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Presseck
Tierpension

Alles für die Katz' oder wie?

Ein vermeintlich harmloser Antrag auf Nutzungsänderung eines Wohnhauses in Wartenfels sorgte im Pressecker Gemeinderat für Diskussionen.
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In Wartenfels soll eine Katzenpension entstehen. Symbolbild: Archiv/Klotz
In Wartenfels soll eine Katzenpension entstehen. Symbolbild: Archiv/Klotz

Alles für die Katz? Das brachte den Pressecker Gemeinderat am Montagabend ins Grübeln, obwohl es nur um die Nutzungsänderung eines Teils eines Wohnhauses in Wartensfels im reinen Wohngebiet gleich neben dem Sportgelände ging. Dort will die Hausbesitzerin eine Katzenpension aufmachen. Einen Ferien-Hort für Stubentiger, wenn Herrchen und Frauchen mal selbst Ferien machen zum Beispiel. Mit Rund-um-die-Uhr-Bedienung und Vollpension.

Was sagen die Nachbarn?

Das Veterinäramt hatte die Räumlichkeiten und die künftige Betreuerin bereits eingehend geprüft und dem Vorhaben aus seiner Beurteilung grünes Licht erteilt. Für Bürgermeister Siegfried Beyer war die Angelegenheit damit auch abstimmungsreif. Gemeinderat Raimund Grass (CSU) zog aber erst einmal die Bremse. Man sollte doch noch die Zustimmung der Nachbarn einholen, schlug er vor. Um möglichen Ärger und Nachbarschaftsstreit bereits vorab zu vermeiden.

Die Nachbarn seien durch die Katzen nicht beeinträchtigt, zitierte Beyer aus dem Antrag: Die Katzen würden ausschließlich im Haus gehalten und nicht draußen oder gar in Nachbars Garten herumlaufen, alle Fenster würden vergittert, ein offenes Außengehege sei nicht vorgesehen; Lärm wie bei einer Hundepension sei logischerweise nicht zu erwarten.

Dennoch blieb Graß skeptisch und kündigte seine Ablehnung an, der sich auch Fraktionskollege Günther Goller anschloss. Für Helmut Leipold (FW) wäre zudem noch zu klären gewesen, dass die Katzenpension als Gewerbe angemeldet werden und auch das Finanzamt mit einbezogen werden müsste.

Das sei dann die Angelegenheit der Pensionsbetreiberin, sobald beziehungsweise bevor die Pension auf mache, wandten Bürgermeister Beyer und Gemeinderat Gerhard Leinfelder (SPD) ein. Das sei aber nicht Sache des Gemeinderats. Es gehe lediglich darum, ob der Gemeinderat zustimme, dass ein Teil der bisher zu privaten Wohnzwecken genutzten Räume künftig gewerblich genutzt werden dürfte oder nicht.

Lerchenfeld enthält sich

Mit der Mehrheit von zehn Stimmen bei zwei Gegenstimmen und der kommentarlosen Enthaltung von Ludwig von Lerchenfeld genehmigte der Gemeinderat schließlich den Antrag.

Ebenfalls genehmigt hat der Gemeinderat die Jahresrechnung 2018. Die hatten die Gemeinderäte Graß, Ruppert, Ruml und Leinfelder vorab geprüft und für in Ordnung befunden. Dazu stellte Prüfungsausschuss-Obmann Graß fest, dass es sinnvoll war, die Firma Creditreform mit dem Eintreiben von Außenständen zu beauftragen. Die Hemmschwelle, Forderungen der Gemeinde nicht bezahlen zu wollen, sei in den vergangenen Jahren doch recht gesunken, sagte er. Leinfelder bescheinigte Kämmerer Frank Wunner eine unkomplizierte Zuarbeit bei der Prüfung.

Nach einer entsprechenden Anfrage aus Wartenfels teilte Bürgermeister Siegfried Beyer mit, dass der Gemeindewald wie auch der anschließende Kirchenwald und auch private Waldflächen hinter der Traischelkapelle im augenblicklichen Zustand keine Gefahr darstellen. Die Staatsforsten seien bereits mit der Abholzung der durch Käfer und Trockenheit kaputten Bäume beauftragt. Es werde wohl zum Kahlschlag von etwa 1000 Festmetern kommen. Die Flächen würden aber wieder aufgeforstet soweit dies nicht durch Naturverjüngung geschehe.

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