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Kulmbach
Abschluss

Abschlussfeier an der Kulmbacher Berufsschule: Nie zu alt, um Neues zu lernen

Die Hans-Wilsdorf-Berufsschule verabschiedete 168 Absolventen. Lea Schaab bekam für die Traumnote 1,0 den Staatspreis,
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Marius Waldmann aus Neudrossenfeld (rechts) erzielt den exzellenten Notendurchschnitt von 1,1. Stellvertretender Landrat Jorg Kunstmann (zweiter von rechts), Kulmbachs Dritter Bürgermeister Frank Wilzok und der Leiter des beruflichen Schulzentrums Alexander Battistella (links) überreichen dem Kaufmann für Büromanagement den Preis des Landkreises Kulmbach.Foto: Stephan Stöckel
Marius Waldmann aus Neudrossenfeld (rechts) erzielt den exzellenten Notendurchschnitt von 1,1. Stellvertretender Landrat Jorg Kunstmann (zweiter von rechts), Kulmbachs Dritter Bürgermeister Frank Wilzok und der Leiter des beruflichen Schulzentrums Alexander Battistella (links) überreichen dem Kaufmann für Büromanagement den Preis des Landkreises Kulmbach.Foto: Stephan Stöckel
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Der Azubi ist zumeist ein Teenager und kommt frisch von der Schule. Er kann aber auch Mitte zwanzig sein und frisch von der Uni kommen - so wie der Neudrossenfelder Marius Waldmann, der sich beruflich umorientiert hat. Sein Studium zum Bauingenieur an der Universität Dresden tauschte er mit Erfolg gegen eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement bei der Kollin Medien GmbH ein, einer Druckerei aus Neudrossenfeld.

Lebenserfahrung ein Vorteil

Stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann überreicht ihm an der Hans-Wilsdorf-Berufsschule den Preis des Landkreises Kulmbach. "Als Abiturient und Student war mir das komplexe Denken und problemorientierte Lösen, das auch in einer kaufmännischen Ausbildung eine Rolle spielt, nicht neu", sagt der junge Mann, der sich über einen erstklassigen Notendurchschnitt von 1,1 freut.

Sein für Lehrlingsverhältnisse fortgeschrittenes Alter bereitete Waldmann keine Probleme. Ganz im Gegenteil. "Der Betrieb hat meine Stärken gesehen und mir meine Lebenserfahrung positiv angerechnet."

Lob für Betrieb, Schule und Lehrer

Das Lernen fiel dem heute 27-jährigen leicht. Schon von Kindesbeinen an hätten ihn der Umgang mit Zahlen und später dann auch noch die Kalkulation und das Planen von Projekten fasziniert. An seinem Ausbildungsbetrieb, der für renommierte Markenartikelfirmen wie zum Beispiel Puma oder Renault Produktkataloge und Flyer herstellt, schätzt er das familiäre Betriebsklima. Ins Schwärmen gerät Waldmann beim Gedanken an das modern ausgestattete Klassenzimmer in der Hans-Wilsdorf-Berufsschule mit seinem Multifunktionsboard. Auch seine Lehrer vergisst er nicht, dankbar zu erwähnen.

Beim Blick in die Zukunft verrät der junge Mann, dass er zunächst bei der Kollin Medien GmbH dem Erlernten in der täglichen Praxis den letzten Feinschliff verleihen möchte. "Berufsbegleitend möchte ich mich zum Betriebswirt oder Handelsfachwirt weiterbilden."

Der Staatspreis der Regierung von Oberfranken geht an die technische Systemplanerin Lea Schaab aus Riedenberg im Landkreis Bad Kissingen, die bei der Helfrich Ingenieure Projektierungsgesellschaft mbH im Landkreis Bad Kissingen arbeitet (siehe Infobox) und die Traumnote 1,0 erzielt hat.

Erste Anwärterin auf Rolex-Preis

Schaab ist die erste Anwärterin auf den Rolex-Preis, der bei der Abschlussfeier im Sommer vergeben wird. Der Preisträger oder die Preisträgerin kann sich über eine Nobeluhr im Wert von mehreren Tausend Euro freuen. Bei der Entscheidung, wer den Rolex-Preis erhält, zählt aber nicht nur der Notendurchschnitt, sondern es werden auch Alter, Kammerergebnis, Vorbildung und soziales Engagement berücksichtigt.

Erfolgreich auf Ziel hingearbeitet

Insgesamt 168 Frauen und Männer werden bei der Feierstunde im Beruflichen Schulzentrum verabschiedet. 38 von ihnen haben zusätzlich den mittleren Bildungsabschluss erworben, der der mittleren Reife entspricht. "In den vergangenen zwei- beziehungsweise dreieinhalb Jahren haben Sie bewiesen, dass sie erfolgreich auf ein Ziel hinarbeiten können", lobt Schulleiter Alexander Battistella die Absolventen. Stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann stellt fest: "Sie haben ein erstklassiges Ticket für ihren weiteren beruflichen Lebensweg gezogen, das ihnen in Zeiten des Fachkräftemangels viele Möglichkeiten der Weiterbildung eröffnet."

Lea Schaab dankt in ihrer Schülerrede ihrem Ausbildungsbetrieb, ihren Eltern und der Schule für die Unterstützung.

Mit Liedern aus eigener und fremder Feder schmückt die Kulmbacher Sängerin und Gitarristin Johanna Dupke die Verabschiedungsfeier musikalisch aus.

Preise für herausragende Leistungen

Staatspreis der Regierung von Oberfranken: Lea Schaab (1,0/Technische Systemplanerin/Riedenberg im Landkreis Bad Kissingen/Helfrich Ingenieure Projektierungsgesellschaft mbH Bad Kissingen). Preis des Landkreises Kulmbach: Melissa Schmidt (1,1/Industriekauffrau/Issigau im Landkreis Hof/IREKS GmbH Kulmbach), Marius Waldmann (1,1/Kaufmann für Büromanagement/Neudrossenfeld/Kollin Medien GmbH Neudrossenfeld), Thomas Blätterlein (1,2/Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik/Wirsberg/Fischer GmbH Neuenmarkt) und Nico Schnörer (1,2/Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik/Untersteinach/Wiegel Gebäudetechnik GmbH Kulmbach). Die Klassenbesten: Maria Ott-Wagner (Brauer- und Mälzerin/Leutenbach im Landkreis Forchheim/Brauerei Hufeisen Pottenstein), Marcel Biedermann (Karosserie- und Fahrzeugbauer/Kasendorf/Hofmann Fahrzeugbau Mainleus), Alexander Marko (Berufskraftfahrer/Sennfeld im Landkreis Schweinfurt/Spedition Hans Geis GmbH & Co. KG in Gochsheim) und Ralf Espik (Mechatroniker für Kältetechnik/Eckersdorf im Landkreis Bayreuth/ait-deutschland GmbH Kasendorf).

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