Himmelkron
Verkehr

A 9 bei Himmelkron: Ab Donnerstag ist die Zufahrt dicht

Was viele befürchtet haben, tritt ein: Ab Donnerstag kann man bei Himmelkron nicht mehr von der B 303 auf die A 9 Richtung Nürnberg einfahren.
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Ab Donnerstag kann man bei Himmelkron nicht mehr auf  die A 9 Richtung  Nürnberg einfahren. Foto: Alexander Hartmann
Ab Donnerstag kann man bei Himmelkron nicht mehr auf die A 9 Richtung Nürnberg einfahren. Foto: Alexander Hartmann

Himmelkron"Das wäre eine Katastrophe. Nicht nur für die Bürger, sondern auch für die Firmen", hat Himmelkrons Zweiter Bürgermeister Harald Peetz (CSU) erklärt. Emons-Geschäftsführer Stephan Meixner hat eine zeitliche wie auch finanzielle Belastung für das Speditionsunternehmen befürchtet. Die könnte jetzt auf Emons zukommen, denn das, was Meixner und Harald Peetz nicht wollten, tritt ein: An der Autobahnanschlussstelle Bad Berneck/Himmelkron wird die Auffahrt in Richtung Nürnberg ab Donnerstag gesperrt.

Gegen den Rückstau

Die Sperrung wird vorgenommen, um den Verkehrsfluss im Baustellenbereich an der Lanzendorfer Talbrücke zu verbessern. Seit Beginn der Bauarbeiten hatte es auf der Strecke in Richtung Süden immer wieder große Behinderungen gegeben. Leidtragende waren vor allem Lkw-Fahrer, hat sich doch auf der rechten Spur oft ein Rückstau gebildet - teils bis zu zehn Kilometer bis hin zur Anschlussstelle bei Gefrees.

In den vergangenen Tagen hat die Autobahndirektion die Anschlussstelle videoüberwacht, um die Verkehrsströme genau unter die Lupe zu nehmen. Als erste Konsequenz wird nun die Himmelkroner Auffahrt in Richtung Süden dicht gemacht. Eine Maßnahme, die sich kurzfristig positiv auswirken wird, ist der Leiter der Bayreuther Dienststelle, Thomas Pfeifer, überzeugt. Lastwagen, die von der Schiefen Ebene kommen, müssten Fahrzeuge, die von der B 303 auf die Autobahn wollen, nicht mehr einfädeln lassen.

Thomas Pfeifer weist ausdrücklich darauf hin, dass die Anschlussstelle in Fahrtrichtung Berlin von der Sperrung nicht betroffen ist. Die Ausfahrt ist bei Himmelkron auf der Strecke Richtung Süden auch nach wie vor möglich. Es werden noch weitere Maßnahmen geprüft. "Auch die Anpassung der Fahrstreifen." Viele hatten gefordert, dass aus fünf Spuren vier gemacht werden, damit die einzelnen Spuren breiter sind.

Die sinnvollste Lösung

Die Autobahndirektion ist sich bewusst, dass sich die Sperrung der Zufahrt auf das untergeordnete Straßennetz auswirken wird. "Jede Maßnahme, die auf der einen Seite zu einer Verbesserung führt, führt auf der anderen Seite leider zu Beeinträchtigungen", so der Leiter der Bayreuther Dienststelle, nach dessen Worten die Sperrung der Auffahrt auf der hoch frequentierten Strecke die sinnvollste Lösung ist. Bis zu 70 000 Fahrzeuge werden täglich auf der A 9 bei Himmelkron gezählt.

Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, auf die benachbarten Anschlussstellen auszuweichen und die Umleitungsempfehlung zu beachten.

Die Umleitung

Die Umleitung führt ab Himmelkron über die B 303 und weiter über die Staatsstraße 2460 (ehemalige B 2) sowie die Kreisstraße BT 46 zur Anschlussstelle Bindlacher Berg. Im Fortgang der Bauarbeiten an der Talbrücke, die Ende des Jahres abgeschlossen werden, wird es Thomas Pfeifer zufolge immer wieder zu geänderten Verkehrsführungen kommen.



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