Kulmbach
Asyl

Abschiebung in der Nacht: Mutter in Kulmbach von siebenjährigen Sohn getrennt

Eine Familie aus Aserbaidschan gilt in Kulmbach als gut integriert, wird aber abgeschoben. Die Empörung ist groß. Die Behörde verteidigt die Aktion.
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Sebastian Willnow, dpa
Sebastian Willnow, dpa
Die Beamten kommen mitten in der Nacht. Dienstagfrüh um drei Uhr werden die 13-jährige Ofeliya Guliyeva und ihre Mutter abgeholt. Von Kulmbach aus geht es direkt zum Flughafen. Das Ziel: Aserbaidschan. Der siebenjährige Bruder Sahib und der Vater bleiben zurück, sollen aber bald ebenfalls abgeschoben werden.

Die Aufregung in Kulmbach ist groß. Die Familie, die aus Aserbaidschan stammt und schon mehrere Jahre in Deutschland lebt, galt als bestens integriert. Die 13-jährige Ofeliya, eine talentierte Pianistin, gewann unter anderem den Kulmbacher Ruckdeschel-Preis.

Die Regierung von Oberfranken verteidigt die Aktion. Die Ausreisepflicht der Familie, so ein Sprecher, sei längst abgelaufen. Die getrennt lebenden Eltern hätten die Behörden zudem jahrelang über ihre wahre Identität getäuscht.


Mutter empört über nächtliche Aktion

Naile Guliyeva bestreitet nicht, falsche Angaben gemacht zu haben. Die Mutter ist aber empört darüber, wie die Aktion am Dienstag abgelaufen ist.


Einen ausführlichen Bericht mit Hintergründen zum Thema Abschiebung lesen Sie hier.
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