Neuenmarkt
Planungen

Zwei Knackpunkte beim Radwegebau

Das Thema Radwegebau zwischen Schlömen und Himmelkron sowie Schlömen und Trebgast scheint in Bewegung zu geraten. Allerdings gibt es zwei Knackpunkte.
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Die alte Bahntrasse zwischen Himmelkron und Schlömen soll für den Bau eines Radweges genutzt werden. Foto: BR/Archiv
Die alte Bahntrasse zwischen Himmelkron und Schlömen soll für den Bau eines Radweges genutzt werden. Foto: BR/Archiv
Wie Bürgermeister Siegfried Decker (SPD/OL) in der Gemeinderatssitzung berichtete, zeichnet sich vor allem für einen unselbstständigen Radweg entlang der Staatsstraße zwischen dem Neuenmarkter Ortsteil und Himmelkron eine Lösung ab, nämlich die Nutzung der alten Bahnstrecke. Laut Staatlichem Bauamt Bayreuth wäre über ein Sonderbauprogramm eine Förderung von bis zu 75 Prozent möglich. Voraussetzung wäre aber, dass die Maßnahme in der Sonderbaulast der Gemeinden Neuenmarkt und Himmelkron abgewickelt wird. Dabei wären auch der Grunderwerb und die Planungskosten förderfähig.

Der Gemeinderat gab zwar "grünes Licht" dafür, beide Vorhaben weiter zu verfolgen, zunächst sollen aber die detaillierten Kosten ermittelt werden.

Hermann Mohr (CSU-WG) sprach das Problem an, dass sich auf Trebgaster Seite aus den Reihen der Jäger Widerstand gegen einen Radweg zwischen Schlömen und Trebgast entlang der Bahnlinie erhebt. Bei diesem Radweg würde eine Förderung nur über den Wirtschaftswegebau aus EU-Geldern erfolgen. Das Amt für Ländliche Entwicklung in Bamberg hat die Zuschusshöhe auf maximal 50 Prozent der Baukosten beziffert.

"Wichtige Lückenschlüsse"


Wie Bürgermeister Decker dazu ergänzte, müssten auch hier die Gemeinden Trebgast und Neuenmarkt die Bauträgerschaft und den späteren Unterhalt. Beide Radwege, so Decker, befänden sich in einer landschaftlich reizvollen Lage und würden auch wichtige Lückenschlüsse bedeuten. Dennoch handle es sich um eine freiwillige Aufgabe.

Klaus Zahner (FW) wunderte sich, warum der Radweg von Schlömen nach Himmelkron als straßenbegleitend eingestuft wird und der nach Trebgast nicht. Wolfgang Hörath (CSU-WG) hatte nichts gegen die Verwirklichung der Radwege, gab aber zu bedenken, dass die Gemeinde ihre Haushaltsmittel für Pflichtaufgaben einsetzen müsse: "Für mich ist ausschlaggebend, über welche Kosten wir uns unterhalten und was an der Gemeinde hängen bleibt."

Ähnlich beurteilte dies Klaus Zahner (FW), der aber eine Chance für Neuenmarkt sah, an das überörtliche Radwegenetz angebunden zu werden.

Für die SPD-Offene Liste signalisierte Karlheinz Warzecha klare Zustimmung und verwies darauf, dass für einen Radweg zwischen Schlömen und Trebgast bereits 2004 erste Planungen durchgeführt wurden. Hermann Mohr hielt es für wichtig, mit den Betroffenen zu reden. Konkret meinte er damit die Jagdgenossenschaft auf Trebgaster Seite: "Es kann nicht sein, dass wir so tun, als ob uns das nicht interessieren würde. Es gibt wahrscheinlich auch andere Möglichkeiten."

"Nicht auf Biegen und Brechen"


Bürgermeister Decker versicherte, dass ein Radweg nicht auf Biegen und Brechen gegen den Willen von Beteiligten durchgesetzt werde.


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