Stadtsteinach

Adventszauber: Die Konzertkür ist gelungen

Der "Stanicher Adventszauber" des Musikvereins begeisterte das Publikum in der Stadtkirche St. Michael.
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Traditionelles und Modernes bot der Musikverein Stadtsteinacher beim Debüt-Konzert von Daniela Ott am Freitagabend. Fotos: Klaus Klaschka
Traditionelles und Modernes bot der Musikverein Stadtsteinacher beim Debüt-Konzert von Daniela Ott am Freitagabend. Fotos: Klaus Klaschka
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Im Eiskunstlauf hätte Daniela Ott wahrscheinlich annähernd die Höchstpunktzahl 10 mit ihrer Kür im Musikverein Stadtsteinach erhalten. Chefdirigent Christoph Hohlweg war in diesem Jahr beim Adventskonzert ins zweite Glied getreten und hatte der frisch gebackenen staatlich geprüften Dirigentin allein das Regiment sowohl über das Vororchester als auch die Original Fränkische Trachtenkapelle überlassen.

Traditionelles und Modernes

Daniela Ott debütierte beim "Stanicher Adventszauber", der traditionell am Freitag vor dem dritten Advent in der Stadtkirche St. Michael stattfindet, mit einem sehr gemischten Programm aus Traditionellem und Moderne.

"Musik ohne Schranken"

Erstaunlich sicher machte das Vororchester aus Schülern des Schulprojekts "Musik ohne Schranken" und der eigenen Ausbildung im Verein den Auftakt zum Konzert mit zwei Weihnachtsliedern und dem Lied "Edelweiß". Mit dem Nachwuchs für die Original Fränkische Trachtenkapelle scheint es gut bestellt zu sein, so dass die Kleinen in absehbarer Zeit wohl vom Vororchester, der eigentlichen Domäne von Daniela Ott, ins "große Orchester" umsteigen können.

Umgestiegen von Marsch und Polka war die Trachtenkapelle selbst im Adventskonzert in sonst weniger gespielte musikalische Gefilde. Symphonisch breit zunächst mit dem musikalischen Gemälde "Chariot of Fire" des Elektronikpioniers Vangelis, wechselte das Orchester nach der Begrüßung durch den Musikvereins-Co-Vorsitzenden Roland Wolfrum und einer Betrachtung von Pfarrer Sebastian Masella zu traditionellen Advents- und Weihnachtsliedern.

"Peter und der Wolf"

Im Mittelpunkt stand jedoch das musikalische Märchen "Peter und der Wolf" von Sergeij Prokoffiew, in dem Christoph Hohlweg die Geschichte vortrug, die das Orchester dann in kurzen musikalischen Episoden nacherzählte - es waren eingängig harmonische Passagen, aber auch dissonante, die sowohl den Musikern als auch der Dirigentin Konzentration abverlangten.

Trotzdem zeigten sich die Orchestergruppen von ihrer besten musikalischen Seite, insbesondere die Flöten im durchaus schwierigen zweiten Teil. Tänzerisch ging es dann im Programm mit einer "Kleinen ungarischen Rhapsodie" und zum Abschluss mit der "Schneewittchenpolka" weiter.

Zuvor zeigte Andrea Schubert, dass sie nicht nur mit der Posaune eine Stütze des Orchesters ist, sondern auch eine exzellente Sängerin. "Ich gehör nur mir" aus dem Musical "Elisabeth" war ihr Beitrag zum diesjährigen Jahr der Frau, durchaus ein Höhepunkt im Konzert und ein eigenständiger Programmbeitrag, nicht nur ein Ersatzprogramm für die Gesangsgruppe "BSE" im Musikverein, die beim diesjährigen "Adventszauber" in Stadtsteinach krankheitsbedingt ausfiel.

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