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Baustelle

A9: Die Baustelle bei Himmelkron wird abgeschlossen

Der Verkehr auf der A9 bei Himmelkron wird bald nicht mehr ausgebremst: Die Baustelle auf der Lanzendorfer Talbrücke wird abgeschlossen.
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Die Lanzendorfer Talbrücke wird am Donnerstag oder Freitag für den Verkehr freigegeben. In den vergangenen Wochen wurde der Belag auf der Fahrbahn Richtung Berlin aufgebracht (Bild). Foto: Autobahndirektion
Die Lanzendorfer Talbrücke wird am Donnerstag oder Freitag für den Verkehr freigegeben. In den vergangenen Wochen wurde der Belag auf der Fahrbahn Richtung Berlin aufgebracht (Bild). Foto: Autobahndirektion

Was war das für ein Jahr für alle Autofahrer, die bei Himmelkron auf der A9 unterwegs waren: Die Großbaustelle an der Lanzendorfer Talbrücke hat den Verkehr ausgebremst, für kilometerlange Staus gesorgt. Und die Himmelkroner auf die Palme gebracht, nachdem die Zufahrt in Fahrtrichtung Bayreuth gesperrt worden war, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Zunächst komplett, später temporär. Seit Mai kann man zwischen Montag, 4 Uhr, und Mittwoch, 10 Uhr, an der Anschlussstelle nicht auf die A9 Richtung Süden auffahren.

Geschäftsleute haben geklagt

Die Sperrung hat auch Geschäftsleute auf die Palme gebracht. So Werner Kauper vom "Fichtelgebirgshof", der große Umsatzeinbußen verzeichnet hat, auch weil viele Busse nicht mehr zu ihm gekommen sind, wie er der Bayerischen Rundschau im Mai erklärt hat.

Alle Autofahrer und Geschäftsleute können aufatmen: Ab kommendem Donnerstag oder Freitag heißt es nämlich wieder: Freie Fahrt. Das 20-Millionen-Euro-Projekt wird abgeschlossen, die Auffahrt Richtung Süden dann an allen Tagen wieder befahrbar sein. Aufatmen werden da auch die Anwohner, die wie in Bad Berneck an Umleitungsstrecken wohnen und unter der Zunahme des Verkehrs gelitten haben.

Umstellung hat gegriffen

Dass die Großbaustelle massive Auswirkungen haben würde, sei abzusehen gewesen, sagt der Leiter der Dienststelle Bayreuth der Autobahndirektion, Thomas Pfeifer. Es sei das am stärksten belastete Autobahnteilstück in der Region, so Pfeifer, der weiß, dass es aufgrund der engen Fahrspuren gerade im Frühjahr massive Probleme gegeben hatte. Durch die Umstellung von fünf auf vier Spuren und die Sperrung der Zufahrt habe sich die Lage aber wesentlich entspannt.

20 Millionen Eujro

Pfeifer ist froh ist, dass der Kostenrahmen von 20 Millionen Euro eingehalten und die Baustelle vor dem Winter abgeschlossen werden kann. Es sei ein sehr ehrgeiziger Zeitplan gewesen, die Brücke auf 1,1 Kilometern Länge beidseitig in nur einem Jahr zu sanieren. Glück habe man am Ende mit der Witterung gehabt, vor 14 Tagen in einer Trockenphase den Gussasphalt aufbringen können. "In der vergangenen Woche wäre das wegen der großen Feuchtigkeit nicht möglich gewesen."

Was viele freut, die in der Nähe zur Autobahnbrücke wohnen: Das Geräusch, das beim Befahren der alten Übergangskonstruktion an der Talbrücke verursacht worden war und viele gestört hat, ist offenbar nicht mehr wahrzunehmen: "Das nervige Klack-klack-Geräusch hört man nicht mehr", sagt Hans Matussek, der in Gössenreuth wohnt und hofft, dass das so bleibt, wenn das Tempolimit aufgehoben wird und Pkw wie Lkw wieder schneller über die Brücke fahren.

Wie in den Alpen?

Eine positive Rückmeldung, über die sich die Autobahndirektion freut. Man habe einige Schreiben von Anliegern erhalten, die sich bedankt hätten, sagt Thomas Pfeifer. In einer E-Mail heißt es: "Eigentlich kann ich es immer noch nicht ganz glauben, dass der Verkehr auf der neuen Fahrbahn so wenig Lärm verursacht. Ich komme mir vor wie in den Alpen bei einer Bergwanderung - einfach nur Stille." Ob an der A 9 wirklich Alpenstimmung aufkommen kann, mag man bezweifeln, doch auch Hans Matussek stellt fest, dass die Lärmschutzmaßnahmen greifen.

Ende kommender Woche wird das Riesenprojekt abgeschlossen. All die, die auf der A9 unterwegs sind, werden aber auch 2020 mit Behinderungen konfrontiert, denn die Baustelle wandert nur wenige Kilometer weiter nach Norden. Wie Thomas Pfeifer mitteilt, wird ab dem kommenden Jahr die Autobahn zwischen der Talbrücke Lanzendorf und der Anschlussstelle Marktschorgast saniert. Für 2020 ist die Erneuerung der Fahrspuren Richtung Nürnberg vorgesehen.

Fahrbahn wird verbreitert

Die Baustelle wird mit drei Fahrstreifen in Richtung Berlin und zwei Richtung Nürnberg betrieben. Dazu wird die Fahrbahn nach Norden provisorisch verbreitert. Pfeifer: "Damit ausreichend breite Spuren zur Verfügung stehen." 2021 wird dann die Erneuerung der A 9 Richtung Berlin in Angriff genommen.

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