Kulmbach
Hochwasser

Achat-Überschwemmungen: Gutachter wird eingeschaltet

Das Landgericht Bayreuth hat einen Gutachter bestellt, der die Ursachen für die Überschwemmungen des Kulmbacher Achat-Hotels ermitteln soll.
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Mehrfach war das Achat-Hotel in der Luitpoldstraße von Überschwemmungen betroffen.  Foto: Archiv/Katrin Geyer
Mehrfach war das Achat-Hotel in der Luitpoldstraße von Überschwemmungen betroffen. Foto: Archiv/Katrin Geyer

Gute Nachricht für Thomas Hofmann: "Das Landgericht Bayreuth hat einen Gutachter beauftragt, die Ursachen für die Überschwemmungen des Achat-Hotels zu ermitteln", sagte am Montag der Kulmbacher Rechtsanwalt, der einen der über 60 Anteilseigner des Achat-Hotels vertritt. Das Gebäude in der Luitpoldstraße war in den vergangenen Jahren mehrfach von Überschwemmungen betroffen.

Hofmann ist überzeugt, dass zu klein dimensionierte Kanäle schuld an den Überschwemmungen des Hotels in den Jahren 2002, 2017 und 2018 sind und damit die Stadt Kulmbach verantwortlich ist. Deshalb hatte er vor einigen Wochen ein sogenanntes selbstständiges Beweisverfahren gestartet. Im Rahmen dieses Verfahrens stellt ein Sachverständiger fest, welchen Schäden es gab und wer verantwortlich ist. Dieses Vorgehen dient laut Hofmann als Vorbereitung für eine mögliche Klage.

Die entsprechenden Unterlagen hatte Hofmann bei der Abteilung für Zivilsachen am Landgericht Bayreuth eingereicht.

Die Stadtwerke Kulmbach beantragten im Gegenzug, den Beweisantrag kostenpflichtig zurückzuweisen. Das ist aber nicht passiert.

"Das Landgericht hat einen Gutachter beauftragt", stellt Hofmann zufrieden fest. Dieser werde nun klären, wer für die Überschwemmungen verantwortlich ist. Wann genau der Sachverständige ans Werk geht, ist noch nicht sicher. "Nach meiner Einschätzung wird das noch in diesem Jahr sein." Wie lange es dauern wird, bis ein Ergebnis vorliegt, darüber mag er nicht spekulieren.

Der Leiter der Stadtwerke Kulmbach, Stephan Pröschold, wartet nun die weiteren Schritte und das Gutachten im Rahmen dieses selbstständigen Beweisverfahrens ab. "Wir leben in einem Rechtsstaat. Wenn das Gericht zu diesen Ergebnis gekommen ist, einen Gutachter einzuschalten, ist nichts dagegen einzuwenden", sagte er. Denn auch die Stadt habe Interesse daran, dass die Vorfälle ordnungsgemäß untersucht werden.

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