbüro Kestel, Kulmbach
Auf dem Gelände der ehemaligen Anwesen Mühlbach 18 und 20 soll eine Grünfläche mit Badebereich und Sandufer entstehen. Die Planungen hat das Architektenbüro Kestel weiterentwickelt und dem Stadtrat nun vorgestellt. Plan: Architekturbüro Kestel, Kulmbach
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Ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) hatte der Stadtsteinacher Stadtrat vor einem guten Jahr in Auftrag gegeben. Das umfangreiche Ergebnis-Papier hatten die Analysten und Planer Alexander Eberl (DSK) und Wilfried Weisenberger (SK) in einer Sondersitzung vor einer Woche erläutert. Ein ISEK ist Voraussetzung für die Bezuschussung weiterer Projekte zur Weiterentwicklung der Stadt für die nächsten 20 Jahre und soll dem Stadtrat als Richtschnur dafür dienen. Das Konzept hat der Stadt in seiner Sitzung am Montagabend nun auch offiziell beschlossen.

Um konkrete Projekte ging es im weiteren Verlauf der Diskussion. So zum Beispiel um den Abriss der alten Schulturnhalle. "Im allerschlimmsten Fall wird der Abriss bis 100 000 Euro mehr kosten als ursprünglich veranschlagt", sagte Geschäftsstellenleiter Florian Puff. Bei der bautechnischen Untersuchung des Gebäudes seien nun doch schadstoffbelastete Materialien im Gebäude gefunden worden, deren sachgerechte Beseitigung die möglichen Mehrkosten verursachen würde. Genaues werde sich aber im Zug der Abbrucharbeiten herausstellen.

Bis zur maximal veranschlagten Summe erteilte der Stadtrat Bürgermeister Roland Wolfrum nun die Vergabe des Abrisses. Die Ausschreibung läuft derzeit, und die Halle soll so bald wie möglich einer Freifläche auf dem Schulhof mit einem Soccer-Court weichen.

Ein weiteres konkretes Projekt der Stadtentwicklung ist die Gestaltung des Platzes an der Wehrstraße, nachdem dort die baufälligen Anwesen Nummer 18 und 20 abgerissen sind. Im Prinzip soll dort eine Grünfläche mit Wasserlauf und Aufenthaltsmöglichkeiten entstehen. Die konkrete Planung stellten die Planer Gitta und Henry Kestel vom gleichnamigen Architekturbüro aus Kulmbach dem Stadtrat vor.

Demnach soll der Mühlbach weitgehend unverändert bleiben. Zwischen den beiden Staustufen vor der vormaligen Mühle wird das Bachbett allerdings verbreitert und etwas tiefer gegraben, so dass eine Bademöglichkeit entsteht - bis 30 Zentimeter tief, die für Kinderplanschbecken erlaubt sind. Dahinter soll ein kreisrunder Platz mit einem Brunnen in der Mitte entstehen, der sich an die Form von zwei Mühlsteinen anlehnt und an die vormalige Mühle auf dem Platz erinnern soll. Bänke sollen zum Verweilen einladen. Rechts von diesem Platz wird eine Fläche am Bachufer mit Sand zum Liegen gestaltet. Das dahinter ansteigende Gelände bleibt Wiese, die aber zum anschließenden Kirchen-Grundstück mit einem Holzzaun oder mit großen Steinen abgegrenzt wird.

Keller kam zum Vorschein

Die marode Mauer auf Kirchenareal lässt die Diözese entfernen. Das sei mit Bamberg bereits abgeklärt, sagte Gitta Kestel. Offen bleibt bisher, was auf der linken Seite des stadteigenen Geländes geschehen wird. Dort stehen Mauern aus unbekannter Zeit und unbekannter Konstruktion. Beim Abtragen von Erdreich ist nun der Zugang in einen bis 20 Meter tiefen Keller zum Vorschein gekommen. Der Eingang ist laut Kestel baufällig, der Gang tiefer allerdings in erstaunlich gutem Zustand. Noch nicht geklärt werden konnte, ob die obere Mauer bis zum Talgrund reicht.

Im Mai hatte der Stadtrat die Neugestaltung des Vorplatzes der Kapelle auf dem städtischen Friedhof beschlossen. Den Auftrag hierfür bekam nun die Firma John in Hallstadt zum Angebotspreis 84 338,63 Euro. Als Baubeginn gibt die Firma März 2020 an. Ein weiteres Angebot mit Baubeginn bereits im September schlug der Stadtrat aus; es hätte 20 000 Euro mehr gekostet.

Nach Beschluss des Stadtrates soll der Radweg zwischen Ortsende Stadtsteinach und Ortsbeginn Unterzaubach beleuchtet werden. Zehn verkabelte Leuchten auf der 500 Mater langen Strecke würden 67 000 Euro kosten, trug Bürgermeister Wolfrum dem Stadtrat vor. Zehn Solarleuchten würden je nach Typ zwischen 27 846 und 35 105 Euro kosten. Diesen gab der Stadtrat den Vorzug, wobei die Verwaltung noch eruieren soll, ob auch wirklich zehn Leuchten für die 500 Meter notwendig sind.

Taucher kontra Badegäste

"So geht das nicht", beschwerte sich Wolfgang Heiß (CSU) in der Stadtratssitzung. Seit dieser Saison würde der Tauchclub zur besten Badezeit im gesamten Becken unter den Badegästen herumtauchen und auch Schwimmer berühren, was er nicht als absichtlich unterstelle. Jedoch hätten Frauen daraufhin das Bad verlassen.

Außerdem hätten die Taucher früh um 7 Uhr einige Buben aus dem Sprungbecken verscheucht und dieses dann für sich in Beschlag genommen, als der Sprungturm endlich wieder freigegeben war.

Die Taucher hätten vorher doch außerhalb der regulären Öffnung des Freibads trainiert. Und wenn doch tagsüber, dann wäre für sie eine Bahn abgesperrt worden, und der Rest des Beckens stand den normalen Badegästen zur Verfügung.

Man werde mit den Tauchern reden, sagte Bürgermeister Roland Wolfrum zu.

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