Thurnau
Gemeinderat

Altes Rathaus Thurnau ist auf einem guten Weg

Das alte Rathaus beschäftigte die Thurnauer Marktgemeinderäte in der jüngsten Sitzung. Mehrere Aufträge für Sanierungsarbeiten wurden vergeben.
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Die Sanierung des Alten Rathauses in Thurnau macht Fortschritte.Katrin Geyer
Die Sanierung des Alten Rathauses in Thurnau macht Fortschritte.Katrin Geyer
Auch für die Gestaltung des Umfeldes stellten die Räte die Weichen. Die Sanierung des Alten Rathauses in Thurnau macht Riesen-Fortschritte. Bereits 90 Prozent der Büros im Obergeschoss sind fertig, legte Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) vor den Gemeinderäten Rechenschaft ab. In den nächsten Wochen werden die Böden verlegt, die Sanitäranlagen fertig gestellt und die Türen eingebaut.

Doch nicht nur die geplanten Büros nehmen so langsam Gestalt an: Auch das Hauptgebäude ist auf einem guten Weg. Das Erdgeschoss, in das die Sparkasse einziehen möchte, ist zu 80 Prozent fertig. Und im Obergeschoss des Hauptgebäudes werden in den nächsten Wochen die Fliesenarbeiten getätigt, die Böden verlegt und die Türen eingebaut. Voraussichtlich Ende Juli soll das Gebäude fertig sein. Dann könnte die Sparkasse im Sommer umziehen, so dass im September Eröffnung sein könnte. "Wir wollen aber keinen Druck aufbauen. Wir wollen die Arbeiten einfach fertig stellen", erklärte der Thurnauer Bürgermeister.

Die größte Herausforderung bei der Sanierung des Alten Rathauses stellte das Rückgebäude an die Handwerker. Denn in diesem Bereich muss noch das Dach geöffnet werden, damit der Aufzug eingebaut werden kann. Bislang ist ungefähr die Hälfte der geplanten Bausumme bereits "verbaut": 486 000 Euro von einer veranschlagten Bausumme in Höhe von einer Million. Im Rückgebäude wird noch einmal eine sechsstellige Summe investiert.

Bei der jüngsten Sitzung vergaben die Thurnauer Marktgemeinderäte die Schlosserarbeiten. Das günstigste Angebot in Höhe von 7766 Euro brutto hat die Firma Metallbau Kirschner aus Altenplos abgegeben. Beim Innenausbau ging der Auftrag an die Firma Spielbühler aus Thurnau. Die Kosten für den Innenausbau belaufen sich auf fast 14 000 Euro.

Die Thurnauer Marktgemeinderäte beschäftigten sich jedoch nicht nur mit dem Alten Rathaus selbst sondern auch mit der Gestaltung des Umfeldes. Der Rathausplatz könne mit einer Stand- oder mit einer Wandleuchte illuminiert werden, erläuterte Bürgermeister Martin Bernreuther. Die Verwaltung schlug vor, sich für die Bodenleuchte zu entscheiden. Sie ist nur wenig teurer als die Wandleuchte, hätte jedoch den Vorteil, dass sie auch erhalten werden könnte, wenn der sogenannte Kuhstall einmal nicht mehr in Betrieb sei. So entschieden sich die Räte einstimmig für die Bodenleuchte und genehmigten die Kosten in Höhe von rund 26 000 Euro. Die Leuchte werde mit LEDs in warmem Gelblicht ausgestattet.

Der Markt Thurnau schafft für 42 000 Euro ein Salzsilo an. Den Auftrag bekam die Südwestdeutsche Salzwerke AG. Bislang musste das Streusalz im Winter per Hand auf die Fahrzeuge verladen werden. "Das ist doch vorsintflutlich", kommentierte Erwin Schneider (FW).

Mit mehreren Bauanträgen befassten sich die Thurnauer Marktgemeinderäte. Sie erteilten Robert Butz einhellig eine isolierte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes "Am Eichenbühl". Der Bauherr möchte ein Glasdach über dem Eingang seines Hauses errichten. Dieses Glasdach ragt über die Baugrenzen hinaus. Die Nachbarn haben gegen das Vorhaben nichts einzuwenden.

Ebenfalls keine Einwände hatten die Räte gegen den Bauantrag von Susanne Mahn. Sie möchte die bestehende Garage und das bestehende Wohngebäude im Oberen Dorf in Limmersdorf erweitern und umbauen.

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber kommt am 28. April um 11 Uhr nach Thurnau. Die Ministerin möchte einen Förderbescheid für die Dorferneuerung Alladorf persönlich übergeben. Sie soll sich in das Goldene Buch eintragen. Dietmar Hofmann (SPD) regte an, dass der Ehrungstext so verfasst sein sollte, dass man nicht nur der amtierenden Ministerin, sondern auch ihrem Vorgänger Dank sage.

Der Besuch in Thurnau ist einer der ersten Besuche der neuen Landwirtschaftsministerin überhaupt. Er soll als Startschuss für viele Projekte in Oberfranken verstanden werden, erklärte Bürgermeister Martin Bernreuther. Aus diesem Grund werde auch der Musikverein Thurnau und der Gesangverein Alladorf der Ministerin die Ehre erweisen.
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